John Celestand

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Basketballspieler
John Celestand
Spielerinformationen
Geburtstag 6. März 1977
Geburtsort Houston, Vereinigte Staaten
Größe 190 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
College Villanova
NBA Draft 1999, 30. Pick Los Angeles Lakers
Vereine als Aktiver
1995–1999 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Villanova Wildcats (NCAA)
1999–2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Lakers
2000 000 0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Mexico Slam (IBL)
000 0 2001 DeutschlandDeutschland StadtSport Braunschweig
2001 000 0 ItalienItalien Fortitudo Skipper Bologna
2001–2002 FrankreichFrankreich ASVEL Lyon-Villeurbanne
2002–2003 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2003–2004 UkraineUkraine BC Kiew
2004–2005 DeutschlandDeutschland BS Energy Braunschweig

John Celestand (* 6. März 1977 in Houston, Texas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler. Nach seinem Studium wurde er von den Los Angeles Lakers aus der NBA gedraftet und wurde als Nachwuchsspieler gleich NBA-Champion 2000. Anschließend bekam er keinen neuen Vertrag und wechselte nach Europa, wo er insbesondere in der deutschen Basketball-Bundesliga aktiv war. Celestand beendete seine Spielerkarriere 2005 bereits mit 28 Jahren. Im Anschluss arbeitete er in seinem Heimatland als Fernsehkommentator und gründete eine eigene Spielerberatungsfirma.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Während seines Studiums an der Villanova University in Pennsylvania war Celestand für das Hochschulteam Wildcats in der NCAA Division I aktiv. Er gehört zu den zehn besten Vorlagengebern aller Zeiten dieses Teams[1] und war auch mannschaftsintern der Topscorer in seinen beiden letzten Collegespielzeiten.[2] Im Anschluss an sein Studium wurde er von den L.A. Lakers im NBA Draft 1999 ausgewählt und war im Team mit Starspielern wie Shaquille O’Neal und Kobe Bryant mit daran beteiligt, dass die Lakers erstmals seit zwölf Jahren im Jahr 2000 wieder die Meisterschaft gewannen. Als Rookie wurde Celestand jedoch insgesamt nur in 16 Partien eingesetzt und nach der Saison aus seinem Vertrag entlassen. Zunächst spielte er dann in der kurzlebigen International Basketball League, welche später in der CBA aufging.

Im Februar 2001 verpflichtete ihn dann der deutsche Erstligist aus Braunschweig. Der in schweren finanziellen Turbulenzen steckende Verein hatte nach Ausstieg des neuen Namenssponsors Metabox fast die komplette Mannschaft und Trainer ausgetauscht.[3] Der neue Trainer Ken Scalabroni konnte insbesondere mit Hilfe von Celestand nicht nur die Klasse halten, sondern noch eine Play-off-Platzierung in der BBL-Saison 2000/01 erreichen. Durch die Leistungen in der BBL hatte sich Celestand für bessere europäische Vereine empfohlen und er wurde in der folgenden Spielzeit vom italienischen Vizemeister Fortitudo aus Bologna verpflichtet, für den er jedoch nur sechs Spiele in der Serie A absolvierte.[4] Im November 2001 wechselte er in die französische LNB Pro A zum dortigen Vizemeister ASVEL in Lyon. Nach eigener Aussage kam er mit Trainer Bogdan Tanjević nicht zurecht[5] und verließ den Verein im Februar 2002 wieder, bevor ASVEL später die 16. nationale Meisterschaft und erste seit 21 Jahren gewann. In der folgenden Saison war er kurzzeitig beim deutschen Meister Alba Berlin, für die er mehr Spiele in der ULEB Euroleague absolvierte als in der Bundesliga. Im Februar 2003 endete auch dieses Engagement, bevor Alba die Meisterschaft zum siebten Mal hintereinander feiern konnte. Anschließend spielte er eine Saison im ukrainischen Kiew. 2004 kehrte er an den Ursprungsort seiner Europakarriere zurück und spielte für BS Energy, so der neue Sponsorenname des Braunschweiger Vereins. Die Braunschweiger, die noch mit seinem früheren Trainer Ken Scalabroni in die Saison gestartet waren, hatten nach einem schlechten Saisonstart den ehemaligen deutschen Bundestrainer Henrik Dettmann, zuvor sportlicher Leiter, als neuen Trainer installiert. Zwar wurde der Klassenerhalt erreicht, aber die angestrebte Play-off-Platzierung wurde klar verfehlt. Angesichts seiner zuletzt mäßigen Leistungen in Braunschweig erhielt Celestand keine besonders lukrativen Angebote und frustriert über die Entscheidungen von Management und Trainer beendete er seine Karriere als Spieler.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2010-11 Villanova Mens Basketball Guide - Records / Honors - Individual Assist Leaders (englisch), S. 177, abgerufen am 6. August 2011
  2. 2010-11 Villanova Mens Basketball Guide - Records / Honors - Year-by-Year Leaders (englisch), S. 180, abgerufen am 6. August 2011
  3. RP-Online.de: Braunschweiger "Schnäppchen" düpieren Leverkusen, Artikel im Newsarchiv der Rheinischen Post vom 25. Februar 2001, abgerufen am 6. August 2011
  4. John Celestand (italienisch), Spielerprofil auf den Statistikseiten der Lega Basket Serie A, abgerufen am 6. August 2011
  5. a b Crossover-Online.de: "Ich hatte die Nase voll von Europa", Artikel von Matthias Haufer vom 9. Februar 2006, abgerufen am 6. August 2011