Haus für Mozart

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Kollegienkirche und Haus für Mozart

Das Haus für Mozart ist eine der Spielstätten der Salzburger Festspiele in der Salzburger Altstadt. Es war ab 1925 das erste Festspielhaus der Festspiele, den Namen Haus für Mozart trägt es seit 2006. Hier werden überwiegend Opern und Konzerte veranstaltet.

Erste Projekte[Bearbeiten]

Haus für Mozart
Blick über die Bühne in den Zuschauerraum

Erste Pläne für die Errichtung eines Festspielhauses auf dem Mönchsberg in Salzburg von den Wiener Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner d. J. kamen über das Planungsstadium nicht hinaus.

Der Berliner Architekt Hans Poelzig schuf die Pläne für ein Festspielhaus im Park des Schlosses Hellbrunn, das allerdings nicht über die Grundsteinlegung hinauskam – Richard Strauss führte die symbolischen drei Hammerschläge aus, doch sollte kein weiterer Stein mehr folgen.

Eduard Hütter[Bearbeiten]

Durch den Umbau der ehemaligen Hofstallungen zu einer Mysterienbühne unter der Leitung des Salzburger Landeskonservators Eduard Hütter entstand das erste Salzburger Festspielhaus, das im Jahre 1925 mit Hugo von Hofmannsthals Das Salzburger große Welttheater in der Regie von Max Reinhardt eröffnet wurde.

Clemens Holzmeister[Bearbeiten]

Gleich nach der ersten Saison wurde das Festspielhaus unter der Leitung von Clemens Holzmeister erstmals umgebaut und stand als Ausweichquartier für den Jedermann zur Verfügung. Die erste Aufführung im umgebauten Festspielhaus war Carlo Gozzis Schauspiel Turandot in der Bearbeitung und Übersetzung von Karl Gustav Vollmoeller und der Regie von Max Reinhardt im Sommer 1926.

Die erste Opernaufführung war Fidelio von Ludwig van Beethoven unter der Leitung von Franz Schalk, zu der Clemens Holzmeister die Bühnenbilder entwarf.

Im Jahre 1936 folgte der nächste Umbau wieder unter Clemens Holzmeister und intensiver Beratung durch den Dirigenten Arturo Toscanini, der auch die erste Opernaufführung, wiederum Fidelio leitete.

Benno von Arent[Bearbeiten]

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 galten die Fresken Anton Faistauers, die Mosaike Anton Koligs und die Skulpturen Jakob Adlharts als Entartete Kunst, Clemens Holzmeister war politisch nicht mehr opportun, und so folgte der nächste Umbau unter der Leitung des „Reichsbühnenbildners“ Benno von Arent. Die erste Aufführung war Der Rosenkavalier von Richard Strauss unter der Leitung von Karl Böhm im Jahr 1939.

Hans Hofmann und Erich Engels[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war vorerst an einen weiteren Umbau nicht zu denken, zunächst wurde das Neue Festspielhaus (heute: Großes Festspielhaus, Architekt wiederum Clemens Holzmeister, Eröffnung 1960) erbaut, danach wurde das nunmehrige Alte Festspielhaus von den Salzburger Architekten Hans Hofmann und Erich Engels erneut umgebaut und 1963 mit Mozarts Le Nozze di Figaro unter Lorin Maazel wiedereröffnet.

Das Kleine Festspielhaus war wenig geliebt, und so gab es schon früh Pläne für einen neuerlichen Umbau. Nachdem Clemens Holzmeister 1970 den Zuschauerraum der Felsenreitschule neu gestaltet hatte, legte er im Jahr 1978 entsprechende Pläne vor, die er später nochmals überarbeitete, damit sollte ein gleichzeitiges Bespielen der Felsenreitschule und des Kleinen Festspielhauses ermöglicht werden – doch wurden diese Pläne trotz der Fürsprache Herbert von Karajans nie ausgeführt.

Wilhelm Holzbauer und François Valentiny[Bearbeiten]

Haus für Mozart, Zuschauerraum
Goldene Wand, Foyer

Zum Mozartjahr 2006 wurden die ehemaligen Hofstallungen zum vorläufig letzten, dem mittlerweile sechsten Mal von den Architekten Wilhelm Holzbauer,[1] einem Schüler von Clemens Holzmeister, und dem Luxemburger François Valentiny[2] zum Haus für Mozart umgebaut. Die Gestaltung der drei Eingangsportale übernahm der Künstler Josef Zenzmaier, mit dem Entwurf und der Herstellung der Goldenen Wand im Foyer wurde der deutsche Künstler Michael Hammers betraut. Zur feierlichen Eröffnung wurde wieder Le Nozze di Figaro, diesmal unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt, aufgeführt.

Im Haus für Mozart finden heute 1.580 Menschen Platz, es gibt 1.495 Sitzplätze und 85 Stehplätze.

Trivia[Bearbeiten]

Die Fassade des Hauses diente als Edelhotel Nouveau Rothschild[3] im US-Actionfilm Knight and Day mit Cameron Diaz und Tom Cruise.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus für Mozart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. newroom: Kleines Festspielhaus - Wettbewerb. In: nextroom.at, 4. April 2003
  2. en:François Valentiny
  3. http://derstandard.at/1256745242523/Sechs-Tage-Hollywood-Star-Rummel-in-Salzburg derstandard.at: Sechs Tage Hollywood: Star-Rummel in Salzburg, 19. November 2009, abgerufen am 24. Juli 2013.

47.79777777777813.0425Koordinaten: 47° 47′ 52″ N, 13° 2′ 33″ O