La Motte-Picquet – Grenelle (Métro Paris)

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Metro-M.svg La Motte-Picquet – Grenelle
Die Station der Linie 6
Tarifzone 1
Linie(n) 06Paris m 6 jms.svg 08Paris m 8 jms.svg 10Paris m 10 jms.svg
Ort Paris XV
Eröffnung 24. April 1906
Gemeinsame Station der Linien 8 und 10 mit Richtungsbahnsteig
Stationsteil der Linie 8 in Richtung Balard mit schräger Decke über dem Bahnsteig
Schema der Linienverlegungen im südlichen Paris 1937
Zug der Baureihe MF 77 in Richtung Pointe du Lac an der längeren Kante der Linie 8 des Richtungsbahnsteigs
Aufgang zur Hochbahnstation der Linie 6

La Motte-Picquet – Grenelle ist ein Umsteigebahnhof der Pariser Métro. Er wird von den Métrolinien 6, 8 und 10 bedient.

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof befindet sich im Quartier de Grenelle des 15. Arrondissements von Paris.

Name[Bearbeiten]

Bis 1913 hatte die Station nur den Namen La Motte-Picquet. Die namengebende Avenue de la Motte-Picquet trägt diesen zu Ehren von Toussaint-Guillaume Picquet de la Motte (genannt La Motte Picquet), einem französischen Admiral, der während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs erfolgreich gegen die britische Royal Navy kämpfte.

Der Namenszusatz Grenelle bezieht sich auf den Boulevard de Grenelle, er geht auf ein gleichnamiges ehemaliges Gut zurück.[1] Zwischen 1907 und 1942 war Grenelle der Name der heutigen Station Bir-Hakeim.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die oberirdische Station der Linie 6 liegt an einer Hochbahnstrecke mittig längs über dem Boulevard de Grenelle. Sie hat zwei Seitenbahnsteige an zwei Streckengleisen und ist vollständig überdacht.

Die U-Bahnhöfe der Linien 8 und 10 befinden sich unter der rechtwinklig abgehenden Avenue de la Motte-Picquet. Nach Norden bzw. Osten hin existiert für die beiden Linien ein gemeinsamer Richtungsbahnsteig, der ein einfaches Umsteigen zwischen den Zügen der Richtungen Pointe du Lac (Linie 8) und Gare d’Austerlitz (Linie 10) ermöglicht. Da die Bahnsteige der Linie 8 länger sind als die der Linie 10 hat der gemeinsame Bahnsteig ungleich lange Bahnsteigkanten.[2][3] In der Gegenrichtung befindet sich parallel dazu eine eingleisige Station der Linie 10 (Bahnsteig westlich des Gleises) und darunter versetzt eine ebensolche der Linie 8 (Bahnsteig östlich des Gleises), deren Bahnsteige direkt übereinander liegen.[2]

Die beiden unterirdischen Stationen sind gewölbeartig aufgebaut, wobei der Stationsteil der Linie 8 in Richtung Balard, aufgrund seiner Lage unter dem der Linie 10, jedoch eine vorwiegend schräge Decke aufweist. Neben mehreren Ausgängen zur Straße hin gibt es einen Fußgängertunnel, der das Umsteigen zum Hochbahnhof der Linie 6 ermöglicht.

Die gesamte Anlage weist die Form eines großen „L“ auf, dessen waagerechte Linie den Hochbahnhof der Linie 6 darstellt. Der Kreuzungspunkt der Strecken befindet sich knapp außerhalb der Stationsbereiche.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hochbahnstation wurde am 24. April 1906 in Betrieb genommen, als der Abschnitt von Passy bis Place d’Italie der Linie 2 Sud (heute Teil der Linie 6) eröffnet wurde. Am 14. Oktober 1907 wurde die bis dahin eigenständige Linie 2 Sud aufgegeben und für 35 Jahre zum südöstlichen Endabschnitt der Linie 5 (ÉtoileGare du Nord).[4] Seit dem 6. Oktober 1942 verkehrt, nach Veränderung der Führung der Linie 5, die Linie 6 am Hochbahnhof.

Am 13. Juli 1913 wurde die westliche Verlängerung der Linie 8 (heute zur Linie 10 gehörig) von Opéra bis Beaugrenelle (seit 1947: Charles Michels) in Betrieb genommen.[5] Deren Strecke kreuzt die Hochbahn unter dem Straßenzug Avenue de la Motte-Picquet – Rue du Commerce, ihre Station liegt nördlich des Schnittpunkts der beiden Linien.

In den 1930er Jahren wurde die unterirdische Station umfassend umgebaut. Der westliche Abschnitt der Linie 8 sollte mit dem östlichen der Linie 10 verbunden werden, wofür zwischen den Stationen La Motte-Picquet – Grenelle und Duroc eine Strecke neu gebaut wurde. Zudem sollte der Nordabschnitt der Linie 8 geradlinig unter der Rue du Commerce, und weiter unter der Avenue Félix Faure bis zur Place Balard, nach Südwesten hin fortgesetzt werden.[6]

Die bisherige Station der Linie 8 wurde zum Richtungsbahnhof für die nach Nordosten fahrenden Züge der beiden neuen Linien. Für die südwestliche Richtung entstanden zwei übereinanderliegende Stationsteile mit je einem Seitenbahnsteig an einem Gleis. Am 27. Juli 1937 wurde die Strecke von Duroc über La Motte-Picquet – Grenelle zum westlichen Endbahnhof Porte d’Auteuil der Linie 10 zugeordnet. Die von Norden kommende Linie 8 endet seitdem in der Station Balard.

Verkehr[Bearbeiten]

Jahrzehntelang waren auf allen drei Strecken Züge der Bauart Sprague-Thomson im Einsatz. Auf der Linie 10 wurden sie ab 1975 von der Baureihe MA abgelöst. Im Juni 1994 wurde jene durch die Baureihe MF 67 ersetzt,[7] die im Jahr 2015 nach wie vor auf der Linie fährt.

Die Linie 8 ist Zügen der Baureihe MF 77 vorbehalten, die dort seit 1980 verkehren. Zwischen 1975 und 1980 war zunächst die Baureihe MF 67 im Einsatz, anfangs im Mischbetrieb mit Sprague-Thomson-Zügen.[8]

Im Juli 1974 wurde die Linie 6 auf gummibereifte Fahrzeuge umgestellt, seitdem fährt dort die Baureihe MP 73.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Motte-Picquet - Grenelle (Paris Metro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2862533076.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 126.
  2. a b c  Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 252.
  3. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 242
  4. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 210
  5. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 270
  6. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 271
  7. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 273
  8. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 245
  9. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor, 2. Auflage, S. 211
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Paris m 10 jms.svg Ségur
Gare d’Austerlitz →

48.848992.29817Koordinaten: 48° 50′ 56″ N, 2° 17′ 53″ O