Kadena Air Base

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Kadena Air Base
KadenaAirBaseOkinawa.jpg
Kenndaten
ICAO-Code RODN
IATA-Code DNA
Koordinaten
Basisdaten
Eröffnung April 1945 (USA)
Betreiber United States Air Force
Fläche 1995 ha
Start- und Landebahnen
05R/23L 3689 m × 61 m Beton
05L/23R 3689 m × 91 m Asphalt

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Die Kadena Air Base (kurz: Kadena AB; jap. 嘉手納飛行場, Kadena-hikōjō) ist ein Luftwaffenstützpunkt der US-Luftwaffe auf der japanischen Insel Okinawa, rund 20 Kilometer nordöstlich von Naha. Sie erstreckt sich über die Gemeinden Kadena, Chatan und Okinawa.

Sie verfügt über zwei Start- und Landebahnen von je 3689 Metern Länge und hat eine Fläche von 19,95 km².[1] Rund 18.000 Amerikaner und 4.000 Japaner arbeiteten Ende 2005 auf der oder für die Basis. Geleitet wird sie vom 18. Geschwader der 5. Luftwaffe der Pacific Air Forces. Fest stationiert sind hier rund 80 Luftfahrzeuge des Typs F-15 Eagle, E-3 Sentry, KC-135 Stratotanker und HH-60G Pave Hawk. Dazu kommen MC-130 für Spezial-Einsätze, RC-135 zur Aufklärung und See-Aufklärer P-3 Orion der US-Navy. Nach dem derzeitigen Stationierungskonzept handelt es sich um eine Main Operating Base.

Geschichte[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges eroberte die 7. US-Infanteriedivision am 1. April 1945 (dem ersten Tag der Schlacht um Okinawa) ein Flugfeld nahe dem Ort Kadena. Eine Woche später war die 1.524 Meter (5.000 Fuß) lange Piste aus befestigtem Korallenkalk wieder für den Flugbetrieb hergerichtet, Artillerie-Beobachtungsflugzeuge gehörten zu den ersten Benutzern. Bis August 1945 erweiterten die US-Streitkräfte den Platz für die geplante Invasion von Japan um eine neue 1980 Meter lange Asphaltbahn und verlängerten die alte Bahn auf 2285 Meter für Bomber. Am 7. September 1945 ergaben sich hier die letzten japanischen Kämpfer der Ryūkyū-Inseln den Amerikanern.

Das Flugfeld hieß nach der Eroberung zunächst Kadena Airfield, ab dem 20. November 1945 Kadena Army Air Base und ab dem 8. März 1948 Kadena Air Force Base. Am 1. November 1949 erhielt es schließlich den heutigen Namen Kadena Air Base.

Zwischen 1951 und 1953 wurde die Hauptbahn auf ihre heutige Länge von 3690 m gebracht. Während des Koreakrieges stationierte die US-Luftwaffe vor allem Bomber des Typs B-29 Superfortress in Kadena, die 1954 von F-86-Kampfflugzeugen abgelöst wurden. Ihnen folgten 1957 F-100 Super Sabre, 1962 F-105 Thunderchief und Anfang der 1970er Jahre F-4 Phantom II.

Nach einem US-Japanischen Übereinkommen vom 15. Mai 1972 wurden die Ryukyu-Inseln mit Okinawa wieder von Japan verwaltet. Die US-Streitkräfte räumten kleinere Einrichtungen auf der Insel und konzentrierten sich auf die Kadena Air Base, auch die US-Marine und das US-Marine Corps nutzten sie nun ständig.

Im Vietnamkrieg diente Kadena als Basis für B-52-Bomber, die Höhenaufklärer Lockheed A-12 und SR-71 Blackbird und Tankflugzeuge des Typs KC-135 Stratotanker. Ende der 1970er Jahre übernahmen F-15 Eagle die Rolle der Phantom, dazu kam eine AWACS-Staffel mit E-3 Sentry.

Von Februar bis Mai 2007 verlegte die US-Luftwaffe eine Staffel ihres modernsten Tarnkappen-Kampfjets des Typs F-22 Raptor von Langley nach Kadena. Die Jäger nahmen dort an Übungseinsätzen und Vorführungen teil. Dies war das erste Mal, dass F-22 außerhalb der USA eingesetzt wurden. Im März 2013 haben die USA von Kadena F-22-Jagdflugzeuge nach Südkorea verlegt.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kadena Air Base – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2 空軍. (5) FAC 6037 嘉手納飛行場(Kadena Air Base). In: 沖縄の米軍基地. Präfektur Okinawa, März 2003, S. 298, abgerufen am 4. November 2012 (japanisch).
  2. spiegel.de 31. März 2013: Krise in Fernost: Amerika entsendet F-22-Jets nach Südkorea