Karlheinz Kaske

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Karlheinz Kaske (* 19. April 1928 in Essen; † 27. September 1998 in Berg/Starnberger See) war Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Leben[Bearbeiten]

Kaske studierte Physik an der RWTH Aachen und promovierte zum Dr.-Ing. in Karlsruhe. Nach seiner Tätigkeit als Entwicklungsingenieur bei Siemens & Halske Wernerwerke in Karlsruhe (1950 bis 1953) war er Dozent für Elektrotechnik und elektrische Messtechnik an der Bergakademie in Aachen. Er kehrte als Leiter des Vertriebsgebietes Kraftwerksautomatisierung zu Siemens in Karlsruhe zurück. 1967 war er als Gastwissenschaftler bei Fuji Denki Electric in Tokio tätig. Danach war er in der Planungsabteilung der Siemens AG beschäftigt und beteiligt bei der Planung, die zur Zusammenführung der eigenständigen Siemens-Gesellschaften zur Siemens AG führte. Er leitete das Nürnberger Zählerwerk bis 1973 und anschließend in dem Geschäftsbereich Mess- und Prozesstechnik und den Hauptbereich Gemeinsame Technische Aufgaben. 1975 wurde er in den Siemens-Vorstand berufen und ab 1977 stand er dem Bereich Energietechnik vor. Am 28. Januar 1981 wurde Kaske zum Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG ernannt. Diese Funktion übte er bis zum 30. September 1992 aus.

Nebenberuflich war er an der Fakultät für Elektrotechnik an der Technischen Universität München zunächst Lehrbeauftragter und 1994 wurde er zum Honorarprofessor bestellt.

Unter dem Vorstandsvorsitzenden Kaske wurde innerhalb Siemens der technologische Wandel von der Elektromechanik zur Elektronik sowie die Auslandsgeschäfte vorangetrieben. Ferner wurde unter seiner Ägide den operativen Einheiten mehr Eigenverantwortung übertragen.

Literatur[Bearbeiten]

  • „Karlheinz Kaske“, in: Wilfried Feldenkirchen / Eberhard Posner: Die Siemens-Unternehmer. Kontinuität und Wandel 1847-2005. Zehn Portraits. München 2005 (S. 176-189).
  • Daniela Decurtins: Siemens. Anatomie eines Unternehmens. Frankfurt und Wien 2002.

Weblinks[Bearbeiten]