Lars-Emil Johansen

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Lars-Emil Johansen (* 24. September 1946 in Illorsuit, Gemeinde Uummannaq) ist ein grönländischer Politiker (Siumut) und seit April 2013 Präsident des grönländischen Parlaments Inatsisartut.

Lars-Emil Johansen legte 1970 das Lehrerexamen am Grönländischen Seminar in Nuuk ab.

Von 1971 bis 1975 war er Mitglied im Grönländischen Landesrat (Grønlands Landsråd), dem Vorläufer des heutigen Parlamentes. Dort war er Abgeordneter von 1979 bis 1997 und erneut ab 2005. Im dänischen Folketing saß er 1973 bis 1979 und noch einmal von 2001 bis 2011. Hier gründete er mit zwei Kollegen die Nordatlantische Gruppe, die er im August 2009 wieder verließ, nachdem Siumut die alte Fraktionsgemeinschaft mit der dänischen Schwesterpartei erneuert hatte.[1] Bei der Folketingswahl 2011 musste er seiner Parteifreundin Doris Jakobsen den Vortritt lassen.

Von 1971 bis 1979 wirkte er als Mitglied des Grönlandrates (Grønlandsrådet), der den Grönland-Ausschuss des Folketings 1964 ersetzt hatte und mit der Einführung der grönländischen Autonomie 1979 aufgelöst wurde. So wechselte Johansen in die neu geschaffene Autonomieregierung, wo er bis 1986 für Wirtschaft zuständig war. 1991 wurde er Premierminister und blieb bis 1997 im Amt.

Von 1987 bis 1997 war er zudem Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei Siumut. Daneben hatte und hat er zahlreiche Aufsichtsratsposten bei grönländischen Unternehmen inne.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kooperationsabsprache (dänisch) Siumuts Website, 14. August 2009, abgerufen am 1. Januar 2012

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Jonathan Motzfeldt Premierminister von Grönland
18. März 1991–19. September 1997
Jonathan Motzfeldt