Keolis

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Keolis S.A.
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Sitz Paris, Frankreich
Leitung Jean-Pierre Farandou[1]
Mitarbeiter 50.150[2]
Umsatz 4,98 Mrd. Euro (2012)[3]
Branche Verkehr
Website www.keolis.com

Die Keolis S.A. mit Sitz in Paris ist eine international im Personenverkehr tätige Tochtergesellschaft der SNCF. Die deutsche Tochter der Keolis ist in Berlin ansässig, besitzt den Status eines Eisenbahnverkehrsunternehmens und betreibt unter dem Markennamen eurobahn von Hamm aus Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und seit dem 13. Dezember 2009 auch eine Strecke in die Niederlande.

Kennzahlen[Bearbeiten]

Die Keolis-Gruppe beschäftigt 50.150 Mitarbeiter in acht europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden) sowie in Australien, den USA und Kanada. Sie befördert in U-Bahnen, Straßenbahnen, Seilbahnen, Zügen und insgesamt 12.000 Bussen jährlich rund 1,8 Milliarden Reisende. In Frankreich ist Keolis größter Anbieter von Öffentlichem Personennahverkehr, betreibt rund 80 Stadtverkehrsnetze (davon vier mit zum Teil vollautomatisch verkehrenden U-Bahnen). Der Umsatz des Unternehmens liegt bei 5 Mrd. Euro weltweit (2012), davon wurden 47 Prozent außerhalb Frankreichs erzielt. Eisenbahnpersonenverkehr betreibt die Keolis-Gruppe auf 2.700 Streckenkilometern in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden. Als Nahverkehrsdienstleister betreibt Keolis in Frankreich auch Vermietstationen für Automobile, Fahrräder und Segway-Roller.

Geschichte[Bearbeiten]

Keolis entstand im Jahr 2001 durch den Zusammenschluss der französischen Nahverkehrskonzerne VIA-GTI, der zum damaligen Zeitpunkt von BNP Paribas kontrolliert war, und Cariane, eine Tochter der SNCF; nach der Fusion hielt die SNCF 43,5 Prozuent der Anteile. 2004 kauft der Finanzinvestor [3i] die Mehrheitsanteile von BNP Paribas; und gibt seinen Anteil 2007 an die Finanzinvestoren Caisse de dépôt et placement du Québec, Axa Private Equity und Pragma ab. Im Februar 2010 erhöhte die SNCF durch die Fusion von Keolis und dem französischen Verkehrsdienstleister EFFIA ihren Anteil von 45,4 auf 56,7 Prozent.[4]

Seit April 2012 ist Keolis zu 70 Prozent im Besitz der französischen Staatsbahn SNCF, nachdem sie die Anteile von Axa und Pragma übernommen hatte. Die Caisse de dépôt et placement du Québec bleibt mit nun 30 Prozent weiter beteiligt.[5]

Die US-Tochter erhielt 2014 den Zuschlag der Massachusetts Bay Transportation Authority für einen Vertrag im Wert von 2,7 Mrd. US$ über acht Jahre.[6]

Keolis USA bewirbt sich auch um den Bau einer neuen Strecke für die Washington Metro und stieß dabei auf den Widerstand von Holocaust-Überlebenden, die vom Mutterkonzern SNCF Entschädigungen fordern.[7]

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Wolff: Deutsche Klein-und Privatbahnen. Band 11: Niedersachsen 3 - Südlich des Mittellandkanals. EK-Verlag, Freiburg 2009, ISBN 978-3-88255-670-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Keolis / Farandou remplace Azéma. Ville Rail & Transports, 2. August 2012, abgerufen am 27. März 2013 (französisch).
  2. Keolis setzt Wachstum 2011 durch neue Geschäftsabschlüsse in Frankreich und weltweit fort. 15. März 2012, abgerufen am 18. April 2012.
  3. Internetauftritt der Keolis (Zugriff 2. Mai 2012)
  4. Fusion von Keolis und Effia abgeschlossen. SNCF ist nun Mehrheitsgesellschafterin von Keolis. 8. Februar 2010, abgerufen am 18. April 2012.
  5. La SNCF se renforce dans sa filiale Keolis. Le Figaro, 18. April 2012, abgerufen am 3. Mai 2013 (französisch).
  6. https://www.bostonglobe.com/metro/2014/03/06/losing-company-sues-block-commuter-rail-contract-with-mbta/9OySq4fC1ll3S1QeZaoW9O/story.html
  7. French railway firm finally set to pay reparations in the U.S. for transporting 76,000 Jews to Nazi death camps as it seeks to secure billion dollar contract

Weblinks[Bearbeiten]

48.8707722.328017Koordinaten: 48° 52′ 15″ N, 2° 19′ 41″ O