Karen Russell

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Karen Russell (2012)

Karen Russell (* 10. Juli 1981 in Miami, Florida[1]) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Karen Russel absolvierte die Senior High School in Coral Gables, Florida.[2] Sie studierte Spanisch an der Northwestern University in Evanston, Illinois, und Belletristik an der Columbia University in New York. Am Bryn Mawr College in Pennsylvania ist sie Professorin für Kreatives Schreiben. Im Frühjahr 2012 war sie Mary Ellen von der Heyden Fiction Fellow an der American Academy in Berlin.[3]

Werk[Bearbeiten]

Ihre Erzählungen und Essays erschienen unter anderem in den Literaturzeitschriften Conjunctions, Five Fingers Review, Granta, The New Yorker, Oxford American, Tin House und Zoetrope: All-Story. Ihre erste Buchveröffentlichung, die 2007 unter dem Titel St. Lucy’s Home for Girls Raised by Wolves erschien, enthält zehn Kurzgeschichten. Ihre zweite Kurzgeschichtensammlung Vampires in the Lemon Grove erschien 2013 und enthält acht weitere Kurzgeschichten. Ihre Kurzgeschichte The Hox River Window (Erstveröffentlichung 2011 in Zeotrope: All Story; in Vampires in the Lemon Grove enthalten unter dem Titel Proving Up) erhielt 2012 den National Magazine Award in der Kategorie Fiction. Die Erzählung Ava Wrestles the Alligator erweiterte sie zu ihrem ersten Roman, Swamplandia!

Swamplandia! handelt von dem Auseinanderbrechen einer Familie, die eine heruntergekommene auf Alligatoren-Wrestling spezialisierte Freizeitattraktion in den Everglades betreibt beziehungsweise betrieb. Der Roman war gemeinsam mit Denis Johnsons Train Dreams und David Foster Wallaces The Pale King (postum) für den Pulitzer-Preis für Belletristik 2012 nominiert. Die Jury, bestehend aus Susan Larson, Maureen Corrigan und Michael Cunningham, konnte sich jedoch nicht entscheiden, so dass der Preis in diesem Jahr nicht vergeben wurde.[4] Übersetzungen von Swamplandia! erschienen auf Deutsch (übersetzt von Simone Jakob), Französisch (übersetzt von Valérie Malfoy), Italienisch (übersetzt von Clara Nubile), Katalanisch (übersetzt von Marta Pera Cucurell) und Spanisch (übersetzt von Isabel Margelí Bailo).

Werke[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2005: Transatlantic Review/Henfield Foundation Award
  • 2006: Nominierung für den James Tiptree, Jr. Award für die Kurzgeschichtensammlung St. Lucy’s Home for Girls Raised by Wolves[5]
  • 2011: Bard Fiction Prize des Bard Colleges für die Kurzgeschichtensammlung St. Lucy’s Home for Girls Raised by Wolves
  • 2011: Aufnahme von Swamplandia! in die Liste der fünf besten Romane 2011 der New York Times[6]
  • 2012: New York Public Library’s Young Lions Fiction Award für Swamplandia![7]
  • 2012: National Magazine Award in der Kategorie Fiction für The Hox River Window
  • 2012: Shirley Jackson Award in der Kategorie Novelette für Reeling for the Empire[8]
  • 2013: MacArthur Fellowship

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karen Russell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview in der Serie 20 Under 40 des Magazines The New Yorker vom 14. Juni 2010 (englisch)
  2. Karen Russell, Coral Gables Author Of "Swamplandia!", Snubbed For Fiction Pulitizer. Artikel vom 16. April 2012 von Amanda McCorquodale in der Onlinezeitung The Huffington Post (englisch)
  3. Karen Russell auf der Website der American Academy in Berlin
  4. Pulitzer Prize board has shirked its duty. Artikel von Sameer Rahim in der britischen Tageszeitung The Telegraph vom 17. April 2012 (englisch)
  5. Nominierungen für den James Tiptree, Jr. Award 2006 in der Internet Speculative Fiction Database (englisch)
  6. The 10 Best Books of 2011. Artikel in der New York Times vom 30. November 2011 (englisch). Die anderen ausgewählten Romane waren The Art of Fielding von Chad Harbach, Der Anschlag (11/22/63) von Stephen King, The Thousand Saints von Eleanor Henderson und The Tiger' Wife von Téa Obreht.
  7. Karen Russell Wins NYPL’s Young Lions Award. Meldung in der Fachzeitschrift Publishers Weekly vom 15. Mai 2012 (englisch)
  8. Gewinner des Shirley Jackson Awards 2012 auf locusmag.com (englisch)