Markus Ulbig

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Markus Ulbig 2013

Markus Ulbig (* 1. April 1964 in Zinnwald) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit September 2009 ist er Sächsischer Staatsminister des Innern. Davor war er seit 2001 Oberbürgermeister von Pirna.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Berufsausbildung und Tätigkeit als Funkmechaniker absolvierte Ulbig eine Weiterbildung an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Dresden mit dem Abschluss Verwaltungs-Betriebswirt (VWA). Zusätzlich absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Abschluss Bachelor of Arts Unternehmensführung. Seit 1987 wohnt er in Pirna.

Ulbig arbeitete dort als Büroleiter des Bürgermeisters von Pirna. Als Leiter des Bauordnungs- und Bauverwaltungsamtes in Pirna wurde er 1998 zum Verwaltungsrat ernannt. 1999 wechselte Markus Ulbig als Referent in das Sächsische Innenministerium, wo er bis 2001 tätig war.

Markus Ulbig ist verheiratet und hat vier Kinder.

Politik[Bearbeiten]

Ab 1. August 2001 war Ulbig Oberbürgermeister der Stadt Pirna, er wurde zuletzt am 8. Juni 2008 mit 64,9 % der Stimmen wiedergewählt.

Am 30. September 2009 wurde Ulbig als sächsischer Innenminister in das Kabinett Tillich II berufen und vereidigt. Zu seinem Nachfolger als Oberbürgermeister wurde am 17. Januar 2010 Klaus-Peter Hanke gewählt.[1]

Am 13. April 2012 erhielt Ulbig für die massenhafte Erhebung von Bewegungsdaten durch die sächsische Polizei am 19. Februar 2011 mittels sogenannter Funkzellenabfrage den BigBrotherAward 2012 in der Kategorie „Behörden und Verwaltung“.[2]

Am 8. November 2013 wurde Ulbig für den neuen Wahlkreis 47 (Dresden 7) als CDU-Direktkandidat zur Landtagswahl 2014 nominiert.[3]

Engagement[Bearbeiten]

Markus Ulbig ist seit der Gründung 2002 Schirmherr der Pirnaer Initiative gegen Extremismus und für Zivilcourage.[4] Für sein Engagement bei der lokalen Demokratiegestaltung erhielt Markus Ulbig als damaliger Oberbürgermeister zusammen mit der Aktion Zivilcourage 2009 die Theodor-Heuss-Medaille.[5][6]

Zudem ist er seit Januar 2005 Mitglied bei Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden), einer Organisation mit dem Ziel der Erreichung des Friedens allgemein und speziell der weltweiten Abschaffung von Atomwaffen bis 2020.[7]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Gockel, Thomas/Ulbig, Markus/Voigt, Enrico: Leitfaden für den Wahlkampf von Bürgermeistern und Landräten, 1. Auflage: Saxonia Verlag, 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markus Ulbig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteilung der vorläufigen Endergebnisse der Oberbürgermeisterwahl auf www.pirna.de (Abruf am 17. Januar 2010)
  2. Mitteilung des FoeBuD e.V., abgerufen am 17. April 2012
  3. Übersicht über Nominierungen der CDU-Direktkandidaten zur Landtagswahl 2014, abgerufen am 11. Juli 2014
  4. Markus Ulbig als Schirmherr der Pirnaer Initiative, abgerufen am 24. September 2009
  5. Markus Ulbig und die Aktion Zivilcourage erhalten den Theodor-Heuss-Preis 2009, abgerufen am 24. September 2009
  6. Archiv von www.theodor-heuss-stiftung.de, abgerufen am 23. April 2013
  7. Markus Ulbig auf den Seiten von Mayors for Peace, abgerufen am 24. September 2009