Lasgo

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Lasgo
Jelle van Dael von Lasgo 2010
Jelle van Dael von Lasgo 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Vocal Trance, Trance
Gründung 2001
Website http://www.lasgo.be
Aktuelle Besetzung
Jelle van Dael
Peter Luts
Songwriting / Produktion
Jef Martens
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Evi Goffin (2001–2008)
Songwriting / Produktion / Keyboards / Gesang
David Vervoort (2001–2008)

Lasgo ist eine Vocal-Trance-Formation aus Belgien. Sie besteht aus dem Songwriter und Produzenten Peter Luts (* 14. Dezember 1971), dem Songwriter und Produzenten Jef Martens und der Sängerin Jelle van Dael (* 2. Mai 1990 in Opglabbeek, Belgien). Mit bisher weit mehr als fünf Millionen verkauften Tonträgern (Singles und Alben) ist Lasgo einer der erfolgreichsten Acts der Elektronischen Tanzmusik der Welt. Die Gruppe zählt neben Sylver und Milk Inc. zu den Pionieren des Vocal Trance.

Peter Luts ist nicht nur als Produzent von Ian Van Dahl bekannt, sondern ist außerdem ein gefragter Remixer und DJ.

Geschichte[Bearbeiten]

2001-2002[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 arbeiteten David Vervoort und Peter Luts zusammen an verschiedenen Club-Songs, darunter auch Something. Man suchte eine Sängerin und da man Evi Goffin bereits von ihrem Gesang für Fiocco und 2 Fabiola kannte, wurde sie gewählt. Weil David ein großer Schottland-Fan ist bzw. eine Teil seiner Familie in Schottland lebt, war die größte Stadt in Schottland Inspiration für den Namen des neuen Dance-Projekts: Lasgo – die Verkürzung des Namens Glasgow um den ersten und letzten Buchstaben.

Die im Anfang Juni 2001 veröffentlichte Debüt-Single Something wurde zu einem Chartstürmer: zunächst in Belgien, danach auch in Deutschland, Spanien und anderen europäischen Ländern. Der Song erhielt sowohl in Belgien als auch in Deutschland eine Goldene Schallplatte für mehr als 25.000 bzw. 250.000 verkaufte Exemplare. Something wurde in Belgien bei den TMF Awards als beste nationale Single des Jahres 2001 ausgezeichnet. Mit Something wurden im Jahr 2004 Peter Luts und David Vervoort zwei BMI Awards für ihren Erfolg als Songwriter in den Kategorien Pop und Dance verliehen. Das Musikvideo von Something wurde auf dem Gelände des Prager Hauptbahnhofes gedreht.

Die zweite Single Alone erschien Anfang November 2001, konnte aber wie alle weiteren Singles auch den Erfolg von Something nicht übertreffen. In Großbritannien war Alone ein Top-10-Hit.

Im November 2001 wurde das innerhalb von fünf Monaten aufgenommene Debüt-Album Some Things veröffentlicht. Überraschenderweise wurde im Oktober 2002 Pray als dritte Single aus dem ersten Album ausgekoppelt, obwohl einen Monat vorher der nicht auf dem Album enthaltener Song I Wonder auf Vinyl erschienen war. Das Debüt-Album Some Things wurde im Dezember 2002 neu veröffentlicht: Es enthält 3 weitere Songs, die in der ersten Veröffentlichung nicht enthalten waren: Searching, You und I Wonder.

2003-2006[Bearbeiten]

Nach einer längeren Pause erscheint als Vorbote des zweiten Albums der Song Surrender im Oktober 2003 als Vinyl und im Januar 2004 als Single CD. All Night Long von Januar 2005 erreicht nur in Belgien die Top-10 der Single-Charts. Das zweite Album Far Away erschien einen Monat später im Februar 2005 in Belgien und in den USA. Das Album ist vom Electro-Pop der 80er Jahre beeinflusst, weil David Depeche Mode als seine größte Inspirationsquelle bezeichnet[1]. So ist aus den 80ern eine Coverversion auf dem Album zu finden: Hold Me Now (im Original aus dem Jahr 1984 von den Thompson Twins). Die Lied-Texte des Albums stammen überwiegend von Annemie Coenen, der damaligen Sängerin von Ian Van Dahl.

Aus dem Album Far Away wurden weitere Singles ausgekoppelt, die bei weitem nicht an die Erfolge der ersten Singles aus dem ersten Album anknüpfen konnten: Who's That Girl? (Feat. David Bayer) erscheint Ende Juni 2005 in Belgien und Anfang Januar 2006 in Deutschland. Im dazugehörigen Video spielt Evi wegen ihrer Schwangerschaft zum ersten und einzigen Mal nicht die Hauptrolle. Nach der Vorstellung der Single Lying u.a. beim Auftritt am 1. Oktober von Lasgo bei den TMF Awards 2005 in Belgien erschien diese Ende Oktober 2005. Für die Single wurde der Song mit anderen Sounds neu abgemischt, auf dem Album ist er in der Form nicht zu finden. In den USA wurde Hold Me Now Ende Juni 2006 aus dem Album ausgekoppelt.

Seit Mitte des Jahres 2006 gab es außer den gemeinsamen Konzerten mit Ian Van Dahl (Lasgo vs Ian Van Dahl "Battle Tour") im April/Mai/Juni 2006 weder Auftritte von Lasgo als Band noch eine neue Veröffentlichung, die auf ein neues Album hätte hinweisen können.

2007-2009[Bearbeiten]

Ende Mai 2008 wurde öffentlich, dass Evi als Sängerin nicht mehr zur Verfügung steht.[2] Wenig später gab David bekannt, dass auch er kein Interesse mehr am Projekt Lasgo habe.[3]

Im Zuge einer Castingshow mit dem Namen „Let's Go Lasgo“ des belgischen Fernsehsenders JIM wurde im Juli und August 2008 eine neue Sängerin für Lasgo gesucht[4], aus der die 18-jährige Jelle van Dael als Siegerin hervorging[5]. Die erste Single mit ihr als Vokalistin trägt den Titel Out Of My Mind und wurde am 1. September 2008 in Belgien veröffentlicht.

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten]

Evi Goffin[Bearbeiten]

Evi Goffin (* 27. Februar 1981 in Antwerpen, Belgien) war vor ihrer Zeit bei Lasgo unter dem Pseudonym Medusa als Gastsängerin für Fiocco and 2 Fabiola tätig. David Vervoort und Peter Luts engagierten sie für das Projekt Lasgo, weil man sie bereits von ihrem Gesang für Fiocco und 2 Fabiola kannte.

Im Herbst 2006 kam es zwischen ihr und dem Management zu Konflikten, sodass es zu keinen neuen Veröffentlichungen kam. Die nach außen zunächst als Auszeit kommunizierte Pause als Sängerin wegen der Geburt ihres ersten Sohnes wurde im Sommer 2008 durch die Suche nach einer neuen Sängerin für Lasgo beendet. Evi Goffin verließ Lasgo.

David Vervoort[Bearbeiten]

Der Songwriter, Keyboarder, Sänger und Produzent David Vervoort (* 28. Dezember 1977 in Bonheiden, Belgien) war ebenfalls Produzent von Ian Van Dahl. Unter dem Künstlernamen DJ Dave McCullen ist er auch als DJ tätig.

Ende Mai 2008 schied David aus dem Projekt Lasgo aus, da er nach eigener Aussage kein Interesse mehr daran gehabt habe, Lieder im Lasgo-Stil zu schreiben.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen Anmerkung
DE[6] UK[7] BE[8]
2001 Some Things 82 30 11 Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2001
2002 Some Things (Special Edition) - - - 2CD. Re-Release mit drei Bonustracks. Erstveröffentlichung: Dezember 2002
2005 Far Away - - 15 Erstveröffentlichung: 6. Januar 2005
2009 Smile - - 8 Erstveröffentlichung: 14. September 2009

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen Anmerkung
DE[9] UK[10] BE[11]
2001 Something
Some Things
8 4 5 Erstveröffentlichung: 14. April 2001. Gold in Deutschland und Belgien
2001 Alone
Some Things
22 7 3 Erstveröffentlichung: 28. September 2001
2002 I Wonder
Some Things
- - - Nur als Vinyl. Erstveröffentlichung: 1. August 2002
2002 Pray
Some Things
31 17 11 Erstveröffentlichung: 20. September 2002
2003 Surrender
Far Away
49 24 6 Erstveröffentlichung: 18. November 2003
2004 All Night Long
Far Away
73 - 8 Erstveröffentlichung: 19. November 2004
2005 Who's That Girl?
Far Away
87 - 22 Mit Dave Beyer. Erstveröffentlichung: 26. Mai 2005
2005 Lying
Far Away
- - 16 Erstveröffentlichung: 23. September 2005
2006 Hold Me Now
Far Away
- - - Nur in den USA. Erstveröffentlichung: 11. Juli 2006
2008 Out Of My Mind
Smile
- - 7 Erstveröffentlichung: 24. Juli 2008
2009 Gone
Smile
- - 5 Erstveröffentlichung: 1. Februar 2009
2009 Lost
Smile
- - 4 Erstveröffentlichung: 9. Juli 2009
2009 Over You
Smile
- - 23 Erstveröffentlichung: 23. November 2009
2010 Tonight
-
- - 29 Erstveröffentlichung: 21. Juni 2010
2011 Here With Me
-
- - 30 Erstveröffentlichung: 20. Juni 2011
2012 Sky High
-
- - - Erstveröffentlichung: 7. Mai 2012
2012 Can't Stop
-
- - - Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2012
2013 Something 2013
-
- - - Mit Taylor Jones. Erstveröffentlichung: 20. März 2013
2013 Feeling Alive
-
- - Erstveröffentlichung: 2. Juli 2013

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2001: "TMF Award 2001" in der Kategorie "Best National Single" für Something, Belgien.
  • 2002: "WMC Award 2002" in der Kategorie "Best New Dance Artist Group", USA.[12]
  • 2002: "Smash Hits Award" in der Kategorie "Best Dance Act", Großbritannien.[13]
  • 2004: "WMC Award 2003" in der Kategorie "Best Hi-Energy / Euro Track" für Alone, USA.[14]
  • 2004: "European Border Breakers Award" für das Debütalbum "Some Things".[15]
  • 2004: "BMI Award" in der Kategorie "Dance" für Something, UK.[16]
  • 2004: "BMI Award" in der Kategorie "Pop" für Something, UK.[16]

Weblinks[Bearbeiten]

  • davemccullen.be - Homepage des ehemaligen Produzenten David Vervoort (Dave McCullen) (englisch)

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. A&S Productions: Official Lasgo Biography (pdf, 2,9 MB) Zugriff: 27. Mai 2007
  2. lasgo.be: Startseite. Zugriff: 24. Mai 2008
  3. a b dave-mccullen.com: NO!! LETS GO LASGO with DAVE McCULLEN - Meldung vom 29. Mai 2008. Zugriff: 5. Juni 2008
  4. Musicitems.be: JIM zoekt nieuwe zangeres voor Lasgo - Meldung vom 23. Mai 2008. Zugriff: 24. Mai 2008
  5. Het Belang Van Limburg: Jelle van Dael (18) uit Opglabbeek wint ‘Let’s Go Lasgo’ - Meldung vom 15. August 2008. Zugriff: 21. August 2008
  6. http://www.musicline.de/de/chartverfolgung_summary/artist/Lasgo/longplay
  7. http://everyhit.com/ Suche nach „Lasgo“
  8. http://www.ultratop.be/nl/search.asp?lang=nl&cat=a&cat2=s&search=Lasgo
  9. http://www.musicline.de/de/chartverfolgung_summary/artist/Lasgo/single
  10. http://everyhit.com/ Suche nach „Lasgo“
  11. http://www.ultratop.be/nl/search.asp?lang=nl&cat=s&cat2=s&search=Lasgo
  12. Winter Music Conference: Nominees and Winners For The Year 2002. Zugriff: 27. Mai 2007
  13. BBC NEWS Entertainment: Smash Hits winners in full - Meldung vom 24. November 2002 Zugriff: 27. Mai 2007
  14. Winter Music Conference: Nominees and Winners For The Year 2003. Zugriff: 27. Mai 2007
  15. European Music Office (EMO): Pressemitteilung vom Januar 2004 (PDF-Datei; 9,8 kB), Europäischen Union: Pressemeldung vom 25. Januar 2004 Zugriff: 27. Mai 2007
  16. a b BMI News: BMI Honors Top European Songwriters and Publishers at Annual London Awards - Meldung vom 4. Oktober 2004. Zugriff: 27. Mai 2007