Kernkraftwerk Ōi
| Kernkraftwerk Ōi | ||
|---|---|---|
| Block 3 und 4 des Kernkraftwerks | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 35° 32′ 26″ N, 135° 39′ 7″ O35.540555555556135.65194444444Koordinaten: 35° 32′ 26″ N, 135° 39′ 7″ O | |
| Land: | Japan | |
| Daten | ||
| Eigentümer: | Kansai Denryoku | |
| Betreiber: | Kansai Denryoku | |
| Projektbeginn: | 1970 | |
| Kommerzieller Betrieb: | 27. März 1979 | |
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Aktive Reaktoren (Brutto): |
4 (4710 MW) | |
| Eingespeiste Energie im Jahr 2006: | 32.808 GWh | |
| Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: | 618.710 GWh | |
| Website: | Das Kernkraftwerk auf der Seite des Betreibers (japanisch) | |
| Stand: | 25. Juli 2007 | |
| Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation. | ||
Das Kernkraftwerk Ōi (jap. 大飯発電所, Ōi hatsudensho) ist ein Kernkraftwerk in Japan. Es ist im Ort Ōi im Landkreis Ōi in der Präfektur Fukui gelegen. Die Anlage gehört der Kansai Denryoku. Es ist auch unter den alternativen Schreibungen Ohi bzw. Ooi bekannt.
Es befinden sich vier Druckwasserreaktoren auf dem Gelände. Die Reaktoren 1 und 2 wurden von Westinghouse geliefert, 3 und 4 von Mitsubishi. Ein fünfter Reaktorblock mit einer Leistung von 1200 MW ist geplant.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Störfälle [Bearbeiten]
Am 5. Mai 2004 wurde festgestellt, dass Borsäure an einem Ventil des Reaktors austritt.[2] Am 22. Dezember 2005 kam es wegen eines Orkans zu Problemen mit den Stromleitungen. Das Kraftwerk wurde vorsorglich vom Netz genommen.
Am 22. März 2006 brannte es im nicht-nuklearen Teil der Anlage, zwei Arbeiter erlitten eine Rauchvergiftung.[3]
Am 16. Juli 2011 – etwa vier Monate nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima – wurde der Reaktorblock 1 des KKW Ōi heruntergefahren.[4] Grund sei ein Druckverlust in einem Borsäurebehälter, der für Notfallsituationen bereitsteht, teilte der Betreiber mit. Wann der Reaktor wieder ans Netz gehen könne, sei noch unklar. Nach dieser Abschaltung waren nur noch 18 der 54 kommerziellen japanischen Kernreaktoren in Betrieb.[5]
Geschichte [Bearbeiten]
Am 16. Dezember 2011 wurde mit Block 2 der letzte noch produzierende Reaktor des Kernkraftwerks Ōi für Wartungsarbeiten heruntergefahren.[6] Am 5. Mai 2012 ging vorläufig der letzte in Japan noch laufende Kernreaktor planmäßig vom Netz,[7] der Reaktor 3 im Kernkraftwerk Tomari.[8]
Angesichts möglicher Engpässe bei der Stromversorgung im Sommer erteilte die Regierung am 16. Juni 2012 die Erlaubnis, die Reaktoren 3 und 4 des Kernkraftwerks Ōi wieder hochzufahren.[9] Anfang Juli 2012 ging trotz Protesten seitens der Bevölkerung der Reaktor 3 in Betrieb.[10]
Im Dezember 2012 wurde bekannt, dass die Anlage möglicherweise auf einer aktiven Erdspalte steht.
Daten der Reaktorblöcke [Bearbeiten]
Das Kernkraftwerk Ōi hat vier Blöcke:
| Reaktorblock[11] | Reaktortyp | Netto- leistung |
Brutto- leistung |
Baubeginn | Netzsyn- chronisation |
Kommer- zieller Betrieb |
Abschal- tung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ōi-1 | Druckwasserreaktor | 1120 MW | 1175 MW | 26.10.1972 | 23.12.1977 | 27.03.1979 | |
| Ōi-2 | Druckwasserreaktor | 1120 MW | 1175 MW | 08.12.1972 | 11.10.1978 | 05.12.1979 | |
| Ōi-3 | Druckwasserreaktor | 1127 MW | 1180 MW | 03.10.1987 | 07.06.1991 | 18.12.1991 | |
| Ōi-4 | Druckwasserreaktor | 1127 MW | 1180 MW | 13.06.1988 | 19.06.1992 | 02.02.1993 |
Siehe auch [Bearbeiten]
- Liste der Kernkraftwerke
- Liste der Kernreaktoren in Japan
- Liste der Kernreaktoren mit der höchsten Jahresproduktion
Weblinks [Bearbeiten]
- ODL-Daten von Ōi (JavaScript notwendig)
- Ōi beim International Nuclear Safety Center
- Liste mit Zwischenfällen (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ icjt.org - Japan
- ↑ Citizen Nuclear Information Center
- ↑ BBC
- ↑ Nuclear Power Plants Operational Status
- ↑ zeit.de 16. Juli 2011: Weiterer Atommeiler in Japan wird abgeschaltet
- ↑ Tabelle (Stand 20. Februar 2012)
- ↑ Rheinische Post 28. März 2012, Seite A2: Japans Atom-Entzug (von Matthias Beermann und Helmut Michelis)
- ↑ Letzter Reaktor vom Netz. Japan knipst die Kernkraft aus. In: Financial Times Deutschland, 5. Mai 2012. Abgerufen am 5. Mai 2012.
- ↑ Atom: Japan fährt Atommeiler wieder hoch bei focus.de, 16. Juni 2012 (abgerufen am 16. Juni 2012)
- ↑ Ergiepolitik: Japan fährt erstmals seit Fukushima Atomreaktor hoch bei zeit.de, 1. Juli 2012 (abgerufen am 2. Juli 2012).
- ↑ Power Reactor Information System der IAEA: Japan: Nuclear Power Reactors - Alphabetic“ (englisch)
außer Betrieb: Fugen | Fukushima Daiichi | JPDR | Monju
in Betrieb: Fukushima Daini | Genkai | Hamaoka | Higashidōri | Ikata | Kashiwazaki-Kariwa | Mihama | Ōi | Onagawa | Sendai | Shika | Shimane | Takahama | Tōkai | Tomari | Tsuruga
im Bau: Ōma