Böhse Onkelz

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Böhse Onkelz
Böhse Onkelz.svg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punk (1980–1981)
Rechtsrock (1981)
Oi! (1981–1986)
Hard Rock, Deutschrock (1987–2005)
Gründung 1980
Auflösung 2005
Website http://www.onkelz.de/
Letzte Besetzung
Kevin Russell
Stephan Weidner
Matthias Röhr (ab 1981)
Peter Schorowsky
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Live in Vienna
  DE 61 14.04.2008 (1 Wo.)
  AT 38 24.05.1992 (2 Wo.)
Heilige Lieder
  DE 5 21.09.1992 (13 Wo.)
  AT 7 27.09.1992 (7 Wo.)
Weiß
  DE 10 18.10.1993 (13 Wo.)
  CH 37 24.10.1993 (2 Wo.)
  AT 16 24.10.1993 (16 Wo.)
Schwarz
  DE 12 18.10.1993 (13 Wo.)
  CH 38 24.10.1993 (2 Wo.)
  AT 15 17.10.1993 (16 Wo.)
Gehasst, verdammt, vergöttert
  DE 47 02.01.1995 (9 Wo.)
  CH 36 11.12.1994 (5 Wo.)
  AT 13 04.12.1994 (16 Wo.)
Hier sind die Onkelz
  DE 5 09.10.1995 (27 Wo.)
  CH 25 15.10.1995 (4 Wo.)
  AT 12 22.10.1995 (16 Wo.)
E.I.N.S.
  DE 4 04.11.1996 (19 Wo.)
  CH 32 10.11.1996 (5 Wo.)
  AT 6 10.11.1996 (16 Wo.)
Live in Dortmund
  DE 5 08.09.1997 (32 Wo.)
  CH 39 21.09.1997 (3 Wo.)
  AT 9 07.09.1997 (14 Wo.)
Viva los Tioz
  DE 1 21.09.1998 (24 Wo.)
  CH 10 20.09.1998 (6 Wo.)
  AT 3 20.09.1998 (10 Wo.)
Ein böses Märchen… …aus tausend finsteren Nächten
  DE 1 03.04.2000 (22 Wo.)
  CH 11 02.04.2000 (9 Wo.)
  AT 2 02.04.2000 (9 Wo.)
Gestern war heute noch morgen
  DE 3 19.03.2001 (26 Wo.)
  CH 24 18.03.2001 (7 Wo.)
  AT 13 18.03.2001 (13 Wo.)
20 Jahre - Live in Frankfurt
  DE 19 05.11.2001 (5 Wo.)
Dopamin
  DE 1 29.04.2002 (23 Wo.)
  CH 13 28.04.2002 (8 Wo.)
  AT 4 28.04.2002 (12 Wo.)
Adios
  DE 1 09.08.2004 (17 Wo.)
  CH 4 08.08.2004 (10 Wo.)
  AT 6 08.08.2004 (12 Wo.)
Live in Hamburg
  DE 1 25.04.2005 (24 Wo.)
  CH 28 24.04.2005 (7 Wo.)
  AT 7 24.04.2005 (15 Wo.)
La Ultima/Live in Berlin DVD
  DE 1 04.07.2005 (14 Wo.)
  CH 77 03.07.2005 (1 Wo.)
Vaya Con Tioz DVD
  DE 1 02.03.2007 (30 Wo.)
  CH 45 04.03.2007 (1 Wo.)
Onkelz wie wir (Neuaufnahme)
  DE 31 19.11.2007 (3 Wo.)
Lieder wie Orkane
  DE 7 19.12.2011 (... Wo.)
Singles
Terpentin
  DE 7 17.08.1998 (11 Wo.)
  AT 8 30.08.1998 (10 Wo.)
Dunkler Ort
  DE 2 14.02.2000 (10 Wo.)
  CH 22 13.02.2000 (7 Wo.)
  AT 17 27.02.2000 (7 Wo.)
Keine Amnestie für MTV
  DE 2 04.03.2002 (11 Wo.)
  CH 25 03.03.2002 (8 Wo.)
  AT 8 03.03.2002 (11 Wo.)
Onkelz vs. Jesus
  DE 2 05.07.2004 (10 Wo.)
  CH 16 04.07.2004 (9 Wo.)
  AT 9 04.07.2004 (12 Wo.)

Böhse Onkelz war eine deutsche Rockband, die von 1980 bis 2005 bestand. Aufgrund ihrer Nähe zum Rechtsrock in den frühen 1980er Jahren ist die Band bis heute in der Öffentlichkeit umstritten, obwohl sie sich bis zu ihrer Auflösung mehrfach vom Rechtsextremismus, auch in ihrer Musik, distanzierte. Der Gruppe gelangen seit Mitte der 1990er mehrfach Platzierungen in den Top 10 der deutschen Charts, seit Viva los Tioz (1998) erreichte fast jedes Album nach Erscheinen Platz 1, obwohl sie während ihrer Karriere durch die Medien kaum beachtet oder aufgrund ihrer umstrittenen Vergangenheit ignoriert wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

[Bearbeiten] 1980–1981: Gründung

Inspiriert durch Bands wie die Sex Pistols oder die Ramones gründeten der damals 17-jährige Stephan Weidner, Kevin Richard Russell (16) und Peter „Pe“ Schorowsky (16) im November 1980 in Hösbach (Unterfranken) eine Punkrockband. Den Bandnamen gaben ihnen laut Angaben der Bandbiografie einige Nachbarskinder, als diese ihre jüngeren Geschwister mit den Worten:„…Vorsicht, da sind die bösen Onkels!…“ davor warnten, dass sie ihnen den Schlitten wegnehmen.[1] Vorher nannten sie sich nach eigenen Angaben auf dem Tour 2000-Film für zwei Wochen Beulenpest. Die Band war anfangs hauptsächlich im Großraum Frankfurt am Main aktiv.

1981 stieß Matthias „Gonzo“ Röhr (18) zur Band hinzu. Dieser hatte zuvor in der, im Winter 80/81 gegründeten Punkband Antikörper Gitarre gespielt und brachte somit Erfahrung in die musikalisch unbedarfte Band.[2] Zunächst spielte Schorowsky das Schlagzeug, Weidner die Gitarre, Röhr den Bass und Russell übernahm den Gesang.[3] Kurz vor der ersten Aufnahme zum Sampler Soundtrack zum Untergang Vol. II tauschten Röhr und Weidner die Instrumente.[4]

[Bearbeiten] 1981–1985: die Jahre in der Skinhead-Szene

Nach dem ersten Demotape von 1981, welches das ausländerfeindliche Stück Türkähn rauhs enthielt[5], nahm die Band im selben Jahr ihre erste Single Kill the Hippies – Oi auf und steuerte zwei Lieder zum eher linken Punk-Sampler Soundtrack zum Untergang Vol. II bei, der 1982 erschien.[6] Nachdem aber die ursprünglich weitestgehend unpolitische Punkszene immer weiter nach links rückte[7], bzw. versucht wurde den Begriff des ursprünglich unangepasst, rebellischen Punks durch das Aufkommen der Neuen Deutschen Welle zu einem reinen Modetrend zu kommerzialisieren[7], verloren die Onkelz das Interesse an dieser Subkultur und orientierten sich immer mehr an der Oi!-Bewegung, in der sie die Möglichkeit sahen, weiterhin unangepasste rebellische Musik zu machen, ohne sich dabei politisch vereinnahmen zu lassen.[8] Dadurch kamen sie auch in engen Kontakt mit der dem Oi! nahe stehenden Skinhead-Kultur. Dieser Übergang erschien deswegen konsequent, weil sie „mehr Verantwortung für das eigene Leben übernehmen“ wollten und private Umbrüche stattfanden, wie Kevins Lehre zum Schiffsmechaniker oder Gonzos Wehrdienst.[4] 1983 erschien die zweite Demokassette in einer Auflage von ca. 100 Stück, dieses enthielt das zweite Lied mit ausländerfeindlichem Inhalt Deutschland den Deutschen. Es verbreitete sich rasch durch Kopieren in der Skinhead-Szene, die laut des Berichts des Verfassungsschutzes von 1983 noch nicht von Neonazis unterwandert war.[9]

1984 folgte die Veröffentlichung des Albums Der nette Mann bei Rock-O-Rama, dessen Fokus zu dem Zeitpunkt „noch eindeutig auf Punk und New Wave“ lag.[10] Diese Platte wurde im September 1986 von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften (BPjS) indiziert. Dies geschah wegen zweier (laut Urteil der BPjS[11]) „tendenziell nationalsozialistischer“ bzw. die „Inhalte des Nationalsozialismus unreflektiert übernehmender“ Texte (Frankreich '84 und Böhse Onkelz), eines „pornografischen“ Textes (Mädchen) sowie drei „gewaltverherrlichenden“ Titeln (Dr. Martens-Beat, Fußball und Gewalt und Der nette Mann). Kurze Zeit später folgte durch das Amtsgericht Brühl eine bundesweite Beschlagnahme, also ein Totalverbot auch für Erwachsene. Der Beschlagnahmebeschluss ist mittlerweile verjährt. Auf diesem Album befanden sich auch die Lieder Stolz oder Deutschland, die den Onkelz einen verstärkten Kultstatus in der Skinheadszene einbrachten.[12] Der nette Mann verkaufte sich bis zum Verbot eher mäßig, die Anfangsauflage betrug 1000 Exemplare[13], verbreitete sich jedoch schnell durch Raubkopien in der Oi!-Szene. Erst nach dem Verbot wurde die breitere Öffentlichkeit auf das Album aufmerksam.

Nach der Veröffentlichung von Der nette Mann begannen Weidner, Röhr und Schorowsky ab dem Ende des Jahres 1984 sich langsam von der Skinhead-Szene zu distanzieren, da sie sich zu sehr in ihrer Freiheit (z. B. durch bestimmte Dresscodes) eingeschränkt fühlten. So wurde Weidner 1986 in dem Magazin Singen und Tanzen zitiert: „Wir hatten keine Lust mehr, uns in eine Ecke drängen zu lassen, aus der wir nicht mehr herauskommen. Wir wollten unseren Spaß haben und das war zum Schluss nicht mehr möglich.[14] Russell dagegen identifizierte sich noch bis zum Ende des Jahres 1985 stark mit der Kultur, als der Rest der Band in dieser schon umstritten war, was innerhalb der Band zu Spannungen führte.

Parallel wurde auch die Trennung vom Label Rock-O-Rama beschlossen, da dieses immer mehr durch neonazistische Veröffentlichungen (beginnend ab dem Jahre 1984 durch die Veröffentlichungen von Bands wie zum Beispiel Skrewdriver, Skullhead oder Brutal Attack) auffiel und die Onkelz darüber hinaus auch finanzielle Differenzen mit dem Label-Chef Herbert Egoldt hatten. Trotzdem musste die Band ihren Plattenvertrag (über insgesamt drei Alben) erfüllen und veröffentlichte 1985 noch Böse Menschen – Böse Lieder sowie Mexico, bevor sie sich von Rock-O-Rama trennen konnten. Letzteres beinhaltete dabei nur sechs Songs, um dem Label so wenig Musikmaterial wie möglich zur Verfügung zu stellen.[15]

Ein Schlüsselerlebnis für die Band stellte das letzte Konzert vor reinem Skinheadpublikum am 9. November 1985 im „KdF-Bunker“ (ein altes Fabrikgebäude, das der Band Kraft durch Froide als Proberaum diente[16]) in Berlin dar. Die Onkelz waren als Gäste ein-, aus- und schließlich wieder eingeladen worden und spielten, weil eine andere Band ausgefallen war. Auf Videoaufnahmen des Konzertes sind deutlich Hitlergrüße und neonazistische Parolen im Publikum zu sehen bzw. zu hören, die zeigen, dass ein großer Teil der Szene sich zu diesem Zeitpunkt rechtsextremem Gedankengut zugewandt hatte.[17] Aus der Sicht der Onkelz markierte dies den endgültigen Zusammenbruch der Skinheadszene, die ihre eigenen Ideale verraten hatte.

[Bearbeiten] 1986–1992: Indizierung und erste öffentliche Wahrnehmung

Abgesehen von der Indizierung des Albums Der Nette Mann im Jahr 1986 wurde es um die Band nach dem Ausstieg aus der Skinhead-Szene zunächst ruhig. Nach einem Benefiz-Konzert für das SOS-Kinderdorf folgte bis 1989 kein einziger weiterer Live-Auftritt[18], erst 1987 veröffentlichte sie mit Onkelz wie wir… wieder ein Album, dem 1988 Kneipenterroristen folgte. Die Alben handelten zwar anfangs noch immer von Alkohol und Gewalt, wurden textlich und musikalisch aber komplexer. Trotz der musikalischen Weiterentwicklung und der langsam zunehmenden Anerkennung innerhalb der Heavy-Metal-Szene bekam die Band jedoch intern massive Probleme, die durch schwere Schicksalsschläge (z. B. durch den Tod enger Freunde) sowie die Alkohol- und Heroinabhängigkeit des Sängers Kevin Russell hervorgerufen wurden.

Zu dieser Zeit wurde die Band in den Medien weitgehend nicht beachtet, was sich jedoch mit den steigenden Verkaufszahlen der Folgealben Es ist soweit, Wir ham’ noch lange nicht genug und Heilige Lieder änderte. Die Vergangenheit der Onkelz und die Forderung nach einer Namensänderung wurden in diesem Zusammenhang wiederholt thematisiert. Das öffentliche Interesse nahm weiter zu, als es in den frühen 1990er Jahren zu verschiedenen rassistischen Übergriffen in Deutschland (z. B. die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen, thematisiert im Lied Deutschland im Herbst, oder der Mordanschlag von Mölln) kam und die Onkelz vermehrt im Zusammenhang mit rechter Gewalt erwähnt wurden. Zu dieser Zeit sah sich die Gruppe mit einer massiven Kritik konfrontiert, die unter anderem dazu führte, dass sich mehrere Radio- und später auch Fernsehsender (MTV und VIVA) weigerten, Onkelz-Platten zu spielen. Große Verkaufshäuser wie Media Markt, WOM (World of Music) oder Saturn verkauften die Tonträger der Onkelz nicht.

Dagegen versuchte das Plattenlabel Metal Enterprises – bei dem die Onkelz bis 1990 unter Vertrag standen und es aufgrund der immer größer werdenden rechten Tendenzen verließen – gerade mit der Vergangenheit der Band noch rechtes Publikum anzusprechen und so Gewinn zu machen. 1994 konnte die Band aber erfolgreich eine „Best-Of“-Veröffentlichung des Labels mit dem Titel Könige für einen Tag stoppen, da deren Cover stark NS-lastig gestaltet war.[19]

[Bearbeiten] 1992–1997: Zwischen Kritik und Erfolg

Trotz oder sogar wegen der massiven öffentlichen Kritik waren die Onkelz weiterhin erfolgreich und schafften es 1993 mit ihren beiden veröffentlichten Alben Weiß und Schwarz auf Platz zehn bzw. zwölf der deutschen Charts. Mit dem Lied Deutschland im Herbst befand sich auf dem Album Weiß auch ein Lied, mit dem die Band sich gegen die rechtsextreme Szene und deren rassistische Übergriffe positionierte. Weidner äußerte sich dazu in der Zeitschrift Rock Hard: „Die Vorfälle im letzten Jahr, Rostock, Mölln, und so weiter, sind an uns nicht spurlos vorbeigegangen. ‚Deutschland im Herbst‘ ist unsere Reaktion auf diese Ausschreitungen, und die Wortwahl zeigt deutlich, was wir davon halten: ‚Braune Scheiße‘, das sind diese Chaoten für mich, nicht mehr und nicht weniger.“[20]

1994 wurde der B.O.S.C. (Böhse Onkelz Supporter Club) als offizieller Fanclub der Band gegründet, dieser war zunächst noch auf 2000 Mitglieder begrenzt. Im selben Jahr wechselten die Onkelz zum Plattenlabel Virgin Records und waren damit zum ersten Mal bei einem Major-Label unter Vertrag. Dort brachten sie ein Jahr später das Album Hier sind die Onkelz heraus, das es auf Platz fünf der Charts schaffte. Mit Hilfe des ehemaligen Landtagsabgeordneten der Grünen Michael Schmelich und des Dezernenten für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt Daniel Cohn-Bendit gingen die Onkelz 1995 erstmals auf eine ausgedehnte Deutschland- und Österreich-Tournee. In dieser Zeit konnte Russell auch erfolgreich seine Abhängigkeit von Heroin und Alkohol bekämpfen, die zu diesem Zeitpunkt für ihn lebensbedrohliche Ausmaße angenommen hatte.

1996 folgte das Album E.I.N.S. (Platz vier in den Charts), dessen Titel von einigen Medien als Abkürzung für „Eigentlich immer noch Skins“ interpretiert wurde. Auf dem Album selbst befand sich mit Enie Tfahcstob rüf Ediona-RAP ein Stück, das eben solche Interpretationsversuche hart kritisierte und als lächerlich darstellte. Außerdem reagierte die Band mit dem Stück Ihr sollt den Tag nicht vor dem Abend loben auf Äußerungen der beiden Bands Die Ärzte und Die Toten Hosen, die sich wiederholt kritisch gegenüber den Böhsen Onkelz geäußert hatten (u. a. durch das Lied Schrei nach Liebe von Die Ärzte).

Im September 1997 wurde, die vom Autor Edmund Hartsch verfasste, offizielle Bandbiografie Böhse Onkelz, Danke für nichts veröffentlicht, welche sich bisher über 75.000 mal verkaufte.[21]

[Bearbeiten] 1997–2004: Platz 1 in den Charts

Tour 2004, zweites Konzert in Dortmund

Ende der 1990er nahmen Media Markt und World of Music die Platten der Gruppe wieder in den Verkauf. Dies und die angewachsene Fangemeinde der Onkelz sorgten 1998 dafür, dass das Album Viva los Tioz innerhalb der ersten 48 Stunden nach Verkaufsstart über 300.000 Exemplare absetzte und die Band zum ersten Mal Platz 1 der deutschen Charts erreichte. In Österreich und der Schweiz reichte es für Platz 3 beziehungsweise Platz 10. Aufgrund des großen Erfolges gab es 1999 erstmals eine Nominierung für den Echo in der Kategorie Rock/Pop: Gruppe des Jahres national, der aber nicht gewonnen wurde. Die Single-Auskopplung Terpentin erreichte Platz 7 in Deutschland und Platz 8 in Österreich.

Nach dem Vertrag mit dem Plattenlabel Virgin, der nach drei Studioalben 1998 auslief, gründete die Band ihr eigenes Label „rule23“, Virgin übernahm weiterhin den Vertrieb. rule23 wurde später in regel23 umbenannt. Das Nachfolgealbum Ein böses Märchen… …aus tausend finsteren Nächten aus dem Jahre 2000 erreichte ebenfalls Platz 1 in den deutschen Charts. Mit Platz 2 wurde in Österreich die Chartspitze knapp verfehlt und in der Schweiz erreichten sie Platz 11. Auch die Single Dunkler Ort auf dem Album konnte sich in den Charts platzieren. Mit Dopamin aus dem Jahre 2002 erreichten die Onkelz zum dritten Mal in Folge Platz 1. Des Weiteren wurden die Böhsen Onkelz 2003 und 2005 erneut in der Kategorie Rock/Pop: Gruppe des Jahres national für den Echo nominiert.

In dieser Zeit brachten die Onkelz mehrfach ihre Ablehnung gegenüber Extremismus jeglicher Art zum Ausdruck, nahmen an mehreren Rock-gegen-Rechts- sowie Rock-gegen-Gewalt-Konzerten teil und engagierten sich in sozialen Projekten. Die Band bezog Position als Außenseiter, die jede Art von Politik vehement ablehnt. Trotzdem sorgte ihre Vergangenheit weiterhin für Kontroversen. Eine Sondersendung MTV Masters über die Band wurde nach ihrer Meinung verfälscht, woraufhin die Onkelz das Stück Keine Amnestie für MTV veröffentlichten, der in Deutschland den 2., in Österreich den 8. und der Schweiz den 25. Platz erreichte. Ein weiterer Höhepunkt der Kontroverse war der 8. August 2003, als die Böhsen Onkelz beim Konzert auf dem EXPO-Gelände in Hannover als Vorgruppe der Rolling Stones auftraten: „German Nazi Punk Band to open for the Rolling Stones“, schrieb die amerikanische Boulevardzeitung New York Post in ihrer Ausgabe vom 2. Juni 2003.[22]

[Bearbeiten] 2004–2005: Ende der Karriere

Bühne am Lausitzring, 17. Juni 2005

Am 24. Mai 2004 kündigten die Onkelz offiziell ihren Rückzug vom aktiven Musikgeschäft an. Auf der offiziellen Band-Homepage stand: „[…] Aber – seien wir ehrlich zu uns, das ist die logische Konsequenz aus allem. Aus den vergangenen 24 Jahren, aus dem Keller in Hösbach und der ausverkauften Festhalle in Frankfurt. Die Onkelz hatten nie die Ambition, als Rockeremiten mit ergrautem Haar auf dem Rockolymp anzukommen, sondern wenn mit vollem Elan und nicht schon auf dem absteigenden Ast sitzend.“

Nach dem Erscheinen des letzten Albums Adios und dessen Sprung an die deutsche Chartspitze, einem Auftritt im August beim Wacken Open Air und der restlos ausverkauften Tour 2004 fand am 17. und 18. Juni 2005 ein Abschieds-Open-Air-Festival unter dem Namen Vaya con Tioz (frei übersetzt: ‚Geh mit den Onkelz‘) am EuroSpeedway Lausitz statt.

120.000 Besucher beim Konzert.

Im Rahmen dieses Open Airs brachte die Band auch die eBay-Kartenproblematik ins Interesse der Öffentlichkeit, da die etwa 100.000 Tickets 22 Tage nach Vorverkaufsstart komplett verkauft waren. Eine beträchtliche Anzahl Tickets wurde von Zwischenhändlern aufgekauft und später bei eBay zu Wucherpreisen wieder verkauft. Allein am Weiterverkauf erzielten diese gewerblichen eBay-Händler so Gewinne von mehreren Hundert Prozent. Gegen diese Problematik gingen die Böhsen Onkelz im Rahmen des Open Airs auf dem Lausitzring vor, indem sie in Zusammenarbeit mit dem offiziellen Ticketversand die Auslieferung von Tickets an diese Händler verweigerten. Davon betroffen waren nach Auskunft auf der offiziellen Website etwa 850 Karten, die stattdessen an die Fans verteilt wurden.

Neben den Onkelz als Headliner spielten am Lausitzring zum Support Motörhead, Machine Head, J.B.O., In Extremo, Psychopunch, Children of Bodom, Pro-Pain und weitere Bands sowie Onkelz-Coverbands wie die Enkelz oder Kneipenterroristen. Bands wie Misfits und Turbonegro hatten zuerst zugesagt, sprangen aber aufgrund des öffentlichen Drucks ab. Marky Ramone sagte wenige Tage vor dem Konzert ab, da ihm in den USA mit Boykott gedroht wurde. Am ersten Abend des Abschlussfestivals spielte die Band Lieder aus den ersten zwölfeinhalb Jahren ihrer Geschichte und trotz Warnungen des Landeskriminalamtes Brandenburg auch das indizierte Stück Der nette Mann vom gleichnamigen Debütalbum, was zu einer Anzeige führte – bei früheren Konzerten nahmen die Onkelz das bereits gelegentlich gegen die Zahlung eines Ordnungsgeldes in Kauf. Am zweiten Abend folgten dann Stücke aus den letzten zwölfeinhalb Jahren. Hinzu kam eine fast 10 Minuten dauernde Abschiedsrede von Stephan Weidner.

[Bearbeiten] 2005–heute: Nach den Onkelz

Am 16. Februar 2007 wurde das letzte Konzert unter dem Namen Vaya con Tioz auf vier DVDs veröffentlicht. Ebenso folgte Mitte November desselben Jahres die Neuaufnahme des Albums Onkelz wie wir. Für Vaya con Tioz erhielten sie 2008 in der Kategorie „Musik-DVD-Produktion (national)“ nach einigen erfolglosen Nominierungen ihren ersten und einzigen Echo.[23] Die Preisverleihung wurde nicht im Fernsehen ausgestrahlt. Stephan Weidner und Matthias Röhr haben seit dem Ende der Onkelz bereits jeweils zwei bzw. drei Solo-Alben und ein Live-Album veröffentlicht.

Am 4. Oktober 2010 wurde Kevin Russell vor dem Frankfurter Landgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.[24] Russell hatte in der Silvesternacht 2009 unter Drogeneinfluss mit einem Sportwagen einen Kleinwagen gerammt und Unfallflucht begangen. Bei dem Unfall wurden zwei junge Männer lebensgefährlich verletzt.

Nach einem ersten Statement im Oktober auf der Onkelz-Website wandte sich Stephan Weidner im Dezember 2010 über einen Beitrag in seinem Blog und Interviews in den Zeitschriften Rock Hard und Metal Hammer an die Fans und ließ den wahren Grund der Bandauflösung verlauten. So seien in Wahrheit die Drogeneskapaden des Sängers Kevin Russell der Auslöser für die Trennung gewesen, um zu verhindern, dass das Ansehen der Band ernstlichen Schaden nimmt. Diese Entscheidung habe er nach dem Gig im Vorprogramm der Rolling Stones getroffen, auf welchem Russell unter Drogeneinfluss einen katastrophalen Auftritt absolviert habe.[25]

Vom 27. Juni -2. Juli 2011 wurde im Berliner HAU-Theater ein Theaterstück unter der Regie von Tamer Yigit und Branka Prlic über die Bandgeschichte der Onkelz aufgeführt, das mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gefördert wurde.[26]

[Bearbeiten] Musikalischer Stil und Textinhalte

[Bearbeiten] Musikalischer Stil

Ihrer frühen Anfangsphase wurden die Onkelz von Punk-Bands wie den Ramones und den Sex Pistols inspiriert, mit dem Aufkommen der Oi!-Bewegung in Großbritannien und deren Überschwappen nach Deutschland, wurden Bands wie Sham 69, Cock Sparrer oder Angelic Upstarts zu musikalischen Vorbildern der Onkelz. Der Spitzname des Gitarristen Gonzo ist dem Albumtitel Double Live Gonzo von Ted Nugent entlehnt, das er ständig in einer Alditüte mit sich trug.[27] Des Weiteren waren Gonzo und Weidner Fans des amerikanischen Bluesrock-Musikers Stevie Ray Vaughan, dem sie nach dessen Tod das Instrumental-Stück Tribute to Stevie auf dem Album Weiß von 1993 widmeten.[28]

Auch die Musik der Böhsen Onkelz hat sich immer wieder geändert. Von der Bandgründung an bis etwa 1985 spielten sie Oi!-Punk, bei dem ab 1983 Ska- und ab 1985 Hard-Rock-Einflüsse hörbar wurden. Anschließend veränderte sich ihre Musik ab dem Album Onkelz wie wir… deutlich zum Heavy Metal, wobei spätere Alben fast ausschließlich dem Hard Rock zuzuordnen sind – aber mit Einflüssen verschiedenster Musikrichtungen. Sie zeichneten sich nach Meinung ihrer Anhänger durch die Wut und den Gestus des Ausgeschlossenseins aus, die ihnen aus der Seele sprachen. Ein weiteres musikalisches Markenzeichen war die raue und aggressive Stimme des Sängers Kevin Russell.

Auf späteren Platten experimentierte die Band immer mehr mit verschieden musikalischen Mitteln.

Das Instrumentalstück Lt. Stoned ist im Stil des Psychedelic Rock gehalten und wurde vom Schlagzeuger Pé mitkomponiert. Die Hammond-Orgel spielt Fred Bauer von der Band New Deal.[29]

Das Album Heilige Lieder wird mit einem, von einem kirchlichen Frauenchor vorgetragenem, Oratorium eingeleitet, das den Refrain des Liedes Wir ham' noch lange nicht genug zitiert.[30]

Im Instrumentalstück Baja sind Walgesänge zu hören, die Inspiration dafür entstand als Stephan zwei Monate auf einem Greenpeace-Schiff vor der Baja California verbrachte, um die dortigen Wale zu beobachten und durch das Lied „Remember Exxon Valdez“ von Dance 2 Trance, bei dem er die Gitarrenparts einspielte.[31]

Der Titel 1000 Fragen ist ein The-Doors-Tribut, das von einem metaphysischen Text, Orgelspiel und Orgelsolo untermauert wird.

Auf dem Album Viva los Tioz kombinierte die Band ihre Hard-Rock-Rhythmen mit elektronischen Klängen, mittels Computer- und Synthesizer-Effekten.[32]

Das Stück Einmal vom Album Adios gibt mit seinen Sitar-Klängen und dem lebensbejahenden Text einen Einblick in die asiatische Klang- und Lebensphilosophie.

In den Liedern Erinnerungen, Gestern war heute noch morgen, Koma - Eine Nacht, die niemals endet und Zu nah an der Wahrheit kommt ein Klavier zum Einsatz, dessen Parts aber nicht von der Band selbst eingespielt wurden.

Auf den Lieder-wie-Orkane-3-Konzerten (1999) spielten die Onkelz erstmals ein Medley, bestehend aus Teilen von Wilde Jungs, Heute trinken wir richtig, So sind wir und Nie wieder.[33]

Gecovert wurden von der Band nur wenige Stücke. Unter anderem Coz I luv you von Slade, Je t'aime… moi non plus von Serge Gainsbourg, My Generation von The Who und Ein guter Freund aus dem Film Die Drei von der Tankstelle von 1930.

[Bearbeiten] Textinhalte

Auf den meisten Alben ist das erste Lied eine Art Willkommensgruß, in dem sich die Böhsen Onkelz mit einem Augenzwinkern und teilweise mit Selbstironie als Götter präsentieren. Oft wird in diesen Liedern auch mit dem Ruf der Band kokettiert. Aus der Ablehnung heraus, die Band und Fans von der Öffentlichkeit erfahren, wird ein Gemeinschaftsgefühl beschworen.

Ebenso greift die Band in ihren Liedern oft Kritiker an, die sie als Neonazi-Band betrachten. Daher richten sich viele Lieder gegen die Medien, die ihre meinungsbildende Stellung nach Aussage der Band missbrauchen und den Konsumenten nur präsentieren, was Quoten bringt. Beispiele dafür sind Stücke wie Fahrt zur Hölle, Danke für nichts und Keine Amnestie für MTV.

Darüber hinaus beschäftigen sich die Texte späterer Alben (etwa ab 1991) auch mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, so eine Textstelle in Finde die Wahrheit: „…denn die Wege sind lang, und selbst der Tod ist nicht ihr Ende, wach endlich auf…“, oder Das Rätsel des Lebens: „…das Rätsel des Lebens, das Wunder des Daseins, fang an es zu lösen und Du wirst mich verstehn…“.

Diese Fragen ergaben sich wohl auch durch die Verarbeitung des Todes eines sehr guten Freundes der Band, Andreas „Trimmi“ Trimborn. Dieser wurde am 16. Juni 1990 von einem jungen Mann mit einem Messer tödlich in der Brustgegend verletzt. Der vermeintliche Täter, der im darauf folgenden Prozess eine Notwehrsituation schilderte, wurde freigesprochen. Dieses Ereignis wurde in mehreren Stücken verarbeitet. Unter anderem in den Stücken: Nur die Besten sterben jung, Der Himmel kann warten und Der Platz neben mir - Part I + II. Mit Ganz egal und Das Messer und die Wunde existieren auch zwei Lieder, die an den Täter gerichtet sind.

Des Weiteren prangerte die Band in ihren Stücken immer auch soziale und politische Missstände an. So äußerte sich die Band schon öfter in ihren Stücken gegen politischen Extremismus, vor allem von Seiten Rechtsextremer und Neonazis. Das geschieht unter anderem in den Stücken Hässlich, brutal und gewalttätig, Deutschland im Herbst, Hass-tler und Ohne mich.

In den Stücken Scheißegal, Schöne neue Welt, Macht für den der sie nicht will, Worte der Freiheit und Entfache dieses Feuer thematisiert die Band die Eingriffe durch staatliche Zensur, die veränderten, chaotischen Bedingungen für die Menschen nach dem Untergang der Sowjetunion und ihrer Partnerstaaten, die Kriegsleiden der jugoslawischen Zivilbevölkerung, mangelndes Demokratieverständnis, die Situation der ostdeutschen Bevölkerung und den Schaden, den korrupte Politiker anrichten.

Kindesmissbrauch und Kinderprostitution sind weitere Themen, die von der Band immer wieder aufgriffen werden. So heißt es in dem Stück Wie kann das sein: „Freier aus den Wohlstandländern, die durch Bangkok und Manila schlendern, durch pädophiles Gebiet, wie Scheiße, die mit der Armut zieht.“ […] „Wie mitleidlos können wir zur Tagesordnung übergehn?“ In den Stücken Viel zu jung und Der nette Mann wird das Thema des Kindesmissbrauches zwar mit einer sehr harten und expliziten Sprache behandelt, aber dennoch offensichtlich für verabscheuungswürdig erklärt.

Des Weiteren übt die Band auch immer wieder Kritik an der Gesellschaft. In dem Stück Superstar werden Shows wie Deutschland sucht den Superstar als Produkt einer geldgierigen Musikindustrie bezeichnet, die Pop-Maschinen und Retortenbands ohne Talent produzieren: „Ich will Mädchen, Möpse und Millionen, mich soll der Bohlen holen.“ In Überstimuliert und Regen übt die Band Kritik an einer trägen, gedankenfaulen Gesellschaft, deren Bäuche voll sind und die sich selbst vernichten wird. In Regen heißt es dann: „Es regnet Kampf ums Überleben.“ […] „Es regnet Wut, hier gibt es keine Arche, wir ertrinken in Blut.“

In Dunkler Ort verweist die Band darauf, dass Menschen sich ihre dunkle Realität selbst schaffen, aber diese auch selbst überwinden können. In Kirche drückt die Band ihre Abneigung gegenüber der Katholischen Kirche und deren Dogmen und Moralvorstellungen aus. Gesichter des Todes beschreibt die vermeintliche Quotengier der Medien und die Grundlage jener Quoten, nämlich das menschliche Leid, das am gewinnbringendsten vermarktet wird. Exitus charakterisiert konservative, gedankenträge Menschen, die unfähig sind Veränderung zu schaffen oder eine eigene Meinung und eigene Ideale zu wählen. „Viel zu feige, die Moral zu untergraben, ohne Glauben, ohne Ideale.“

Ebenfalls ein wichtiges Thema in der Musik der Band ist die Selbstfindung und Selbstliebe. In dem Lied Wenn du wirklich willst, das auch zum Soundtrack des Films „Kombat Sechzehn“ beigesteuert wurde, heißt es:„Sei du selbst, steh zu dir, die Wahrheit wird gelebt und nicht doziert. Du bist was du warst und du wirst sein was du tust, beginne dich zu lieben, und du findest was du suchst“. In Liedern wie Das Wunder der Persönlichkeit, Mutier mit mir, Ich mache was ich will und Ich bin wie ich bin beziehen sich die Texte stark auf den Individualismus.

In den späteren Alben wird immer wieder die Vergangenheit angesprochen, wobei es oft um die „Wilde Zeit“ der Bandmitglieder geht. Ein Beispiel hierfür ist das Lied Erinnerung. In der Textstelle: „Ich erinner mich gern an diese Zeit, eine Zeit, die man nie vergisst. Doch ich muss mein Leben leben, meinen Weg alleine gehn, mach’s gut, du schöne Zeit, auf Wiedersehn.“ wird der Ausstieg aus der Oi!-Szene thematisiert, die immer mehr in der Neonazi-Szene aufging.

[Bearbeiten] Neonazismusvorwürfe

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[Bearbeiten] Ursache

Bis heute werden der Gruppe, trotz zahlreicher Distanzierungsversuche, neonazistische Tendenzen vorgeworfen, wobei häufig der Titel Türken raus aus dem Jahr 1981 angeführt wird. In diesem Stück, das die Band in ihrer Punk-Phase aufnahm, finden sich eindeutige Zeilen wie „Türkenpack, raus aus unserm Land, geht zurück nach Ankara, denn ihr macht mich krank“. Nach Angaben der Band ist das Lied als Reaktion auf eine Gruppe verfeindeter türkischer Jugendlicher, mit der sie häufig in Schlägereien verwickelt war, entstanden. Kritiker verweisen darauf, dass in dem Lied nicht von einer spezifischen Gruppe die Rede ist, sondern gefordert wird, dass „alle Türken […] raus“ müssten. Diese Verallgemeinerung ist laut Band auf ihre damalige primitive Denkweise zurückzuführen.[34]

Außerdem wird das Lied Deutschland den Deutschen, das eine umgeschriebene Version von Oi, Oi, Oi ist, angeführt, in dem es heißt: „[…] gegen euch und eure Kanakenwelt“. Wie Türken raus soll auch dieses Stück eine Reaktion auf die Erfahrungen auf der Straße und die Unfähigkeit, sich gegen die angeblichen Gewalttaten der Jugendgruppen entsprechend zu verteidigen, gewesen sein.[34][35]

Das Stück SS-Staat, ebenfalls von 1981 (auf der Platte Kill the Hippies), wird nach Angaben der Band als „bewusste Provokation von Nazis“ verstanden.[36] Eine Zeile in dem Stück mit schlechter Tonqualität wird von Kritikern nicht, wie im Originaltext, als „SS-Staat im Staate, wir wollen’s nicht erleben“, sondern als „SS-Staat im Staate, wir wollen’s miterleben“ verstanden.[37] Das gesamte Lied wird vielfach als Verherrlichung des Nationalsozialismus interpretiert.[38]

Der Umgang der Band mit dieser Thematik ist umstritten. Fans der Band weisen darauf hin, dass Türken raus und Deutschland den Deutschen auf keiner offiziellen Veröffentlichung der Böhsen Onkelz zu finden sind. Verbreitet wurden die Stücke durch illegales Kopieren von Demotapes, die weitergereicht wurden. Stephan Weidner meinte in einem Interview dazu: „Der Text war eine große Dummheit und natürlich gab es nie eine Veröffentlichung des Songs, selbstverständlich wird es eine solche Veröffentlichung auch nie geben.“ Die beiden Stücke waren bisher nie Gegenstand eines eigenen Indizierungsverfahrens. Die Indizierung und Beschlagnahme der Tonträger, auf denen die beiden Stücke vertreten waren, erfolgte bisher nur wegen der beanstandeten Stücke vom Debütalbum.

[Bearbeiten] Die Sicht der Kritiker

Das erste offizielle Studioalbum, Der nette Mann (erschienen im Mai 1984), enthielt verschiedene Lieder (insgesamt sechs der 14), die die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften dazu veranlassten, sie und das Album als Ganzes 1986 auf den Index zu setzen: Die Lieder Der Nette Mann, Dr. Martens Beat und Fußball & Gewalt wurden von ihr als gewaltverherrlichend eingestuft, Mädchen als sexistisch, Frankreich '84 sowie Böhse Onkelz als Verherrlichung von nationalsozialistischem Gedankengut. Bei den der BPjS-Kommission vorliegenden Texten wichen einige Zeilen oder Wörter von den eigentlichen Texten ab.

In der Begründung der Bundesprüfstelle heißt es, das Stück Der nette Mann sei „geeignet, rohe Instinkte zu wecken“ und „predige Mord an kleinen Kindern“.[11] Die Band hingegen bezeichnete es als ihr Anliegen, auf eine ziemlich direkt-derbe Art und Weise darauf aufmerksam zu machen, wie grausam nekro- sowie pädophile Gewalttäter sind, und dass selbst der unscheinbarste Mensch ein solcher Straftäter sein könnte (hier „der nette Mann von nebenan“ – Der Nachbar). Kevin Russell meint, dass es notwendig gewesen sei, die Rolle des Sexualstraftäters, der Kinder missbraucht zu spielen, um die Gedankenwelt eines solchen Menschen und das Abstößige des Verbrechens in aller Deutlichkeit darstellen zu können.[34]

Umstritten waren auch Zeilen in dem Stück Böhse Onkelz – laut eigener Aussage verherrlicht sich die Band in diesem Stück selbst, die Bundesprüfstelle jedoch stufte den Text („Wir saufen mit links und herrschen mit der Rechten […] Wir sind Böhse Onkelz und machen, was uns gefällt, heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt“) als Verherrlichung nationalsozialistischen Gedankenguts ein, was nicht zuletzt am Refrain, der auf das von Hans Baumann geschriebene Lied „Es zittern die morschen Knochen“ anspielt, liegen dürfte.[39]

Das Stück Frankreich '84 ist laut Aussage der Band als „Vorfreude“ auf die Fußballeuropameisterschaft von 1984 zu sehen, da Mitglieder der Band Eintrittskarten für ein Spiel der deutschen Mannschaft in Straßburg hatten. Als Reaktion auf die dortigen Erlebnisse kann das Lied nicht verstanden werden, denn es wurde vor der EM veröffentlicht.[40] Die Indizierungskommission sah in dem Stück jedoch eine Assoziation mit dem Frankreichüberfall von 1940 („Ja, wir sehen uns in jedem Fall, im Sommer '84 beim Frankreichüberfall, …“). Diese Textzeile stammt ursprünglich vom Oktoberklub und lautet dort „Ja, wir treffen uns auf jeden Fall, Sommer '73 zum X. Festival“. Der geschichtliche Hintergrund allerdings fiel bereits vor der eigentlichen Indizierung des Stücks weg, als die Band den Text nach der EM '84 kurzerhand an Mexiko anpasste: „[…] im Sommer '86 beim Mexikoüberfall“.[41]

Oft wird auch das Lied Deutschland von Kritikern zu den Titeln mit tendenziell neonazistischem Inhalt gezählt. Ihrer Ansicht nach weise das Lied einen übersteigerten Patriotismus auf, der unterschiedlich aufgefasst werden kann. Mit der Zeile „Auch zwölf dunkle Jahre in deiner Geschichte macht unsere Verbundenheit zu dir nicht zunichte!“ wird ein Bezug zur nationalsozialistischen Zeit Deutschlands hergestellt, der als Distanzierung verstanden werden kann. Dieses Lied wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften nicht beanstandet.[11]

Auf der Platte Böse Menschen – Böse Lieder aus dem Jahr 1985 veröffentlichte die Band das Stück Hässlich, brutal und gewalttätig, in dem sie sich gegen Neonazis und das Vorurteil, alle Skinheads seien rassistische Gewalttäter, aussprachen. In dem Stück heißt es: „Wir tragen alle Hakenkreuze, Skinheads haben nur Gewalt im Sinn. Ist es das, was ihr hören wolltet, dass wir hirnlose Schläger sind?“ und weiter „In den Medien steht es immer wieder, dass wir Schlägertrupps für Nazis sind. Doch wir haben uns nichts vorzuwerfen, denn es ist ihr Gerede, das stinkt.“

Bei einem Konzert bei Lübeck 1985 vor etwa 700 Oi!-Skins und einigen Leuten, die klar dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen waren, tauschte der Sänger Kevin Russell – laut Aussagen der Band eigenmächtig – beim Lied Deutschland die Erwähnung der Farben Schwarz-Rot-Gold gegen Schwarz-Weiß-Rot aus. Nach Angaben der Band, die das als „weitere Dummheit“ bezeichnete, waren sie „außer sich vor Wut über diesen Alleingang“.

In der offiziellen Biografie steht dazu: „Kevin sang während des ‚Deutschlandliedes‘ auf eigene Faust, anstatt ‚…schwarz-rot-gold, wir steh'n zu dir…‘, ‚…schwarz-weiß-rot, wir steh'n zu dir…‘ und bekam dafür von Stephan einen ernstzunehmenden Anschiß, was hieß, daß er kurz davor stand, Kevin auf die Fresse zu schlagen“.[42] Die Spannungen innerhalb der Band sollen sich dadurch verstärkt haben.

Die Meinung der Fans zu den Liedern des Debütalbums ist gespalten. Es finden sich sowohl Anhänger der frühen Phase als auch andere, die Der Nette Mann ablehnen. Fans der Band sehen in dieser Streuung des Publikums ein klares Zeichen dafür, dass es primär nicht der politische Nimbus ist, der für die meisten Hörer ausschlaggebend sei. Insbesondere in der Skinhead-Szene genießen insbesondere die ersten Alben der Böhsen Onkelz Kultstatus, unabhängig von der jeweiligen politischen Ausrichtung.[43] Kritiker hingegen stellen sich auf den Standpunkt, die Band wolle ein breiteres Publikum erreichen, jedoch darauf achten, neonazistische Fans nicht zu verprellen. So habe die Band ihrer Ansicht nach ihre Texte gerade genug abgemildert, um nicht offen neonazistisch zu sein und folglich einer Zensur (und der damit verbundenen Unmöglichkeit eines kommerziellen Erfolgs) entgehen zu können.

In dem Lied Ohne mich aus dem Album Viva los Tioz distanzieren sich die Onkelz sowohl von Rechts- wie Linksextremisten. Kritiker sind allerdings der Meinung, dass das eine Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus und damit eine verkappte Verharmlosung des ihrer Meinung nach gefährlicheren Rechtsextremismus darstelle.

Der als Reaktion auf die Brandanschläge auf Menschen ausländischer Herkunft Anfang der 90er entstandene Titel Deutschland im Herbst, wird von Fans häufig als Beweis für die Distanzierung von der Vergangenheit gesehen: „Ich sehe alle gegen alle, jeder gegen jeden. […] Ich sehe braune Scheiße töten. Ich sehe dich! […] Ich höre weiße Geräusche, rassenreine Lieder. Ich höre hirnlose Parolen von Idioten und Verlierern. Ich hör die Lügen der Regierung. Die Lüge eures Lebens. Die Lüge über uns.“ Kritiker sind jedoch der Ansicht, dass der Text einen Mangel an Klarheit mit sich brächte, die Kritik an der Band und ihren Texten angreife und somit nicht als Beweis von Distanzierung gesehen werden könne.

Auch in Konzertansagen distanzierte sich die Band von politischer Gewalt seitens der radikalen Rechten und Linken („Bei unseren Konzerten soll keine Politik gemacht werden“[44] Stephan Weidner), und Konzertbesucher, die Nazisymbole wie Hakenkreuz oder den Hitlergruß präsentierten, bekamen von der Security einen Platzverweis ausgesprochen oder wurden von der Band während des Konzerts aufgefordert, die Halle zu verlassen.[45] Die Saalverweise lassen die Kritiker nicht als Beweis für die Distanzierung von nationalsozialistischem Gedankengut gelten, da die Verwendung von Nazisymbolen in Deutschland gesetzlich verboten ist und es im Eigeninteresse der Band liege, keine Straftaten bei ihren Konzerten zu dulden. Doch dem Argument widerspricht, dass auch bei Konzerten im Ausland (beispielsweise in der Schweiz)[46], wo Hakenkreuzsymbole und ähnliches nicht verboten sind, die Onkelz darauf achteten, Neonazis von ihren Konzerten fernzuhalten.

Auch die Weigerung der Band bezüglich eines Namenwechsels sorgt immer wieder für Kritik. Kritiker sehen darin einen Beweis dafür, dass die Band versuche, durch die Kontinuität des Namens weiter aus ihrer Vergangenheit Profit zu schlagen. Von der Band und ihrem Umfeld wurde erwidert, dass eine Namensänderung verlogen und der Wandel der Band dann nicht mehr dokumentiert sei. So nimmt die Band im Lied Danke für nichts dazu Stellung: „Ändert Euren Namen, sagst du – ändere Deinen!“ und „Nichts würde sich ändern, nicht in Tagen, nicht in Jahren, Die Wahrheit ist in dir, und nicht in Deinem Namen“.

Bei einem Rock-gegen-Rechts-Konzert 1996 in Bremen stellte die Band erneut klar, dass sie rechtsextremes Gedankengut, Fremdenhass und generellen Hass ablehnt. Die Veranstaltung trug den Titel „Mensch!?“ und fand in der Bremer Stadthalle statt und wurde von den Onkelz mitfinanziert.[47] Die Böhsen Onkelz und einige andere kleinere Bands spielten dort. Des Weiteren wurden Arbeiten zum Thema Ausländerfeindlichkeit ausgestellt, und den Bremer Kulturvereinen die Möglichkeit gegeben, sich vorzustellen. Eine kleine Gruppe Neonazis, die dennoch das Konzert besuchen wollte und nationalsozialistische Parolen skandierte, soll sich wenig später in Begleitung der Security und unter „Nazis raus“-Rufen der Besucher bereits wieder auf dem Weg nach draußen befunden haben.

Am 9. März 2001 organisierte die Ausländerbehörde und der Wir e.V. zusammen mit den Onkelz erneut ein Festival für die Opfer rechter Gewalt. Zusammen mit Kreator, Destruction, Megaherz und Sub7even spielten die Bands, die alle auf ihre Gage verzichteten, weit über 100.000,-- DM ein. Das Geld wurde nun an ausgesuchte Opfer rechter Gewalttaten ausbezahlt.[47]

Einige Kritiker sind der Ansicht, dass die Band durch die Koketterie mit neonazistischen Themen eine Aufmerksamkeit bekommen habe, die sie allein durch ihre Live-Auftritte und durch ihre Musik nicht erreicht hätte.

[Bearbeiten] Auseinandersetzungen zwischen Band und Kritikern

In dem Kommentar Was ist eine Jugendsünde? in der Tageszeitung Darmstädter Echo vom 28. November 1992 glaubte der Journalist Bert Hensel einen Liednamen entschlüsselt zu haben, der rückwärts gelesen „Arier on“ ergebe, Zitat:

„…Neue Texte sind so verklausuliert, daß sie den Index unterschwimmen. Eine Gebrauchsanweisung geben die Onkelz bei ihrem jüngsten Ausfluß aber schon. Im Beiheft zur Platte: ‚Wenn ihr versucht, zwischen den Zeilen zu lesen, werdet ihr mehr über uns erfahren.‘ Zwischen den Zeilen steht bekanntlich nichts. In einem harmlos nach Mädchennamen klingenden Songtitel aber Bekanntes. Der heißt: ‚Noreira‘. Von hinten entschlüsselt, ließt sich das so: ‚Arier On‘. Auch in Richtung Darmstadt?“[48]

Tatsächlich heißt das Lied, das auf dem Album Heilige Lieder erschien, nicht Noreira, sondern Noreia, benannt nach der gleichnamigen keltischen Gottheit. Allerdings gab es einen Fehldruck auf frühen Ausgaben sowie – bedingt durch das Verwenden der ursprünglichen Druckfolie – auf der Wiederveröffentlichung des LP-Covers, auf dem Noreira steht. Als Reaktion auf die pedantische Suche nach Skandalen veröffentlichte die Band 1996 auf dem Album E.I.N.S. das Lied Enie Tfahcstob rüf Ediona-RAP (für: ‚Eine Botschaft für Paranoide‘), auf dem ein von Stephan Weidner gesprochener Text rückwärts abgespielt wird, der richtig herum folgendermaßen lautet:

„Herzlichen Glückwunsch. Muss ’ne Menge Arbeit gewesen sein, dieses Lied rückwärts abzuspielen. Entweder du bist eines dieser paranoiden Arschlöcher, für die wir dieses Lied gemacht haben, oder du bist einfach nur neugierig. Ersteren sei gesagt: Wer rückwärts gesprochene satanistische oder faschistische Botschaften auf unseren Platten vermutet, muss ausgesprochen dämlich sein und außerdem unter extremem Verfolgungswahn leiden. Armes Schwein, du tust uns echt Leid. Sperr dich ein und schmeiß den Schlüssel weg.“

Im Mai 2001 scheiterten die Böhsen Onkelz mit einer Klage gegen die taz. Diese hatte die Onkelz in einem Artikel als „berüchtigte rechtsradikale Band“ bezeichnet. In zweiter Instanz wurde zu Gunsten der taz entschieden. Laut Landgericht Berlin sei das ein „zulässiges Werturteil“, das durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist.[49] Die taz hatte ihren Standpunkt unter anderem folgendermaßen begründet: „Die Böhsen Onkelz geben zwar vordergründig vor, mit ihrer rechten Vergangenheit nichts mehr zu tun zu haben, versichern ihren rechtsradikalen Anhängern allerdings bei jeder Gelegenheit augenzwinkernd, dass sie trotz des Drucks der Öffentlichkeit im Kern ungebrochen und ganz die Alten geblieben sind.“[50]

Im Juli 2001 strahlte der deutsche Musiksender MTV Germany im Rahmen der Sendung „MTV Masters“ einen Beitrag über die Böhsen Onkelz aus, der von der Band sehr kritisch aufgenommen wurde. So sahen die Onkelz den Beitrag als sehr subjektiv an, der sie in sehr negativer Weise darstellte. Das veranlasste die Band dazu, einen offenen Brief an MTV zu verfassen, in dem sie den Sender sowie die Verantwortlichen für den Beitrag scharf kritisierten und jedwede zukünftige Zusammenarbeit mit MTV ausschlossen.[51]

Stephan Weidner sagte dazu in einem Interview:

„Zunächst waren wir von der Idee begeistert. […] Weil wir glaubten, dass man vielleicht mit Hilfe der Onkelz Leute erreicht, die gewaltbereit sind oder mit einem Bein im rechten Lager und somit am Rande der Gesellschaft stehen. Hätte man unsere Geschichte richtig dargestellt, mit allen Fehlern die wir gemacht haben, und gezeigt, wie fehlgeleitet wir waren, wie wir uns entwickelt haben und wo unser Weg hingeführt hat, wäre das eine riesige Chance gewesen, diese Leute eventuell zum Umdenken zu bewegen. Es hat verdammt weh getan, dass diese Chance nicht wahrgenommen wurde. […] Wir wollten nichts beschönigen, haben ihnen in alles Einblick gewährt […]. Die verantwortliche Redakteurin, eine Iranerin, hat diesen Leuten immer wieder gesagt, wenn sie bei uns irgendwas Rechtes riechen würde, wäre sie die Erste, die darüber berichten würde. […] Man wollte die Band nicht so positiv dargestellt sehen wie in dem ursprünglichen Beitrag. Daraufhin wurde diese Redakteurin wenige Tage vor dem Sendetermin entlassen und der Beitrag nochmal schnell umgeschnitten.“[52]

Im Kern warfen die Böhsen Onkelz MTV vor, den Beitrag zwei Tage vor der Ausstrahlung komplett umgeschnitten und anders ausgestrahlt zu haben, als die Redakteurin Leyla Piedayesh ihn zeigen wollte. Diese habe daraufhin ihre Unterschrift unter den Beitrag verweigert, da er die Gruppe auf eine Art darstelle, die nicht dem entspreche, was sie während ihrer einjährigen Recherche kennengelernt habe. So unterschlage der Bericht laut Aussage der Band viele Informationen, die seitens der Onkelz an MTV geliefert wurden und stelle die im Bericht gezeigten Aussagen der Bandmitglieder durch die Off-Moderation als „unglaubwürdig und verlogen“ dar. Darüber hinaus habe MTV in dem Bericht mit Die Ärzte, Afrob und D-Flame nur Musiker zu Wort kommen lassen, „die noch nie Kontakt zur Band hatten“ und andere Kollegen wie Sven Väth, Mark Spoon oder Moses Pelham, welche die Onkelz „persönlich kennen“, ignoriert.

Als abschließende Reaktion auf den Konflikt mit MTV veröffentlichten die Onkelz ein halbes Jahr später das Lied Keine Amnestie für MTV.

Weitere negative Presseerfahrungen, bei denen die Onkelz sich beklagten, mit schlecht recherchierten Artikeln in die Neonazi-Ecke geschoben worden zu sein, ohne eine Chance zur Rechtfertigung erhalten zu haben, führten zur Einschränkung der Zusammenarbeit mit der Presse. So wurden teilweise Interviews und Pressekarten für Konzerte verweigert.

[Bearbeiten] Sicht anderer Musiker

Einige Kollegen aus der Musikbranche betrachten die Böhsen Onkelz sehr kritisch. Campino – Sänger der Band Die Toten Hosen – bezeichnete in einem am 12. Dezember 1998 abgedruckten Interview mit der Frankfurter Rundschau die Liedtexte der Böhsen Onkelz als „unsägliche Landser-Heftchen-Lyrik“. In einem Interview auf der Toten-Hosen-Website 2003 kritisierte er jedoch, dass den Onkelz immer wieder vor 20 Jahren begangene Fehler vorgehalten werden, und meinte: „Man sollte die Onkelz endlich wie jede andere Hardrock-Band behandeln. […] Ich bin bei diesem Thema mittlerweile entspannter.“[53]

Im Anti-Neonazi-Lied Schrei nach Liebe von der Band Die Ärzte lautet eine Zeile: „Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ’ne Kuschelrock-LP, wobei diese Textpassage auf dem Album Rock ’n’ Roll Realschule „zwischen Störkraft und den andern“ lautet. Diese Textänderung hat für einige Verwirrung gesorgt. Farin Urlaub sagte dazu:

„Wir haben daraufhin tatsächlich begeisterte E-Mails von Onkelz-Fans gekriegt, mit dem Tenor‚ Endlich habt Ihr’s verstanden!‘. Was ich eigentlich meinte, war viel härter: ‚Störkraft und die anderen‚ – das ist für mich noch viel deutlicher, dass die Onkelz ‘ne Naziband sind. Wir singen jetzt auch wieder ‚Onkelz‘ für die ganzen Stumpfen. Ich weiche da keinen Deut von ab. Ich mag die nicht, nach wie vor.“[54]

Im Zuge der Auseinandersetzung mit beiden Bands veröffentlichten die Onkelz 1996 auf dem Album E.I.N.S. das Lied „Ihr sollt den Tag nicht vor dem Abend loben“, in dem sie bewusst die beiden Bands ansprechen: „Schöne Grüße nach Düsseldorf und Berlin“ Düsseldorf und Berlin sind die Gründungsorte der beiden Bands. „Opium fürs Volk, Scheiße für die Massen, ja Ihr habt es geschafft, ich beginne euch zu hassen, wenn ich so etwas sage, ist das nicht gelogen, Ihr sollt den Tag nicht vor dem Abend loben!“. Opium fürs Volk heißt ein 1996 erschienenes Album von Die Toten Hosen, „Scheiße für die Massen“ ist eine Anspielung auf die erste Strophe des Lieds Motherfucker 666 von Die Ärzte: „Ich scheiß auf Ihre Maße“.

Innerhalb der Musikbranche gibt es aber auch prominente Befürworter wie den Rapper Moses Pelham[55][56] und den Sänger der Kölner Band BAP, Wolfgang Niedecken. Die Techno-DJs Sven Väth und Mark Spoon zählen bzw. zählten zum Freundeskreis der Band.[57][58] Im Laufe der Zeit bekamen die Onkelz auch außerhalb der Musikbranche prominente Fürsprecher, wie die Ausländerbeauftragte des Landes Bremen Dagmar Lill, den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit oder die Journalistin Alice Schwarzer.[59][60][61]

[Bearbeiten] Das heutige Verhältnis der Neonazi-Szene zur Band

Die Neonazi-Szene ist zu diesem Thema gespaltener Meinung. So äußern vor allem Neonazis immer wieder, dass sie gerne die älteren Stücke der Böhsen Onkelz hören. Andererseits gibt es auch Musiker aus der Szene, die schon zum Ausdruck gebracht haben, dass sie sich von den Onkelz „verraten“ fühlen. So sang die Neonazi-Band Landser in dem Lied „KPS“ von 1995, „Böhse Onkelz, ihr wart mal geil / doch dann wolltet ihr Geld verdienen / und machtet zum bösen Spiel / ganz einfach die guten Mienen // Kennt ihr noch eure alten Lieder? / Hören wollt ihr sie nicht / denn das Signum des Verrats / steht Euch mitten im Gesicht.“ (mit Anspielung auf das Lied Signum des Verrats vom Album Böse Menschen – Böse Lieder), gefolgt von Beleidigungen. Die Zillertaler Türkenjäger beschimpfen Stephan Weidner im Lied „1001 Nacht“ des indizierten Albums 12 Doitsche Stimmungshits. Klaus Farin, deutscher Journalist, zählt insgesamt 20 Hasslieder von Neonazi-Bands.[62]

[Bearbeiten] Allgemeine Informationen rund um die Band

Die Band bezeichnete ab Mitte der 1990er Jahre ihre Fans als „Neffen und Nichten“, was das Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Anhängerschaft verstärken sollte. Das wird unter anderem im Lied Danke vom Album Ein böses Märchen… …aus tausend finsteren Nächten besungen.

Die zweite Strophe des Liedes Nur die Besten sterben jung wurde – laut Angaben der Band-Biografie Danke für Nichts – schon mehrmals als Todesanzeige in lokalen Zeitungen verwendet („…die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht, die Zeit heilt Wunden, doch ich denke oft an dich…“).

Das 1996 erschienene Album E.I.N.S. wurde in mehreren Leserumfragen von Fachzeitschriften (z. B. Rock Hard oder Metal Hammer) mehrmals unter die Top 10 der Rubrik „Bestes Metal Album aller Zeiten“ gewählt, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt nicht das meistverkaufte Album der Band war.

Zum Abschlusskonzert auf dem EuroSpeedway Lausitz kamen neben den offiziell 120.000 Fans,[63] die eine Eintrittskarte hatten, noch geschätzte 60.000 Fans, die während der Konzerte auf den Campingplätzen verweilten. Das gaben die Band, der örtliche Konzertveranstalter und auch die Polizei bekannt.

Die Popularität der Band ist auch nach der Auflösung nicht zurückgegangen, da es deutschlandweit jährlich zu mehreren Veranstaltungen rund um das Thema „Böhse Onkelz“ kommt. So findet z. B. seit Sommer 2006 die „G.O.N.D.“ (Größte Onkelz Nacht Deutschlands) statt, zu der im Jahr 2009 geschätzte 18.000 Besucher kamen.

1985 wirkten die Onkelz im Fernsehfilm „Zagarbata“ von Tabea Blumenschein mit. Der Film war eine Koproduktion des ZDF und wurde von Christoph Dreher gedreht. Inhaltlich ging es um die Skin- und Punkbewegung Anfang der 1980er Jahre.[64]

Die Band spendete die Erlöse mehrerer T-Shirt-Aktionen an wohltätige Organisationen, wie die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. die sich für den Schutz von Delfinen einsetzt, die Chandler Sky Foundation, die das Kinderheim Casa de Milagros in Cusco, Peru betreibt, und einen Fond der Ausländerbehörde Hamburg für die Opfer von Krieg und Vertreibung in Afghanistan.[65]

Die Rugby-Mannschaft der Frankfurter Eintracht (2. Rugby-Bundesliga) spielte in der Saison 2001 mit Onkelz-Schriftzug auf der Brust. Die Trikots wurden von der Band gesponsert.

Es gab auch ein Onkelz Dragster Racing Team. Das Fahrzeug war ein GFK Nachbau eines 55 Ford Thunderbird mit 850 Ps, bzw. mit NOS Aufladung bis zu 1150 PS.[66]

[Bearbeiten] Diskografie

Hauptartikel: Böhse Onkelz/Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

Seit 2001 werden die Alben, die bei der Bellaphon erschienen sind, unter SPV/regel23 vertrieben. Die Metal-Enterprise-Alben Kneipenterroristen und Es ist soweit sowie die EP Lügenmarsch werden seit März 2005 mit leicht überarbeitetem Cover unter dem Label SPV/regel23 neu vertrieben. Das Album Onkelz wie wir… wurde komplett neu eingespielt und erschien am 2. November 2007. Am 4. Dezember 2009 wurde eine neu gemasterte Version der Originalaufnahmen von Onkelz wie wir als Onkelz wie wir (Black Edition) von Reflex Distribution & Media (Intergroove) neuveröffentlicht, das die Rechte zuvor von Metal Enterprises erworben hatte.

[Bearbeiten] Singles

  • 1981: Kill the Hippies – Oi (I EM OI; Auflage: 2 Stück)
  • 1992: Ich bin in dir
  • 1995: Finde die Wahrheit
  • 1998: Terpentin
  • 1998: Shape CD (Eintrittskarte zur 98'er Tour)
  • 2000: Dunkler Ort
  • 2002: Keine Amnestie für MTV
  • 2004: Onkelz vs. Jesus

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Jahr Preis Kategorie Ergebnis
1999 Echo Rock/Pop: Gruppe des Jahres national Nominiert[67]
2001 Echo Rock/Pop: Gruppe des Jahres national Nominiert[68]
2003 Echo Rock/Pop: Gruppe des Jahres national Nominiert[69]
2005 Echo Rock/Pop: Gruppe des Jahres national Nominiert[70]
2006 Echo Musik-DVD-Produktion national: La Ultima / Live in Berlin Nominiert[71]
2008 Echo Musik-DVD-Produktion national: Vaya con Tioz Gewonnen[23]

Goldene Schallplatte[72]

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 1995: für das Album Heilige Lieder
    • 1996: für das Album E.I.N.S.
    • 1996: für das Album Hier sind die Onkelz
    • 1997: für das Album Wir ham’ noch lange nicht genug
    • 1997: für das Video Live in Dortmund
    • 1997: für das Video Live in Vienna
    • 1998: für das Album Live in Dortmund
    • 2000: für die Single Dunkler Ort
    • 2000: für das Album Ein böses Märchen aus tausend finsteren Nächten
    • 2001: für das Album Gestern war heute noch morgen
    • 2003: für das Album Gehasst, Verdammt, Vergöttert
    • 2003: für das Album Live in Vienna
    • 2003: für das Album Schwarz
    • 2003: für das Album Weiß
    • 2005: für das Album Live in Hamburg
    • 2005: für die DVD La Ultima / Live in Berlin
    • 2006: für die DVD Böhse Onkelz Tour 2000
  • OsterreichÖsterreich Österreich
    • 1998: für das Album Viva los Tioz
    • 1998: für das Album Hier sind die Onkelz
    • 1998: für das Album E.I.N.S.

Platin-Schallplatte[72]

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2000: für das Album Ein böses Märchen aus tausend finsteren Nächten
    • 2003: für das Video Live in Vienna
    • 2005: für die DVD La Ultima / Live in Berlin
    • 2006: für das Album E.I.N.S.
    • 2006: für die DVD 20 Jahre - Live in Frankfurt
    • 2006: für die DVD Böhse Onkelz Tour 2000
    • 2006: für das Video Live in Dortmund

3x Goldene Schallplatte[72]

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2005: für die DVD La Ultima / Live in Berlin
    • 2006: für die DVD 20 Jahre - Live in Frankfurt

2x Platin-Schallplatte[72]

  • DeutschlandDeutschland Deutschland
    • 2007: für die DVD La Ultima / Live in Berlin
Land Gold Platin
DeutschlandDeutschland Deutschland 23 9
OsterreichÖsterreich Österreich 3 0
insgesamt 26 9

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 28.
  2. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 39.
  3. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 45.
  4. a b Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 58.
  5. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 19.
  6. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 56.
  7. a b Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 59.
  8. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 54.
  9. Zitat:„…Ob es Neonazis künftig gelingen wird, Teile der gewalttätigen, aber im Grunde unpolitischen jugendlichen Subkulturgruppen an sich zu binden, muß bezweifelt werden. Rechtsextremistische Grundhaltungen sind mit der Vorstellungswelt und der Lebensweise dieser Jugendlichen nur schwer in Einklang zu bringen…“ Bundesministerium des Innern: In: Verfassungsschutzbericht 1993. 1994.
  10. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 77.
  11. a b c Entscheidung Nr.2638 (V)vom 15.08.1986 bekanntgemacht im Bundesanzeiger Nr.160 vom 30.08.1986. In: www.onkelz.de. Archiviert vom Original am 5. August 2003, abgerufen am 8. April 2011 (PDF, 0,7 MiB, Version des Originalberichtes mit korrigierten Textteilen auf der Webseite der Böhsen Onkelz).
  12. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 81.
  13. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 80.
  14. Interview im Duisburger Skinhead-Fanzine Singen und Tanzen, Frühjahr 1986.
  15. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 96.
  16. Andreas Pohle: Kopie eines Artikels aus ROIAL Nr.7 Auf: rockoi.com. Abgerufen am 1. September 2011.
  17. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 15. Januar 2008)
  18. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 106.
  19. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 230.
  20. Interview im Magazin Rock Hard, 1993
  21. Artikel zur Bandbiografie Auf: onkelz.de. Abgerufen am 1. September 2011.
  22. NY Post: German 'Nazi' Punk Band To Open For THE ROLLING STONES - June 2, 2003 Auf: roadrunnerrecords.com, (Kopie des Originalartikels). Abgerufen am 4. Juli 2011.
  23. a b Erster Preis für Böhse Onkelz Auf: laut.de, 18. Februar 2008. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  24. Über zwei Jahre Haft für Kevin Russell Auf: laut.de, 4. Oktober 2010. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  25. Stephan Weidner: Noch ein letztes Mal… Auf: der-w.de, 10. Dezember 2010. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  26. ONKELZ – REGIE: TAMER YIGIT UND BRANKA PRLIC Homepage des Hebbel-am-Ufer-Theaters. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  27. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 33.
  28. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 20. April 2006)
  29. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 11. Oktober 2007)
  30. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 15. März 2007)
  31. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 20. April 2006)
  32. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 12. Mai 2006)
  33. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 12. März 2007)
  34. a b c MTV Masters - Böhse Onkelz, Juli 2001.
  35. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 69.
  36. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 55.
  37. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 18. April 2006)
  38. Siehe den Artikel „'NAZIS' IN CONCERT WITH THE STONES“ in: The Daily Mirror, 2. Juni 2003, der sich u. a. auf Türken raus und SS-Staat bezieht.
  39. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 17. April 2006)
  40. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 82.
  41. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 10. Februar 2006)
  42. Edmund Hartsch: In: Böhse Onkelz, Danke für nichts. Originalausgabe, 1997, S. 91-92.
  43. vgl. Klaus Farin/Eberhard Seidel: Skinheads. 5., erweiterte und neubearbeitete Auflage Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 3406475833, S. 192ff..
  44. Interview zu Live in Vienna. 1991.
  45. Artikel auf dunklerort.net (Archivversion vom 4. Dezember 2007)
  46. Tour-Tagebuch 2004: „Nicht so witzig dagegen sind die vereinzelten Screwdriver T-shirts vor der Halle. Die schweizer Toleranzschwelle liegt ja bekanntermaßen so hoch, dass hier jeder mit Hakenkreuzen und ähnlichem Klimbim rumlaufen darf. Aber eben nicht auf einem Onkelzkonzert. Am Arsch. Und so wundere ich mich auch nicht, dass der Typ sich wundert, als er rausfliegt. Neutralität vortäuschen, aber heimlich das Nazikoks wegschnuppen, das haben wir besonders gerne.“
  47. a b Böhse Onkelz und Bremen Kopie eines Artikels, der ursprünglich auf onkelz.de. erschien. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  48. Bert Hensel: Was ist eine Jugendsünde?. In: Darmstädter Echo. 28. November 1992.
  49. Urteil des Berliner Landgerichtes vom 21. Juni 2001 Kopie des Urteilsschreibens auf: althand.de. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  50. Antrag an das Berliner Landesgericht Antrag des Anwaltes der taz an das Berliner Landesgericht die Klage der Onkelz abzuweisen, 30. April 2001. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  51. Offener Brief des Böhse Onkelz Managements an MTV Kopie des Briefes von onkelz.de, 2002. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  52. Interview im Magazin Rock Hard, 2002.
  53. Das große Sommer-Interview 2003 Auf: dietotenhosen.de. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  54. Stefan Gnad: EXTRA-Interview Auf: www.nordbayern.de, 11. August 2004. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  55. laut.de – Moses Pelham: 3p-Boss mag Naidoo und Onkelz Auf: laut.de, 17. Mai 2001. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  56. Marcus Berg: Moses Pelham Interview Auf: tioz.de, 11. März 2002. Abgerufen am 7. Juli 2011.
  57. taz: Die Onkelz gehen – bitte weitersagen Auf: taz.de, 18. August 2004. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  58. Hans Nieswandt: Jetzt ist er scheiße leise Auf: taz.de, 13. Januar 2006. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  59. Böhse Onkelz: Benefiz-Konzert gegen rechte Gewalt Auf: laut.de, 27. Oktober 2000. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  60. Böhse rechte Onkelz Auf: taz.de, 16. Mai 2001. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  61. Andreas Hartmann: Junge Liberale Auf: jungle-world.com, 19. Juni 2002. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  62. MTV-Interview. Juli 2001.
  63. Böhse-Onkelz-Veteran Weidner, Wut im Kopf Auf spiegel.de, 3. Mai 2008. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  64. Artikel in der Internet Movie Database Auf: imdb.de. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  65. Artikel auf onkelz.de (Archivversion vom 27. Februar 2009)
  66. Artikel auf onkelz.de (Archivversion vom 9. Oktober 2002)
  67. Gruppe: Böhse Onkelz für immer Auf: www.wer-kennt-wen.de. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  68. Die ersten Nominierungen des Echo 2001 Auf: mediabiz.de, 25. Januar 2001. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  69. Alle Nominierten für den Echo 2003 Auf: mediabiz.de, 20. Januar 2003. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  70. Kategorie: Rock/Pop Auf: mediabiz.de, 1. April 2005. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  71. Echo 2006: Die Nominierten Auf: fan-lexikon.de, 25. Februar 2006. Abgerufen am 4. Juli 2011.
  72. a b c d Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE AT

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Böhse Onkelz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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