Julius Dehne

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Julius Dehne (* 13. Januar 1873 in Löbau; † 1950) war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker (DDP, DStP).

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Leben[Bearbeiten]

Julius Dehne wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig auf, das er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen abschloss. Er absolvierte von 1896 bis 1900 das Referendariat am Amtsgericht Eibenstock und am Landgericht Bautzen, bestand das Zweite Juristische Staatsexamen und promovierte später zum Doktor der Rechte. Des Weiteren praktizierte er kurzzeitig als Rechtsanwalt in mehreren Kanzleien und arbeitete ab 1900 als Hilfsrichter am Amtsgericht Dresden. Ein Jahr später trat er in die sächsische Kommunalverwaltung ein, wurde Stadtrat und war seit 1902 Bürgermeister der Stadt Riesa. 1908 wurde er besoldeter Stadtrat in Dresden und von 1911 bis 1916 amtierte er als Oberbürgermeister der Stadt Plauen. Daneben nahm Dehne eine Tätigkeit im sächsischen Staatsdienst auf; er war von 1916 bis 1919 stellvertretender Bevollmächtigter Sachsens zum Bundesrat und wirkte gleichzeitig als Vertreter der sächsischen Industrie- und Handelsinteressen in Berlin. Außerdem war er seit 1916 Vorstandsmitglied des Kriegsernährungsamtes. Darüber hinaus gehörte er von 1913 bis 1917 als Abgeordneter dem Sächsischen Landtag (I. Kammer) an.

Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Dehne von 1918 bis 1924 als Ministerialdirektor die Leitung der Abteilung für Industrie, Handel und Gewerbe im Sächsischen Innenministerium. Er trat in die DDP ein und wurde 1920 in den Sächsischen Landtag gewählt, dem er zunächst bis 1926 und nach erneuter Wahl von 1929 bis 1932 (ab 1930 als Mitglied der DStP) angehörte. Von 1919 bis 1924 war er zunächst stellvertretender Bevollmächtigter und von 1926 bis 1927 dann Bevollmächtigter Sachsens zum Reichsrat. Von August 1924 bis Januar 1926 übernahm er als Direktor die Leitung der Sächsischen Bank. In der von Ministerpräsident Max Heldt geführten Regierung des Freistaates Sachsen amtierte Dehne vom 27. Januar 1926 bis zum 13. Januar 1927 als Finanzminister und vom 13. Januar 1927 bis zum 5. März 1927 als Innenminister. Im Anschluss an seine Regierungstätigkeit war er bis 1937 Präsident des Sächsischen Rechnungshofes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]