KrawallBrüder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
KrawallBrüder
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock / Punk / Metal / Hardcore Punk / Deutschrock / Oi!
Gründung 1993
Auflösung 1998
Neugründung 2001
Website http://www.krawallbrueder.com
Gründungsmitglieder
Pascal
Olli (bis 1995)
Pimmel (bis 1995)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Pascal
Schlagzeug
Thomas (seit 2009)
Bass
Swen (seit 2008)
Gitarre
Flo (seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Matsch (1998)
Kette (1995)
Michael († 2002)
Bass
Marius (2001–2006)
Bass
Alex (2007–2008)
Schlagzeug
Markus (2001–2008)
Schlagzeug
Stöbi (2008–2009)

KrawallBrüder ist eine 1993 gegründete Oi-Band aus dem Saarland. Die Band verarbeitet in ihrer Musik Elemente aus den Bereichen Oi, Rock, Punk, Metal sowie Einflüsse aus dem Hardcore-Punk-Bereich.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Pascal live am 31. Juli 2010 auf dem Force Attack

Gegründet im Jahre 1993 mit dem Namen „Frontal“ bestand die Band aus den drei Schulkollegen Pascal (Gesang, Bass), Olli (Gitarre) und „Pimmel“ (Schlagzeug). Sie spielte zusammen fünf Konzerte bis sie 1995 auf einem Stadtfest-Konzert in Saarlouis Probleme mit dem Verfassungsschutz bekamen. Dieser hatte die Band mit der rechtsextremen Combo Frontal verwechselt und stellte schließlich nach weiteren Ermittlungen die Untersuchungen ein. Um weitere unerwünschte Verwechslungen zu verhindern, benannte sich die Band in „KrawallBrüder“ um. Im selben Jahr verließ der Schlagzeuger „Pimmel“ die Band und wurde durch Marko ersetzt. Des Weiteren kam der Gitarrist „Kette“ in die Band, welcher nun als Leadgitarrist fungierte. Es wurde eine Demoaufnahme mit dem Namen Jodelexplosion aufgenommen, die der Band ein Angebot für eine Single-Produktion auf Walzwerk Records einbrachte. Olli verließ die Band noch vor der Singleaufnahme und wurde durch „Matsch“ ersetzt. Es folgten viele Konzerte, unter anderem mit den Bands SpringtOifel, Loikaemie, Charge 69, Patriot und Loaded. 1998 spielten sie ein Album ein, das aber nie veröffentlicht wurde, da sich die Band im selben Jahr aufgrund von musikalischer Unstimmigkeit trennte.

Im März 2001 tat sich die Band nach drei Jahren „Bandpause“ wieder zusammen und bestand nun aus der Besetzung Pascal (Gitarre, Gesang) und den beiden neuen Mitgliedern Marius (Bass) und Markus (Schlagzeug).

Im Jahre 2002 erschienen auf dem Sampler Pogo, Parties & Promille zwei Stücke, die noch von alten Material aus den 90ern stammten. Im selben Jahr veröffentlichten sie im August ihr erstes Album mit dem Titel Die Fäuste Hoch. Am 28. Dezember 2002 starb der neue Rhythmusgitarrist Michael an Krebs. Ihm wurde der Song Für einen Freund auf In Dubio Pro Reo gewidmet.

Das Jahr 2003 verbrachte die Band weitgehend mit Konzerten und Promoaktionen für ihr Album. Im Oktober trat der Rhythmusgitarrist Florian der Band bei. Im Dezember war die Erstauflage des Albums ausverkauft, woraufhin die Band 1.000 Stück im Digipak-Format nachpressen ließ.

Von Juli bis August 2004 tourten die „KrawallBrüder“ mit der Berliner Band Berliner Weisse. Auf der Tour promoteten sie ihr Split-Album Zwiespältig, welches Liveaufnahmen von den beiden Bands enthält.

2005 wurden einige Konzerte gespielt sowie im Dezember das Album In Dubio Pro Reo, welches im Death Tone Studio aufgenommen wurde, veröffentlicht. Im Zuge der In-Dubio-CD wurde auch altes Material aus den 1990ern unter dem Namen Auf alte Tage neu produziert. Als Vorbild zum Albumcover diente das Cover der „Böse Menschen, Böse Lieder LP" der Band Böhse Onkelz.

2006 tourte die Band durch Italien, Schweiz, Spanien, Frankreich und Deutschland. Nach der Tour entschied sich Marius, die Band zu verlassen und wurde durch Alex ersetzt.

Im Jahr 2007 spielten die Brüder als erste deutsche Oi-Band in Istanbul.

2008 musste Alex wegen Unstimmigkeiten die Band wieder verlassen und wurde durch Swen am Bass ersetzt. Markus verließ die Band aus gesundheitlichen Gründen und „Stöbi“ („Martens Army“) sprang etwa ein Jahr als Ersatz an die Drums, bis 2009 Thomas das Schlagzeug als festes Bandmitglied übernahm.

2009 erschien dann nach vier Jahren Albumpause, ebenfalls im gleichen Studio produziert und auf dem hauseigenen Label veröffentlicht, das Album Das 11te Gebot. Das Album wurde während der Das 11te Gebot – Tour, welche vom 12. bis 30. November 2009 durch D, A, Ch ging, vorgestellt. Den Toursupport gaben die englischen Punkrocker um John Robb und Goldblade.

2010 und 2011 verbrachte die Band weitestgehend mit Konzerten und Auftritten auf diversen Festivals.

Am 30. März 2012 wurde das neue Album Blut, Schweiss & keine Tränen veröffentlicht. Zur gleichen Zeit startete die fünfwöchige Tour der Band mit der US-Hardcoreband Slapshot durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Im Herbst 2012 wurden noch einmal 14 Konzerte unter dem Namen "Blut, Schweiss & keine Tränen – Herbst Tour" zusammengefasst.

Im Jahr 2013 feiert die Band ihr 20-jähriges Bandjubiläum.

KrawallBrüder bei der „Blut, Schweiss & keine Tränen“ Tour 2012 – Berlin

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Band ist unter anderem auch Veranstalter der Konzert- und Festivalreihe „Back on the Streets“.

Zugehörigkeit zur rechtsoffenen "Grauzone" und Soziales[Bearbeiten]

Die Band spendet seit Jahren an unterschiedliche Organisationen, z. B. Opfer von Kindesmisshandlung, Opfer rechter Gewalt, Kinderkrebshilfe usw.

Bei der Tour zum Album "Blut, Schweiss & keine Tränen" bestand seitens der Band die Absicht, die Einnahmen der Tour dem gegen Rechtsextremismus engagierten Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ zu spenden. Die Spende wurde jedoch nach Protesten vom Verein unter Verweis auf angebliche rechte Kontakte der Band vorsichtshalber abgelehnt. [1] Die Band dementiert diese Kontakte jedoch vehement mit Verweis, dass keinerlei Beweise dafür zu finden seien.[2][3] Insbesondere dem linken Spektrum zuzuordnende Organisationen verweisen immer wieder auf die vermeintliche Rechtsoffenheit der Band und ihre Kontakte zur rechten Szene. [4] [5] Der Sänger der Band gibt auf der Homepage der Band des Weiteren zu, dass er ein Tattoo eines SS-Totenkopfes trage. Dies wäre jedoch ironisch gemeint. [6] Außerdem heißt es in der Bandbiographie, dass es in der Gründungszeit Kontakte zu rechten Skinheads in Saarlouis gegeben hätte. [7]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[8]
Blut, Schweiß & keine Tränen
  DE 15 13.04.2012 (2 Wo.)
Schmerzfrei
  DE 5 14.02.2014 (4 Wo.)

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1996: Debut 7"
  • 2002: Die Fäuste hoch LP/PicLP/CD/DigiCD
  • 2003: 10 Jahre – Live & Loud VHS
  • 2004: Zwiespältig (Split mit Berliner Weisse) PicLP/CD
  • 2005: In dubio pro reo PicLP+7"/LP+7"/CD
  • 2005: Auf alte Tage (aufgenommen 1996/97) 10"/Pic10"/CD
  • 2006: T.M.G. (Single zur Weltmeisterschaft) MCD/PicEP
  • 2007: Veni-Vidi-Vici Doppel-DVD
  • 2009: Das 11te GebotLP+7"/CD/DigiCD
  • 2009: Split 7" (Split mit Goldblade) EP
  • 2009: 15 Years of Oi! & Violence" (Best of für den amerikanischen Markt) CD
  • 2010: 15 Jahre – Live in Berlin LP/CD
  • 2010: Auf uns – 1993-2010 4xPicLP lim. Holzbox
  • 2010: Split 7" (Split mit 7er Jungs) EP
  • 2010: 10 Jahre – Live & Loud + Interview DVD
  • 2011: Best of – Bis in alle Ewigkeit CD
  • 2012: Blut, Schweiß & keine Tränen PicLP / PicLP Holzbox / DigiCD / DigiCD Holzbox / CD
  • 2014: Schmerzfrei

Videos[Bearbeiten]

Bisher existieren zwei offizielle Videos der Band.

  • 2012: Morgen die Welt aus dem Album "Blut, Schweiss & keine Tränen"
  • 2012: Ich und dein Leben aus dem Album "Blut, Schweiss & keine Tränen"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: KrawallBrüder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.lautgegennazis.de/blog/tag/krawallbruder/
  2. Laut gegen Nazis nehmen Spenden der Krawallbrüder nicht an
  3. Laut gegen Nazis Statement
  4. http://www.lotta-magazin.de/pdf/47/l47_sp_opener.pdf
  5. https://www.antifainfoblatt.de/artikel/kult-der-beliebigkeit-teil-1
  6. http://www.krawallbrueder.com/2014/04/weil-es-scheinbar-wieder-notwendig-iststatementaktuell-kursieren-wieder-di/
  7. http://www.krawallbrueder.com/band/biographie-1993-1995/
  8. [1] (Details)