Rhodos (Stadt)

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Gemeindebezirk Rhodos (Rodos)
Δημοτική Ενότητα Ρόδου
(Ρόδος)
Rhodos (Stadt) (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Südliche Ägäis

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Regionalbezirk: Rhodos
Gemeinde: Rhodos
Geographische Koordinaten: 36° 26′ N, 28° 13′ O36.43757777777828.223188888889Koordinaten: 36° 26′ N, 28° 13′ O
Höhe ü. d. M.: 26 m
(Durchschnitt)
Fläche: 19,481 km²
Einwohner: 50.636 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 2.599,3 Ew./km²
Code-Nr.: 690101
Gliederung: f121 Stadtbezirk
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Lage in der Gemeinde Rhodos und im Regionalbezirk Rhodos
Datei:DE Rodou.svg

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Die Stadt Rhodos (griechisch Rodos Ρόδος (f. sg.), osmanisch bis 1912 Rodos, italienisch 1912–1947 Rodi) liegt an der Nordspitze der griechischen Insel Rhodos. Sie ist seit der Verwaltungsreform 2010 Verwaltungssitz der Gemeinde Rhodos (Dimos Rodou Δήμος Ρόδου) und bildet dort den gleichnamigen Gemeindebezirk Rhodos (Dimotiki Enotita Rodou Δημοτική Ενότητα Ρόδου). Im Jahr 2011 hatte die Stadt 50.636 Einwohner.

Großmeisterpalast in der italienischen Rekonstruktion um 1939
Der Uhrturm bietet einen Stadtüberblick für fünf Euro Eintritt
Das Marientor am Hafen
Die Mühlenmole am Handelshafen
Der Apollontempel auf dem Berg
Die Süleimann-Moschee

Altstadt[Bearbeiten]

Die Altstadt, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, liegt zum Teil auf einem Hügel und ist von einer vier Kilometer langen Festungsmauer umgeben, die bis an den Hafen reicht. Am höchsten Punkt der Altstadt liegt der Großmeisterpalast des Johanniterordens (von 1937 bis 1940 von den Italienern wieder aufgebaut), der heute ein Museum beherbergt, in dem römische und griechische Skulpturen ausgestellt sind sowie zahlreiche Mosaiken, die unter der italienischen Besatzung ihren Weg von Kos nach Rhodos fanden. Die touristisch geprägte Sokratesstraße (Odos Sokratous) verbindet die Süleyman-Pascha-Moschee mit der Platia Ippokratu. Gegenüber der Moschee befindet sich die türkische Bibliothek. An die Platia Ippokratu, in deren Mitte sich ein Eulenbrunnen befindet, grenzt der Platz der jüdischen Märtyrer mit Seepferdchenbrunnen. Südwestlich der Sokratous erstreckt sich das Türkenviertel mit schmalen Gassen, Moscheen, kleinen Plätzen und einem türkischen Bad.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Rhodos-Stadt aus führen zahlreiche Busverbindungen auf die ganze Insel. Schiffsverkehr besteht zu den Inseln Symi und Tilos sowie zum türkischen Festland.

Museen[Bearbeiten]

  • Archäologisches Museum im ehemaligen Ordenshospital
  • Museum für dekorative Kunst im gleichen Gebäude
  • Byzantinisches Museum in der Marienkirche Panagia tou Kástrou
  • Museum für moderne griechische Kunst in drei auseinanderliegenden Gebäuden, aber einem Eintrittspreis

Sakrale Bauwerke[Bearbeiten]

(Auswahl)

Kirchen:

Die Namen in Klammern entsprechen der Bezeichnung als Moschee unter osmanischer Herrschaft.

  • Agios Fandourios, aus dem 13. Jahrhundert (aktive Pfarrkirche)
  • Agios Panteleimon, zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts (aktive Pfarrkirche)
  • Panagia tou Bourgou, erste Hälfte des 14. Jahrhunderts (Ruine)
  • Panagia tis Nikis aus dem 15. Jahrhundert (Ruine)
  • Panagia tou Kastrou aus dem 11. Jahrhundert (dient heute als Ausstellungsraum)
  • Agia Triada an der Ippoton-Strasse (Khan Zade Mescidi), zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts
  • St. Johann im Chollachium (Ruine)
  • Agios Georgios (Chourmali mesjid), aus dem 14. Jahrhundert
  • Agios Nikolaos, aus dem 14. Jahrhundert
  • Agia Kyriaki (Barasani mesjid), zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
  • Agia Ekaterini (Ilk Michrab), aus dem 14. Jahrhundert
  • Agia Triada im jüdischen Viertel (Dolapli mesjid), aus dem 15. Jahrhundert, ehemalige Metropolitenkirche von Rhodos
  • Agios Spyridon (Kavakly mesjid), aus dem 11. Jahrhundert

Moscheen:

  • Ibrahim Pascha Moschee, gebaut 1540- 1541 (noch heute aktive Moschee)
  • Sultan Mustafa Moschee, gebaut 1764- 1765 (noch heute aktive Moschee)
  • Süleyman-Pascha-Moschee, aus dem 16. Jahrhundert
  • Mehmet Aga Moschee, aus dem 18. Jahrhundert
  • Sindrivan Moschee, gebaut 1888
  • Retzep Pascha Moschee, gebaut 1588
  • Murat Reis Moschee, mit gut erhaltenem islamischem Friedhof und dem Mausoleum von Murat Reis dem Admiral von Süleyman I.

Synagoge:

  • Kahal Shalom gebaut 1577 (sowie fünf weitere nicht mehr erhaltene Synagogen)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Für die erfolgreiche Arbeit erhielt Rhodos den „Golden Star“-Preis der Europäischen Union.

Darüber hinaus hat Rhodos formale Abkommen über Zusammenarbeit mit den Städten Athen, Olymbos und Muğla geschlossen.[2]

Sicht vom Hafen, Links das Judenviertel, Mitte das Türkenviertel, Rechts das Ritterviertel mit dem Großmeisterpalast

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Anthony Luttrell: The town of Rhodes. 1306–1356. Office for the Medieval Town, Rhodos 2003, ISBN 960-214-208-1.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhodos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Griechisches Statistisches Amt (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStädtepartnerschaften. Stadt Rhodos, abgerufen am 9. Mai 2008 (englisch).