Erzbistum Toulouse

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Erzbistum Toulouse
Karte Erzbistum Toulouse
Basisdaten
Staat Frankreich
Diözesanbischof Robert Le Gall OSB
Emeritierter Diözesanbischof Émile Marcus PSS
Generalvikar Gérard Delom
Fläche 6.372 km²
Pfarreien 84 (31.12.2007 / AP2008)
Einwohner 1.156.000 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken 750.000 (31.12.2007 / AP2008)
Anteil 64,9 %
Diözesanpriester 221 (31.12.2007 / AP2008)
Ordenspriester 120 (31.12.2007 / AP2008)
Ständige Diakone 19 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken je Priester 2.199
Ordensbrüder 250 (31.12.2007 / AP2008)
Ordensschwestern 486 (31.12.2007 / AP2008)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Französisch
Kathedrale Kathedrale St. Etienne
Website http://toulouse.catholique.fr/
Suffraganbistümer Erzbistum Albi(-Castres-Lavaur)
Erzbistum Auch(-Condom-Lectoure-Lombez)
Bistum Cahors
Bistum Montauban
Bistum Pamiers
Bistum Rodez(-Vabres)
Bistum Tarbes und Lourdes
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz

Kirchenprovinz Toulouse

Das Erzbistum Toulouse, auch Erzbistum Toulouse (-Saint Bertrand de Comminges-Rieux), (lat.: Archidioecesis Tolosanus (-Convenarum-Rivensis)) ist ein im Süden Frankreichs gelegenes Erzbistum der römisch-katholischen Kirche. Sitz ist Toulouse.

Der Erzbischof von Toulouse (-Narbonne) darf sich seit 1822 auch Primas von Gallia Narbonensis nennen.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit dem 3. Jahrhundert ist Toulouse Bischofssitz. Erster Bischof war der Heilige Saturnin (250), der in der ihm geweihten Basilika St. Sernin in der Bischofsstadt begraben liegt.

Kathedrale St. Etienne, Toulouse

Bekannte Bischöfe waren der Trobador Folquet de Marselha (†1231) und der Heilige Ludwig von Toulouse (1296–1297) aus dem Haus Anjou. 1317 wurde Toulouse zum Erzbistum erhoben. Erster Erzbischof war Jean Raymond Kardinal de Comminges (1318–1327, vorher Bischof von Maguelonne). Erzbischof Odet de Coligny konvertierte 1562/63 und war danach ein Führer der Hugenotten. Nach der Französischen Revolution wurden 1801 verschiedene Diözesen (Teile von Saint-Bernard de Comminges, Lectoure, Lombez und Mirepoix sowie Couserans, Montauban, Pamiers, Rieux und Saint-Papoul) dem Erzbistum zugeordnet. Am 6. Oktober 1822 wurde das Erzbistum in Erzbistum Toulouse (-Narbonne), am 19. Januar 1935 in Erzbistum Toulouse (-Narbonne-Saint Bertrand de Comminges-Rieux) umbenannt. Seit 14. Juni 2006 lautet der Name Erzbistum Toulouse (-Saint Bertrand de Comminges-Rieux).

Jules-Géraud Kardinal Saliège, welcher von 1925 bis 1956 der Diözese vorstand, verfasste einen vielbeachteten Hirtenbrief gegen die Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges. Aktueller Erzbischof ist seit 2006 Robert Le Gall OSB.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Institut Catholique de Toulouse befindet sich in Trägerschaft des Erzbistums. Dort studieren auch die Seminaristen des Priesterseminars St. Cyprien, welches für die Ausbildung der Priesteramtskandidaten aus den 16 Diözesen der Region zuständig ist.[1] Das Bildungshaus der Diözese Christ-Roi („Christkönig”), mit ca. 70 Betten und Tagungsräume für 250 Personen, wurde 1964 am Rande der Stadt Toulouse errichtet.[2]

Ferner unterhält das Erzbistum ein Seniorenheim, das Maison St. Augustin, für emeritierte Priester.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webseite des Erzbistums. Abgerufen am 24. August 2013.
  2. "La Maison Diocésaine du Christ-Roi 1964 - 2014". In: catholique.toulouse.fr. Abgerufen am 4. Oktober 2014.
  3. "La Maison St. Augustin". In: catholique.toulouse.fr. Abgerufen am 4. Oktober 2014.