Thameslink

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Bedford–London–Brighton
Thameslink-Waggon im Bahnhof East Croydon
Thameslink-Waggon im Bahnhof East Croydon
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 750 V =
Stromsystem: 25 kV 50 Hz ~
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Bedford
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Flitwick
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Harlington
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Leagrave
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Luton
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Luton Airport Parkway
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Harpenden
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St Albans
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Radlett
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Elstree & Borehamwood
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Mill Hill Broadway
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Hendon
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Cricklewood
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West Hampstead Thameslink
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Kentish Town
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St Pancras ab 2007
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King’s Cross Thameslink bis 2007
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Farringdon
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Barbican bis März 2009
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Moorgate bis März 2009
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Snow-Hill-Tunnel Nordportal
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City Thameslink
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Snow-Hill-Tunnel Südportal
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Blackfriars
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Themse Blackfriars Railway Bridge
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London Bridge
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Elephant & Castle
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Loughborough Junction
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Herne Hill
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Tulse Hill
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Streatham
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Tooting
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Mitcham Junction
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Haydons Road
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Hackbridge
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Wimbledon
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Carshalton
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Wimbledon Chase
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Sutton
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South Merton
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West Sutton
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Morden South
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Sutton Common
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St. Helier
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East Croydon
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Redhill
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Gatwick Airport
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Three Bridges
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Balcombe
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Haywards Heath
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Wivelsfield
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Burgess Hill
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Hassocks
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Preston Park
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Brighton

Thameslink ist eine 225 km lange Eisenbahnstrecke mit 50 Haltestellen, die in Nord-Süd-Richtung von Bedford durch London nach Brighton führt. Die S-Bahn-ähnliche Strecke bedient auch die Flughäfen London-Gatwick und London-Luton. Pro Jahr befördert Thameslink etwa 40 Millionen Reisende. Der größte Teil der Strecke führt über die Brighton Main Line und den südlichen Teil der Midland Main Line. Im Londoner Stadtzentrum führt sie durch den Snow-Hill-Tunnel. Der Betrieb erfolgte zunächst durch die Eisenbahngesellschaft Govia, seit dem 1. April 2006 ist First Capital Connect dafür verantwortlich.

Nördlicher Teil[Bearbeiten]

Bahnhof Farringdon von Norden aus gesehen, an den Thameslink-Gleisen rechts im Bild ist der Beginn der Stromschienen zu erkennen
Bahnhof Farringdon in Blickrichtung Nordwest – links die mit zwei Bahnstromsystemen ausgestatteten Thameslink-Gleise, rechts die U-Bahn-Gleise
Thameslink-Zug bei Verlassen des Bahnhofs Blackfriars kurz vor der Einfahrt in den Snow-Hill-Tunnel
Bahnhof Blackfriars und Blackfriars Railway Bridge von Südosten aus gesehen

Der nördliche Abschnitt entspricht der früher sogenannten „Bedpan“- (wörtlich „Bettpfanne“) Verbindung von Bedford nach London St Pancras auf der Hauptstrecke Midland Main Line.

Der Snow-Hill-Tunnel, die zentrale Verbindung durch London, wurde 1988 nach 50 Jahren für den Personenverkehr wiedereröffnet. Für Thameslink wurden ältere Tunnelabschnitte, darunter die von der Metropolitan Railway erbauten Widened Lines, zu einer neuen Route zusammengelegt. Die durchgehenden Züge hielten nicht mehr im Bahnhof St Pancras, sondern in der unterirdischen Station King’s Cross Thameslink.

Von 2004 bis Mai 2005 wurden die Züge zwischen King’s Cross und St Pancras getrennt, da in diesem Bereich Tunnel für den Channel Tunnel Rail Link (CTRL), die neue Strecke des Eurostar vom Eurotunnel über Stratford International nach St Pancras, gebaut wurden. Seit der Eröffnung des zweiten Abschnitts des CTRL im Jahr 2007 halten die Thameslink-Züge in einer neuen Thameslink-Station direkt unter dem Bahnhof St Pancras.

In der Londoner Innenstadt werden folgende Stationen von Norden nach Süden angefahren:

Kopfgleise 5 und 6 im Bahnhof Moorgate

Eine Nebenstrecke führte bis 2009 von Farringdon über Barbican nach Moorgate.

Südlicher Teil[Bearbeiten]

Im Süden verzweigt sich die Linie in zwei Richtungen; Die Hauptstrecke führt vom Bahnhof London Bridge über East Croydon und dem Flughafen Gatwick nach Brighton, die Nebenstrecke biegt hinter Blackfriars nach Elephant & Castle ab und führt dann über Streatham, Tooting, Wimbledon, Sutton und Mitcham Junction wieder nach Streatham. Einige Züge biegen von Brighton kommend hinter East Croydon auf die Nebenstrecke ab und treffen erst in Blackfriars wieder auf die Hauptstrecke, so dass nicht alle Züge von Gatwick nach London in London Bridge halten.

Ursprünglich verlief die Nebenstrecke über Elephant & Castle und Streatham nach West Croydon, dann weiter nach Carshalton Beeches und Sutton, Epsom, Leatherhead, Effingham Junction und Guildford. Nach der Privatisierung der britischen Eisenbahn endete die Nebenstrecke zunächst in West Croydon und wurde dann ganz geändert, seit 1995 wird West Croydon nicht mehr angefahren.

Thameslink ist seit der Eröffnung ein großer Erfolg und abgesehen von der U-Bahn und der weiter westlich verkehrenden West London Line die einzige Eisenbahnlinie, die durch London verläuft, statt in einem der Kopfbahnhöfe zu enden. Crossrail, eine ähnliche Linie in Ost-West-Richtung, befindet sich in Planung, hierfür werden aber wesentlich mehr neue Tunnelbauten notwendig sein.

Rollmaterial[Bearbeiten]

Das Rollmaterial von Thameslink besteht aus 74 Zügen des Typs Class 319, die zwischen 1987 und 1990 von BREL (heute Bombardier Transportation) in Derby gebaut wurden. Dabei handelt es sich um Zweisystem-Züge mit je vier Wagen, die 289, 308 oder 319 Passagiere befördern können. Nördlich von Farringdon beziehen sie den elektrischen Strom aus einer Oberleitung mit 25 kV Wechselspannung, südlich davon aus einer Stromschiene mit 750 V Gleichspannung. Ab 2015 wird die britische Regierung die Thameslink-Flotte erneuern und vergrößern. Dafür erhielt Siemens den Auftrag gemeinsam mit dem Konsortium Cross London Trains (XLT), bestehend aus Siemens Project Ventures GmbH, Innisfree Limited und 3i Infrastructure plc ca. 1.200 Waggons vom Typ Desiro City zu liefern, wie das britische Verkehrsministerium (DfT) am 26. Juni 2013 bekannt gegebenen hat. Zuvor war dies schon 2011 angedacht worden. [1] Erfolglos blieb das Drängen einiger Lokalpolitiker und britischer Bahngewerkschaften aus struktur- und regionalpolitischen Gründen darauf, den Milliardenauftrag nicht dem ausländischen Bestbieter, sondern dem bisherigen, jetzt aber nur zweitplatzierten Lieferanten Bombardier zu erteilen.[2] Schon Anfang Juni 2013 hatte das Verkehrsministerium bekannt gegeben, dass Siemens den Zuschlag erhalten solle.[3]

Am 27. Juni 2013 hat Siemens den Auftrag zur Lieferung von 1.140 Wagen erhalten. Der Wert dieser Bestellung beträgt 1,8 Mrd. Euro. Zusätzlich übernimmt Siemens langfristig auch die Instandhaltung der Züge und baut dafür zwei neue Depots in Three Bridges und Hornsey auf. Gebaut werden die Fahrzeuge ab 2014 im Siemens-Werk in Krefeld. Die Desiro City Thameslink Fahrzeuge werden als acht- und zwölfteilige Züge in Dual Mode (750V Gleichspannung oder 25kV Wechselspannung) betrieben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde. Siemens-Fahrzeuggeräte (On Board Units, OBU) für das europäische Zugsicherungssystem (ETCS) Level 2 stellen die Kommunikation der Züge mit der Streckenausrüstung sicher.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Department of Transport (DfT): Rail passengers to benefit from 1,200 new carriages, Pressemitteilung vom 16. Juni 2011. Abgerufen am 17. August 2011.
  2. ÖPNV aktuell: Preiswert oder Protektionismus – England streitet über Bahnauftrag (PDF; 754 kB). In: ÖPNV aktuell 60/11 vom 29. Juli 2011. Abgerufen am 17. August 2011.
  3. Thameslink deal close to completion. In: Pressemitteilung. Department for Transport, 14. Juni 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  4. Siemens-Pressemitteilung. Abgerufen am 28. Juni 2013.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thameslink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien