Kummenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kummenberg
Luftfoto des Inselbergs von Nordosten

Luftfoto des Inselbergs von Nordosten

Höhe 667 m ü. A.
Lage Vorarlberg, Österreich
Gebirge Bregenzerwaldgebirge
Dominanz 2,6 km → Zwurms
Schartenhöhe 242 m ↓ Birken
Koordinaten 47° 20′ 10″ N, 9° 37′ 1″ O47.3361611111119.6168388888889667Koordinaten: 47° 20′ 10″ N, 9° 37′ 1″ O
Kummenberg (Vorarlberg)
Kummenberg
Typ Inselberg
Gestein Schrattenkalk
Alter des Gesteins Mittleres Barremium - Unteres Aptium

Der Kummenberg (im lokalen Dialekt auch Kummaberg) ist ein 667 m ü. A. hoher Inselberg inmitten des Alpenrheintals in Vorarlberg. Der komplette Berg liegt auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Koblach, deren alter Dorfkern sich am Fuße des Berges befindet. Besondere Bedeutung hat der Kummenberg als Grenzberg zwischen dem Vorarlberger Ober- und Unterland.

Geschichte[Bearbeiten]

Einen großen Bekanntheitsgrad erlangte der Kummenberg durch archäologische Funde, die sich bis in die Mittelsteinzeit zurückdatieren ließen. Es handelt sich bei diesen Funden um die ältesten Anzeichen menschlicher Besiedelung im heutigen Vorarlberg. Erklärbar ist dies teilweise dadurch, dass sich zu jener Zeit noch der Bodensee als fischreicher Süßwassersee bis nach Rankweil erstreckte und der Kummenberg dadurch tatsächlich eine Insel im See oder zumindest Küstengebiet war.[1]

Bei der Realisierung der Rheinregulierung wurde am Westhang des Kummenbergs ein Steinbruch eingerichtet, von dem aus mit der Bahn der internationalen Rheinregulierung Bruchmaterial zu den Baustellen geschafft wurde.

Autobahntrasse durch den Udelberg[Bearbeiten]

Durchquerung des Udelbergs (Blickrichtung etwa nach Süden)

Beim Bau der Rheintal/Walgau Autobahn (A14) wurde 1971[2] der Udelberg, ein etwas kleinerer Nebenberg des Kummenbergs, in zwei Teile gesprengt. Der Grund dafür war, dass man so die Autobahntrasse ohne den Einsatz eines Tunnels durch den Berg hindurch weiterführen konnte. Das dabei angefallene Felsmaterial wurde beim Bau des Autobahnteilstückes zwischen Dornbirn-Nord und Götzis verwendet, der gespaltene Berg ist bis heute eines der markantesten Merkmale der Autobahnstrecke.

Es gab ursprünglich auch Planungen für eine Überbauung der Durchstichstelle mit sechs Ebenen, in der Parkplätze, Tankstellen, Geschäfte, Restaurants, Fitness-Einrichtungen und Dienstleistungsbetriebe Platz finden sollten. Dieser Plan wurde allerdings niemals umgesetzt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Skelettreste 9.500 Jahre alt. Ein Artikel des ORF Vorarlberg vom 18. März 2006.
  2. Ritsch, Wolfgang und Stadelmann, Carmen: "Eine raumbezogene Kulturgeschichte zum Rheintal", 2005, S. 11 (PDF) (abgerufen am 22. Juli 2014)
  3. Schulmediencenter des Landes Vorarlberg: Begleittext zur Bildreihe Ein Land verändert sich: Vorarlberg 1955 bis 2005 (PDF), S. 21 (abgerufen am 22. Juli 2014)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kummenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien