Kolymbia

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Kolymbia
Κολύμπια
Kolymbia (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Südliche Ägäis
Regionalbezirk Rhodos
Gemeinde Rhodos
Gemeindebezirk Afandou
Stadtbezirk Afandou
Status Siedlung
Geographische Koordinaten 36° 15′ N, 28° 9′ O36.25313888888928.155638888889Koordinaten: 36° 15′ N, 28° 9′ O
Einwohner 257 (2011[1])
LAU-1-Code-Nr. 810501

Kolymbia (griechisch Κολύμπια (n. pl.) italienisch San Benedetto) ist ein Dorf im Gemeindebezirk Afandou an der Ostküste der griechischen Insel Rhodos.

Der Abzweig zum Dorf liegt etwa an der Mitte der Nationalstraße 95 zwischen Rhodos-Stadt und Lindos, von denen Kolymbia jeweils etwa 25 Kilometer entfernt ist. Afandou liegt etwa fünf Kilometer nördlich.

Kolymbia wurde um 1935 während der italienischen Besatzung des Dodekanes als San Benedetto (Σαν Μπενεντέτο) gegründet.[2] Durch Enteignung der Bewohner von Afandou und Archangelos wurde ein landwirtschaftliches Musterdorf geschaffen. Die Umbenennung von San Benedetto nach Kolymbia erfolgte 1961.[3] Anfang der 1980er Jahre begann der Ausbau zu einem Urlaubsort.

Entwicklung der Einwohnerzahl von Kolymbia[4]

1947 1961 1971 1981 1991 2001 2011
62 224 209 202 317 439 257

Im Rahmen des Kapodistrias-Programms aus dem Jahr 1997 wurden die Landgemeinden (κοινότητες) Afandou und Archipolis zur Stadtgemeinde Afandou (Δήμος Αφάντου) zusammengelegt. Durch die Verwaltungsreform 2010 erfolgte zum 1. Januar 2011 die Eingliederung in die neu geschaffene Gemeinde Rhodos (Dimos Rodou Δήμος Ρόδου).[2]

Die Eukalyptusallee nach Kolymbia

Kolymbia hat drei Sand-Kiesel-Strände mit Wassersportmöglichkeiten. Bekannte Ziele in der Umgebung sind das Erholungsgebiet Epta Piges, das Tsambika-Kloster und der Tsambika-Strand in der Bucht von Tsambika.

Bekannt ist Kolymbia durch die Eukalyptusallee, die von der Ostküstenstraße etwa zwei Kilometer in den Ort führt. Entlang der Südseite der Allee verlaufen Reste eines während der italienischen Besatzungszeit gemauerten Wasserkanals, durch den die Landwirtschaft um Kolymbia durch den Quellteich der Epta Piges bewässert wurde. Auf der Nordseite befinden sich etwa in der Mitte der Allee Ruinen einer Basilika aus dem 6. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Griechisches Statistisches Amt (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. a b Geschichte der Gemeinde Afandou
  3.  Κεντρική Ένωση ∆ήµων και Κοινοτήτων Ελλάδας (ΚΕ∆ΚΕ) , Ελληνική Εταιρία Τοπικής Ανάπτυξης και Αυτοδιοίκησης (ΕΕΤΑΑ) (Hrsg.): Λεξικό ∆ιοικητικών Μεταβολών των ∆ήµων και Κοινοτήτων (1912–2001). 1 (Τόμος Α, α–κ), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 154.
  4. Einwohnerzahlen von Kolymbia 1947–2001, Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek (griechisch)