David Foster Wallace

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
David Foster Wallace (2006)

David Foster Wallace (* 21. Februar 1962 in Ithaca, New York; † 12. September 2008 in Claremont, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Hochschullehrer. Bekannt wurde er durch seinen 1996 veröffentlichten Roman Unendlicher Spaß (Infinite Jest)[1][2], den das Magazin Time zu einem der wichtigsten englischsprachigen Romanen wählte, die zwischen 1923 und 2005 erschienen.[3] Wallace' Leben war von seinem Kampf gegen seine schwere Depression und seine Alkoholabhängigkeit gekennzeichnet. Er nahm sich im Alter von 46 Jahren während einer schweren Depressionsphase das Leben.

David Ulin, Literaturkritiker der Los Angeles Times, bezeichnete Wallace in einem Artikel nach dessen Selbstmord als „einen der einflussreichsten und innovativsten Schriftsteller der letzten 20 Jahre.“[1] Andreas Borcholte nannte in einem Nachruf für den Spiegel seine Romane, Erzählungen und Essays das intellektuell und künstlerisch Verwegenste, was die moderne amerikanische Literatur in den vergangenen Jahren hervorgebracht habe.[4] Zum literarischen Nachlass von Wallace zählte ein nicht vollendeter Roman, der 2011 unter dem Titel The Pale King (deutscher Titel: Der bleiche König) erschien. Dieser Roman war 2012 für den Pulitzer-Preis nominiert, die Jury konnte sich in diesem Jahr nicht darauf einigen, wer der drei Finalisten der Preisträger sein sollte.[5]

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

David Foster Wallace wurde 1962 als erstes Kind von James Donald Wallace und Sally Foster Wallace geboren. Seine Schwester Amy kam 1964 zur Welt. Wallace wuchs in dem kleinen Ort Philo südlich von Urbana, Illinois auf, dessen für den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten typisches Kleinstadtleben er in zahlreichen Essays und Kurzgeschichten verarbeitete.

Wallace' Vater stammte aus einer akademischen Familie und übernahm, nachdem er sein Philosophiestudium an der Cornell University abgeschlossen hatte, im Herbst 1962 einen Lehrauftrag an der Universität Illinois in Urbana-Champaign. Seine Mutter hatte einen ländlicheren Hintergrund: Ihr Vater baute in Maine Kartoffeln an. Ein Stipendium hatte es ihr ermöglicht, in einem Internat ihren Highschool-Abschluss zu machen. Sie hatte dann am Mount Holyoke College Englisch studiert, nach ihrer Heirat ihren Master in Englisch gemacht und begann Englisch am Parkland College in Champaign zu unterrichten, als Wallace zehn Jahre alt war.[6] Seine Leidenschaft für perfekte Grammatik und treffende Wortwahl führt David Foster Wallace auch während des Jahrzehnts, in dem sein Verhältnis zu seiner Mutter sehr distanziert war, auf ihren Einfluss zurück.

Sally Fosters Enthusiasmus für grammatikalisch korrekte Sprache konnte extreme Formen annehmen: Wenn während des Abendessens eines der Familienmitglieder einen grammatikalischen Fehler machte, hüstelte sie leise, bis der Sprecher seinen Fehler bemerkte, und sie protestierte in Supermärkten, wenn sie über der Express-Kasse das Schild „Zehn Teile oder weniger“ sah. Mit genauso großer Leidenschaft erfand sie Worte für Dinge, die die englische Sprache nicht benannte. So bezeichnete sie mit „Greebles“ die Flusen, die nackte Füße ins Bett tragen und mit „Fantods“ das Gefühl großer Angst oder Abscheu. In der Figur der Avril Incandanza, der Mitbegründerin der „Militanten Grammatiker von Massachusetts“, porträtierte Wallace in Unendlicher Spaß auch seine Mutter.[7]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Wallace bezeichnete seine Kindheit als glücklich und durchschnittlich.[8] Bücher spielten in seiner Kindheit eine große Rolle: Er war begeisterter Leser der Hardy Boys, einer Kriminalromanserie für Jugendliche, des Zauberers von Oz, der Bücher von P. G. Wodehouse und Dune, einem Science Fiction-Roman von Frank Herbert.[9] Eine nicht minder große Rolle spielte das Fernsehen. Gemeinsam mit seiner Familie sah er Serien wie Mary Tyler Moore, All in the Family und M*A*S*H. Mit zwölf Jahren gaben ihm seine Eltern einen eigenen Schwarzweiß-Fernseher und er verbrachte so viel Zeit mit Serien wie Hogan's Heroes und Raumschiff Enterprise, dass seine Eltern das zunehmend als besorgniserregend empfanden. Wallace selber nannte in einem späteren Interview dieses intensive Fernsehen einen der wesentlichen Einflussfaktoren seiner schizophrenen Jugend.[10]

Kurz vor seinem Tod gab Wallace in einer Zusammenfassung seiner Krankheitsgeschichte an, dass er den ersten Depressionsschub im Alter von neun oder zehn Jahren durchlebt habe. Weder seine Eltern noch seine Schwester konnten sich nach seinem Tod an solch eine frühe depressive Phase erinnern. Wallace empfand sich zunehmend als unbedeutend und unattraktiv, hatte das Gefühl, den Erwartungen seiner Eltern nicht zu genügen, und litt darunter, dass er stark schwitzte.[11] Nach Ansicht seines Biografen D. T. Max waren es letztlich Tennis und Marihuana, die ihm halfen, die Highschool-Zeit durchzustehen. Er war der erste unter seinen Schulkameraden, der anfing, Tennis zu spielen, und schaffte es im Alter von 14 Jahren bis auf Rang 17 der regionalen Junior-Liga.[12] In einem 1990 veröffentlichen Essay über seine Erfahrungen als Tennisspieler gab er jedoch selbstkritisch zu, dass seine Begabung in diesem Sport begrenzt war:

„Meine Tändelei mit Tennisexzellenz hatte weit mehr mit einer bizarren Neigung zu intuitiver Mathematik und mit der kleinstädtischen Umgebung zu tun, in der ich lernte und trainierte, als mit sportlichem Talent. Selbst gemessen an den Maßstäben einer Junior-Liga, in der jeder ein vielversprechendes Talent ist, war ich ein ziemlich unbegabter Tennisspieler. Meine Koordination war o.k., aber ich war weder groß noch schnell, hatte beinahe eine Hühnerbrust, Handgelenke, die so schmal waren, dass ich sie mit Daumen und kleinem Finger umspannen§ konnte, und ich konnte einen Tennisball nicht härter oder genauer spielen als die meisten Mädchen in meiner Altersklasse. Aber ich war in der Lage, „mit dem ganzen Platz zu spielen“.“[13]

Diese Fähigkeit beruhte darauf, dass der mathematisch hochbegabte Wallace bei seinem Spiel intuitiv Aufschlagswinkel erfassen und auch die Einwirkung des in Illinois stets wehenden Winds einbeziehen konnte. Als nicht weniger bedeutsam schätzte er seine, in seinen Worten zengleiche Akzeptanz der zufälligen Einflüsse von Wind und Qualität des Tennisplatzes auf das Spielergebnis, die begabtere Tennisspieler als ihn so aufregten, dass sie gegen Ende eines Matches unkonzentriert spielten.[14] Tennis war in den 1970er Jahren in Illinois eine noch weitgehend exotische Sportart, die nur von wenigen Jugendlichen betrieben wurde, und unter diesen Jugendlichen fand er Freunde, mit denen er ein Leben lang verbunden blieb.[15] In der 9. Klasse wurde er Mitglied des Tennisteams seiner Highschool, das in einer Zeit, in der Tennisspieler noch überwiegend weiß gekleidet spielten, ihren Outsider-Status durch das Tragen von Bandanas, abgeschnittenen T-Shirts und bunten Schnürsenkel betonte.[16]

Marihuana war zwar eine illegale Droge, jedoch im Mittleren Westen gegen Ende der 1970er Jahre überall einfach zu beschaffen und weitgehend toleriert. Die Eltern nahmen es hin, dass Wallace nach der Schule zunächst Marihuana rauchte, bevor er sich an seine Hausaufgaben machte. Dazu trug möglicherweise auch bei, dass seine ungewöhnliche Begabung zunehmend erkennbarer wurde. Gleichzeitig durchlebte er immer häufiger Panikattacken, die mit starkem Schwitzen einhergingen, das er zu verbergen suchte, indem er stets seinen Tennisschläger und ein Handtuch bei sich trug, um so zu suggerieren, dass er nur so stark schwitze, weil er gerade vom Sport käme. Seinen Eltern war das Ausmaß und die Bedeutung dieser Panikattacken nicht klar. Sie gestatteten ihm jedoch, zu Hause zu bleiben, wenn er sich außer Stande fühlte, zur Schule zu gehen, und hofften, dass sie enden würden, sobald Wallace zu studieren begann. Seine gelegentlichen Wutausbrüche, die im Nachhinein als Symptom seiner schweren Depressionen erklärbar sind, waren zu sporadisch, um auf seine psychische Störung hinzuweisen.[17]

Studium[Bearbeiten]

Amherst College: Die Studentenwohnheime College Row im typischen Backsteinstil

Wie schon sein Vater studierte Wallace ab Herbst 1980 am renommierten Amherst College, zunächst Logik, Philosophie und Mathematik. Seine ungewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten zeigten sich auch am College. Nach seinem ersten Studienjahr erhielt er einen Preis als Student mit dem besten Notendurchschnitt. Er blieb zunächst ein Außenseiter, fand aber während des zweiten Semesters in Mark Costello einen lebenslangen Freund, der einen ähnlichen Hintergrund wie er hatte und unter dessen Einfluss er sich zunehmend mehr in Amherst einlebte.[18] Gegen Ende des dritten Semesters durchlebte Wallace allerdings erneut eine depressive Phase. Eine seiner Professoren erfasste die Situation und stellte sicher, dass Wallace einen Therapeuten aufsuchte. Wenig später unterbrach Wallace sein Studium und kehrte zu seinen Eltern zurück. Erst im Herbst 1982 hatte er sich so weit erholt, dass er sein Studium wieder aufnehmen konnte und unverändert hervorragende Noten erhielt. Gemeinsam mit Costello ließ er das satirische College-Magazin Sabrina wieder aufleben, dessen Vorbild der Harvard Lampoon war.[19] Ähnlich wie zuvor durch seine Erfolge als Tennisspieler fand er dadurch eine kleine Gruppe ähnlich gesinnter Freunde. Einer seiner Freunde aus dieser Zeit erinnert sich, dass ihre Unterhaltungen zwischen Themen wie Wittgenstein, dem New Deal, aktueller Politik, mathematischer Logik, scharfen Mädchen und Immanuel Kant hin und her sprangen.[20] Unverändert rauchte Wallace häufig Marihuana. Einem seiner Freunde riet er hingegen von anderen Drogen ab:

„Nimm kein LSD und nimm kein Kokain, denn die sind gefährlich und teuer, in dieser Reihenfolge... Pilze machen Spaß, sie bringen dich zum Kichern und sorgen dafür, dass du dich für smarter hältst, als du bist -- was für eine Weile ganz lustig ist.“[21]

Nach wie vor war Wallace ein intensiver Leser, der fast alles, was in den Bücherregalen seiner Eltern stand, gelesen hatte. Die beiden Autoren, die bewirkten, dass sich Wallace ernsthafter mit den Möglichkeiten von Literatur auseinandersetzte, waren Donald Barthelme und Thomas Pynchon, beides bedeutende Vertreter der amerikanischen Postmoderne. Insbesondere der Einfluss von Pynchons Roman The Crying of Lot 49 (dt: Die Versteigerung von Los 49) kann nach Auffassung von Wallace’ Biograf Max nicht hoch genug geschätzt werden. Pynchons Roman nimmt Bezug auf die Popkultur, TV-Shows und Thriller, die die amerikanische Kultur prägen. Die Ironie und der Witz von Pynchons Stil entsprach auch dem, was Wallace und Cordello mit ihrem Hochschulmagazin Sabrina erreichen wollten.[22]

Alan Lelchuk

Im Spätsommer 1983 durchlebte Wallace erneut eine Depressionsphase und erhielt Tofranil verschrieben, das ihn aber apathisch machte. Er zog sich zunehmend zurück und begann über Selbstmord nachzudenken. Im Herbst unterbrach er erneut sein Studium, obwohl er gerade ein Stipendium als vielversprechendster Philosophiestudent gewonnen hatte, das er jetzt zurückzahlen musste.[23] Unter dem Einfluss seines Therapeuten wurde ihm zunehmend bewusst, dass er an einer endogenen Form von Depression litt, die ihn sein Leben lang begleiten würde. In dieser Zeit entstand eine der ersten Kurzgeschichten, die Merkmale aufweist, wie sie für die späteren Werke von Wallace charakteristisch sind. The Planet Trillaphon as It Stands in Relation to the Bad Thing weist in seiner Schilderung der Erfahrungen eines depressiven Studenten zahlreiche autobiografische Bezüge auf und wurde nach Wallace’ Rückkehr ans College in der Amherst Review, dem Literaturmagazin von Amherst, veröffentlicht.[24] Am College belegte er jetzt vorwiegend Literaturkurse. Am einflussreichsten wurde ein Seminar in Kreativem Schreiben, das von dem Schriftsteller Alan Lelchuk gegeben wurde. Lelchuk, ein dem Realismus verpflichteter Autor, war zwar nicht begeistert von den Arbeiten, die Wallace ihm vorlegte, gestand ihm aber ein ungewöhnliches Talent zu.[25]

1985 schloss Wallace sein Studium am Amherst College ab und erhielt sowohl in Philosophie als auch in Literatur ein summa cum laude. Seine Bachelorarbeit über Modallogik brachte ihm den Gail Kennedy Memorial Prize ein. Aus seiner Examensarbeit zur englischen Literatur entwickelte er später seinen ersten Roman „Der Besen im System“ ’’(The Broom of the System)’’.

Wirken[Bearbeiten]

1987 beendete Wallace sein Studium an der University of Arizona mit einem Master in Kreativem Schreiben. Sein begonnenes Promotionsstudium in Philosophie an der Harvard University brach er 1992 ab, um einen Lehrauftrag an der Illinois State University anzunehmen. Seit 2002 lehrte er als Professor für englische Literatur und Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien.

1997 war er MacArthur Fellow.

Krankheit und Tod[Bearbeiten]

Am 12. September 2008 nahm sich Wallace in seinem Haus in Claremont das Leben. Sein Vater erklärte der Presse, sein Sohn habe seit 20 Jahren an schweren Depressionen gelitten und sei nur mit Hilfe von Medikamenten in der Lage gewesen, zu arbeiten.[26] Angesichts auftretender Nebenwirkungen habe er diese jedoch nach Absprache mit seinem Arzt vorübergehend abgesetzt und sich im Sommer 2008 in einem Krankenhaus alternativ einer Elektrokrampftherapie unterzogen, die aber keine Besserung bewirkte. Schließlich erzielte auch der erneute Versuch einer medikamentösen Behandlung nicht mehr die von Wallace gewohnten Resultate. Sein Vater äußerte die Vermutung, sein Sohn habe seinen Zustand zuletzt nicht mehr ausgehalten.[27][28]

Schreiben[Bearbeiten]

Mit dem postmodernen Roman Unendlicher Spaß (Infinite Jest) gelang Wallace 1996 der Durchbruch als Romanautor. Das Werk wurde aufgrund seiner Komplexität lange Zeit nicht ins Deutsche übersetzt. Erst Ulrich Blumenbach wagte sich an die anspruchsvolle Übersetzung, die insgesamt sechs Jahre in Anspruch nahm und 2009 erschien. Blumenbach erhielt für seine Arbeit 2010 den Preis der Leipziger Buchmesse.

Wallace, der zunächst durch Romane bekannt wurde, wandte sich in seinen letzten Lebensjahren von dieser Gattung ab. 2003 veröffentlichte er ein Sachbuch über den deutschen Mathematiker Georg Cantor. Danach schrieb er noch einen Band mit Erzählungen (Oblivion, 2004) sowie einen Band mit Essays (Consider the Lobster and Other Essays, 2005), bevor er drei Jahre vor seinem Tod literarisch verstummte. In seinem Nachlass fand sich ein Romanfragment mit dem Titel The Pale King, das im April 2011 posthum veröffentlicht wurde. An der Übersetzung arbeitete Ulrich Blumenbach seit August 2011, die deutsche Fassung erschien am 7. November 2013 unter dem Titel Der bleiche König.

Wallaces Texte fallen durch ihren Wortreichtum wie auch durch ihre komplexe Syntax auf. Seine radikale, ironische, oft das Absurde unterstreichende Schreibweise wurde mit der von James Joyce und Thomas Pynchon verglichen. Sein Thema war die Identitätssuche des modernen Menschen, der Wunsch des Individuums nach Kommunikation, Zugehörigkeit und Lebensinhalt. Dabei zeigte er ein ausgeprägtes Gespür für den Jargon des Alltags. Es gelang ihm auch, das alltägliche verbale Dauerfeuer aus Informationen und Soundbites, das aus den unterschiedlichsten Medien auf den Menschen niederprasselt, literarisch so zu verarbeiten, dass dessen mögliche Bedeutungslosigkeit sinnfällig wird.[29] Als typisch für seinen Stil gilt auch der massive Einsatz von Fußnoten.

Werke[Bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten]

  • 1987: The Broom of the System. Viking Penguin, New York.
  • 1989: Girl with Curious Hair. (Stories). Norton, New York.
    • Kleines Mädchen mit komischen Haaren - Stories. Deutsche Übersetzung von Marcus Ingendaay. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001, ISBN 3-462-02975-4
    • Alles ist grün: Stories. Deutsche Übersetzung von Ulrich Blumenbach. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04327-3
  • 1996: Infinite Jest. A Novel. Little, Brown and Company, Boston.
  • 1999: Brief Interviews with Hideous Men. (Stories). Little, Brown and Company, Boston.
    • Kurze Interviews mit fiesen Männern. Deutsche Übersetzung von Marcus Ingendaay. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002, ISBN 3-462-03079-5
  • 2004: Oblivion. (Stories). Little, Brown and Company, New York.
    • 1. Teil: In alter Vertrautheit. Deutsche Übersetzung von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2006, ISBN 3-462-03727-7
    • 2. Teil: Vergessenheit. Deutsche Übersetzung von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 3-462-03974-1
  • 2011: The Pale King. An Unfinished Novel. Little, Brown and Company, New York. ISBN 978-0-316-07423-0

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 1990 Signifying Rappers: Rap and Race In the Urban Present (mit Mark Costello)
  • 1997 A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again: Essays and Arguments
  • 2003 Everything and More: A Compact History of Infinity
  • 2005 Consider the Lobster and Other Essays
    • Titelessay erschienen als: Am Beispiel des Hummers, dt. von Marcus Ingendaay; Hamburg: Arche 2009, ISBN 978-3-7160-2611-3
  • 2009 This is Water: Some Thoughts, Delivered on a Significant Occasion, about Living a Compassionate Life (Ansprache vor Studenten von 2005)
  • 2010 Fate, Time, and Language: An Essay on Free Will (Erstveröffentlichung von DFWs Mitte der 1980er verfasste Abschlussarbeit als Philosophiestudent in Amherst über Richard Taylor, inkl. anderer Artikel über Wallace und Taylor)

Literatur[Bearbeiten]

Biografien[Bearbeiten]

  • D. T. Max: Every Love Story is a Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. Granta Publications, London 2012, ISBN 978-1-84708-494-1.

Übersichten[Bearbeiten]

  • James Rother, „Reading and Riding the Post-Scientific Wave. The Shorter Fiction of David Foster Wallace.“ Review of Contemporary Fiction 13.2 (1993), 216-234, ISBN 1-56478-123-2
  • Marshall Boswell, Understanding David Foster Wallace. Columbia: University of South Carolina Press, 2003, ISBN 1-57003-517-2
  • Iannis Goerlandt und Luc Herman, „David Foster Wallace.“ Post-war Literatures in English: A Lexicon of Contemporary Authors 56 (2004), 1-16; A1-2, B1-2.

Studien[Bearbeiten]

  • Tom LeClair: The Prodigious Fiction of Richard Powers, William Vollmann, and David Foster Wallace. Critique: Studies in Contemporary Fiction. 38.1 (1996), S. 12-37
  • Frank Louis Coffi: An Anguish Becomes Thing: Narrative as Performance in David Foster Wallace’s Infinite Jest. Narrative. 8.2 (2000), 161-181
  • Catherine Nichols: Dialogizing Postmodern Carnival: David Foster Wallace’s Infinite Jest. Critique: Studies in Contemporary Fiction. 43.1 (2001), S. 3-16
  • Stephen Burn: Generational Succession and a Source for the Title of David Foster Wallace’s The Broom of the System. Notes on Contemporary Literature 33.2 (2003), 9-11
  • Stephen Burn: David Foster Wallace’s Infinite Jest: A Reader’s Guide. Continuum, New York, London 2003, ISBN 0-8264-1477-X
  • Michael Harris: A Sometimes Funny Book Supposedly about Infinity: A Review of Everything and More.“ Notices of the AMS. 51.6 (2004), S. 632-638 (pdf-Volltext)
  • Iannis Goerlandt: Put the book down and slowly walk away: Irony and David Foster Wallace's Infinite Jest. Critique: Studies in Contemporary Fiction 47.3 (2006), S. 309-328.
  • Iannis Goerlandt: Still steaming as its many arms extended: Pain in David Foster Wallace's Incarnations of Burned Children. Sprachkunst 37.2 (2006), S. 297-308
  • Iannis Goerlandt: Fußnoten und Performativität bei David Foster Wallace. Fallstudien. Am Rande bemerkt. Anmerkungspraktiken in literarischen Texten. Kulturverlag Kadmos - Ed. Bernhard Metz & Sabine Zubarik, Berlin 2008, S. 387-408

Interviews[Bearbeiten]

  • Larry McCaffery: An Interview with David Foster Wallace. Review of Contemporary Fiction. 13.2 (1993), 127-150, ISBN 1-56478-123-2
  • Laura Miller: The Salon Interview: David Foster Wallace. Salon 9 (1996).
  • The Usage Wars. Radiointerview mit David Foster Wallace und Brian Garner. Für The Connection (30. März 2001).
  • Michael Goldfarb: David Foster Wallace. Radiointerview für The Connection am 25. Juni 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: David Foster Wallace – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Writer David Foster Wallace found dead, The Los Angeles Times, Claire Noland and Joel Rubin. September 14, 2008. 
  2. Writer David Foster Wallace Dies, The Wall Street Journal, AP. September 14, 2008. Archiviert vom Original am September 22, 2008. Abgerufen am April 2, 2012. 
  3. Auswahl des Time Magazins, aufgerufen am 7. April 2014
  4. Andreas Borcholte: Kult-Schriftsteller David Foster Wallace tot aufgefunden. Artikel vom 14. September 2008, aufgerufen am 9. April 2014
  5. Staff: Book lovers react bitterly to no fiction Pulitzer, Reuters. 17. April 2012. Abgerufen am 25. Januar 2014. 
  6. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 1.
  7. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 2.
  8. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 3.
  9. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 5.
  10. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 6. Im Original spricht Wallace von ...this schizogenic experience I had growing up.
  11. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 6 und S. 7.
  12. Wallace: "Derivative Sport in Tornado Alley" In: A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again. London: Abacus 1998. S. 3-20, hier: 4.
  13. Wallace: "Derivative Sport in Tornado Alley" In: A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again. London: Abacus 1998. S. 3-20. Im Original lautet das Zitat: My flirtation with Tennis excellence had way more to do with the township where I learned and trained and with a weird proclivity for intuitive math than it did with athletic talent. I was, even by the standards of junior competition in which everyone's a bud of pure potential, a pretty untalented Tennis player. My hand-eye was OK, but I was neither large nor quick, had a near-concave chest and wrists so thin I could bracelet them with a tumb and pinkle, and could hit a Tennis ball no harder or truer than most girls in my age bracket. What I could do was “Play the Whole Court”.
  14. Wallace: "Derivative Sport in Tornado Alley" In: A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again. London: Abacus 1998. S. 3-20.
  15. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 10.
  16. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 9.
  17. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 12.
  18. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 19-22.
  19. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 26.
  20. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 27.
  21. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 30. Im Original lautet das Zitat Don't do LSD, and don't do coke, because they're both dangerous and expensive in that order.... mushrooms are fun and giggly and they make you think you're smarter than you are ... which is fun for a while.
  22. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 31.
  23. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 32 und S. 33.
  24. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 35.
  25. Max: Every Love Story Is A Ghost Story. A Life of David Foster Wallace. 2012, S. 39.
  26. Wallace selbst hat die unerträglichen Qualen seiner Erkrankung ausführlich am Beispiel der selbstmordgefährdeten Romanfigur Kate Gompert beschrieben, der er ein eigenes Kapitel (S. 99-114) in Unendlicher Spaß widmete.
  27. The last days of David Foster Wallace, Bericht (engl.) auf der Website salon.com, abgerufen am 17. Juni 2009
  28. The New York Times, Bruce Weber, 14. September 2008
  29. Spiegel-Online: David Foster Wallace tot aufgefunden