Joël Robuchon

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Joël Robuchon in Tokio (2010)

Joël Robuchon (* 7. April 1945 in Poitiers) ist ein französischer Koch und Gastronom. Er trägt den Titel Koch des Jahrhunderts, den außer ihm nur Paul Bocuse, Frédy Girardet und Eckart Witzigmann verliehen bekamen. Seine Restaurants waren 2008 mit insgesamt 18 Michelin-Sternen ausgezeichnet, Robuchon ist damit vor Alain Ducasse der Koch mit den meisten Michelin-Sternen überhaupt. Darüber hinaus ist er durch seine Buchpublikationen und seine Auftritte in Fernsehsendungen bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Joël Robuchon begann 1960 seine Ausbildung zum Koch im Restaurant Relais de Poitiers. 1974 wurde er als Küchenchef im Hôtel Concorde Lafayette in Paris berufen. 1976 wurde er als bester Handwerkskünstler Frankreichs (Meilleur Ouvrier de France) ausgezeichnet. 1978 wechselte er als Restaurantchef (Chef-Directeur) zum Les Célébrités im Hôtel Nikko in Paris.

1981 gründete er sein erstes eigenes Restaurant, das Jamin in Paris, das 1984 drei Sterne, die höchste Auszeichnung im Guide Michelin, bekam. Er führte dieses Restaurant bis 1993, bevor er es in andere Hände übergab. Das Jamin führt derzeit, Stand Anfang 2010, zwei Sterne und wird von Robuchons ehemaligem Schüler Benoît Guichard geführt.[1][2]

1989 war die Gründung des (2004 aufgegebenen) Château Restaurant Taillevent-Robuchon in Tokio der Auftakt zum Aufbau einer weltweiten Kette von Restaurants der Spitzengastronomie. Es folgten 1994 bis 1996 das Restaurant Joël Robuchon in Paris und 2001 das Restaurant Robuchon à Galera im Hôtel Lisboa in Macao. Ein etwas anderes Bewirtungskonzept verfolgen die Ateliers de Joël Robuchon: Hier werden die Speisen, zu etwas moderateren Preisen, an langen Bartheken serviert, ähnlich wie in einer Sushi-Bar, jedoch mit dem Anspruch auf gastronomische Spitzenqualität. 2003 eröffneten die ersten beiden dieser Ateliers in Paris und Tokio. 2004 eröffneten das Château Restaurant de Joël Robuchon in Tokio, das Restaurant Joël Robuchon im Hôtel Métropole in Monaco, La Table de Joël Robuchon jeweils in Paris und Tokio und das Café de Joël Robuchon in Tokio. 2005 und 2006 folgten weitere sechs Restaurants: Das Restaurant Joël Robuchon und das Atelier de Joël Robuchon, beide im Hotel MGM Grand in Las Vegas, das Atelier de Joël Robuchon im Hotel Four Seasons in New York City, das Atelier de Joël Robuchon sowie La Cuisine de Joël Robuchon in London und das Atelier de Joël Robuchon in Hongkong.

Ab 1987 kamen eine Reihe von Tätigkeiten als Berater hinzu: zunächst als technischer Berater beim Lebensmittelhersteller Fleury Michon, 1991–2005 als Präsident der Section Cuisine des Wettbewerbs Meilleurs ouvriers de France, 1992–2001 als Chefberater beim Restaurant Laurent in Paris, 1996 als Berater beim Markenhersteller Reflet de France, 1996–2004 als Chefberater beim Restaurant l’Astor in Paris und 2000 als Berater des Café Legal in Paris.

Auftritte im Fernsehen[Bearbeiten]

Von 1996 bis 1999 moderierte Joël Robuchon gemeinsam mit Guy Job Cuisinez comme un grand chef (Kochen wie ein großer Küchenchef): eine tägliche Sendung auf TF1, in der von Woche zu Woche ein anderer Küchenchef vorgestellt wurde, der dem Publikum seine Rezepte und seine technischen Kniffe nahebrachte. Von 2000 bis 2008 präsentierte er auf France 3 die Sendung Bon appétit. Von 2000 bis 2004 war er beim Spezialsender Gourmet TV an mehr als 1000 Sendestunden beteiligt, die sich der Förderung regionaler Produkte widmeten.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Darstellung des Restaurants bei Clubvibes.com, besucht am 31. Januar 2010
  2. Jean-Pierre Thiollet: Piano ma non solo, Anagramme Ed, Paris, 2012, S. 111.

Weblinks[Bearbeiten]