Jacques Rogge

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Jacques Rogge 2014

Jacques, Graf Rogge KCMG (* 2. Mai 1942 in Gent) ist ein belgischer orthopädischer Chirurg und Sportfunktionär. Von 2001 bis 2013 war er Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne (Schweiz).

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner schulischen Ausbildung am Sint-Barbaracollege, einem Jesuitenkolleg in der Genter Savaanstraat, studierte Jacques Rogge an der Universität Gent, wo er in orthopädischer Chirurgie promovierte. Er nahm in den Jahren 1968, 1972 und 1976 im Segeln an Olympischen Sommerspielen teil. Dabei erreichte er als beste Platzierung 1972 im Finn Dinghy einen 14. Platz. Außerdem spielte er für die belgische Rugby-Nationalmannschaft.

1991 wurde er Mitglied des IOC und Präsident des belgischen Nationalen Olympischen Komitees. Am 16. Juli 2001 wurde er bei der 112. Vollversammlung des IOC in Moskau als Nachfolger von Juan Antonio Samaranch für zunächst acht Jahre zum achten Präsidenten des IOC gewählt. Die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City waren seine ersten als IOC-Präsident. Ebenfalls 2002 wurde er durch den belgischen König Albert II. in den Adelsstand erhoben, sein Titel ist der eines Comte (französisch) oder Graaf (niederländisch).

Einer der Kernpunkte seiner Politik war die Beschränkung der Anzahl der Olympiateilnehmer auf 10.000. Zudem setzte er sich gegen den fortschreitenden Gigantismus bei Bauvorhaben und die Kommerzialisierung ein.

Am 9. Oktober 2009 wurde Jacques Rogge bei der 121. Vollversammlung des IOC in Kopenhagen für eine vierjährige zweite Amtsperiode als IOC-Präsident wiedergewählt. Eine erneute Kandidatur im Jahr 2013 war nach den Statuten des IOC nicht vorgesehen.[1] Der Deutsche Thomas Bach wurde zu Rogges Nachfolger gewählt.

Jacques Rogge ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacques Rogge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IOC re-elects President Jacques Rogge. IOC, 9. Oktober 2009.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB)