Joseph Doré

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Mgr Doré, Straßburg, 11 Februar 2013.

Joseph Pierre Aimé Marie Doré PSS (* 26. September 1936 in Grand-Auverné, Frankreich) ist ein französischer Theologe und emeritierter Erzbischof von Straßburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Doré wurde in der Region Loire-Atlantique geboren. Er begann sein Studium der Katholischen Theologie am Katholischen Institut in Paris, dem Studien in Rom und in Münster folgten, wo er auch Vorlesungen von Professor Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., hörte. Nach seiner Promotion empfing er 1961 in Nantes das Sakrament der Priesterweihe. Ein Jahr danach trat er der Kongregation der Sulpizianer bei.

Sechs Jahre war er anschließend Professor und Regens des Priesterseminars in Nantes und danach zehn Jahre am Séminaire des Carmes in Paris. Seit 1971 lehrt er am Katholischen Institut in Paris, dessen Dekan er von 1988 bis 1994 wurde.

1993 wurde er zum Präsidenten der internationalen Akademie für religiöse Wissenschaften in Brüssel ernannt und zum Mitglied der Internationale Kommission zur Vorbereitung des Heiligen Jahrs 2000.

Am 2. September 1997 wurde er von Johannes Paul II. zum Erzbischof der Erzdiözese Straßburg bestimmt und empfing 23. November 1997 im Straßburger Münster durch seinen Vorgänger Erzbischof Charles Amarin Brand, durch Émile Marcus, Erzbischof von Toulouse und den damaligen Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Walter Kasper, die Bischofsweihe.

Am 25. August 2006 nahm Papst Benedikt XVI. sein aus gesundheitlichen Gründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch an. Doré leitete das Erzbistum aber noch bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers, des am 21. April 2007 ernannten Jean-Pierre Grallet OFM, am 13. Mai 2007 als Apostolischer Administrator weiter.

Werke[Bearbeiten]

  • Sur l’identité chrétienne. Paris: Desclée 1990 ISBN 2-7189-0459-3
  • (Hrsg.): Le devenir de la théologie catholique mondiale depuis Vatican II: 1965–1999. Paris: Beauchesne 2000 ISBN 2-7010-1399-2
  • zus. m. Bernard Lauret u. Joseph Schmitt: Christologie. Paris: du Cerf 2003 ISBN 2-204-07045-9
  • La grâce de croire. 3 Bde. Paris: Ed. de l’Atelier 2003–2004
  • La grâce de vivre: entretiens avec Michel Kubler et Charles Ehlinger. Paris: Bayard 2005 ISBN 2-227-47199-9
  • (Hrsg.): Le christianisme et la foi chrétienne: manuel de théologie. 12 Bde. Paris: Desclée 1985–1992

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Guitton: Le Christ de ma vie: dialogue avec Joseph Doré. Paris: Desclée 1987 ISBN 2-7189-0343-0
  • François Bousquet u.a.: La responsabilité des théologiens: mélanges offerts à Joseph Doré. Paris: Desclée 2002 ISBN 2-7189-0716-9

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Joseph Doré auf catholic-hierarchy.org (englisch)
Vorgänger Amt Nachfolger
Charles Amarin Brand Erzbischof von Straßburg
1997–2007
Jean-Pierre Grallet OFM