Lebomboberge

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Lebomboberge
Südliche Ausläufer der Lebomboberge nahe Mkuze in KwaZulu-Natal

Südliche Ausläufer der Lebomboberge nahe Mkuze in KwaZulu-Natal

Höchster Gipfel Mount Mananga (776 m)
Lage Südafrika, Mosambik, Swasiland
Lebomboberge (Südafrika)
Lebomboberge
Koordinaten 26° S, 32° O-26.2532776Koordinaten: 26° S, 32° O
Typ Gebirgskette
Gestein Basalt, Rhyolith, Dolerit
Alter des Gesteins 180 Millionen Jahre
p1

Die Lebomboberge (auch Lubomboberge, von ubombo (isiZulu), dt. „Große Nase“) sind eine rund 800 Kilometer lange, schmale Gebirgskette in Südafrika, Mosambik und Swasiland im südlichen Afrika und ein Abschnitt der Großen Randstufe. Sie ist vulkanischen Ursprungs und verläuft in Nord-Süd-Richtung. Die höchste Ergebung ist der Mount Mananga mit 776 Meter über dem Meeresspiegel, der in der Nähe des nördlichen Dreiländerecks Südafrika/Mosambik/Swasiland liegt.

Geographie[Bearbeiten]

Komati-Durchbruch in den Lebombobergen

Das Nordende der Kette liegt bei Punda Maria in der südafrikanischen Provinz Limpopo im Kruger-Nationalpark, wo sie eine Höhe von 406 Metern über dem Meeresspiegel erreicht.[1] Von dort verläuft die Bergkette entlang der südafrikanisch-mosambikanischen Grenze. Der mittlere Teil erstreckt sich entlang der östlichen Grenze Swasilands und bildet eine natürliche Grenze zwischen dem Land und Mosambik. Der swasiländische Distrikt Lubombo ist nach dem Gebirge benannt. Das Südende liegt nahe bei Empangeni im südafrikanischen KwaZulu-Natal. Mehrere Flüsse, wie der Komati bei Komatipoort, der Pongola und der Lusutfu, durchbrechen die Bergkette von West nach Ost.

Geologie[Bearbeiten]

Die Lebomboberge begrenzen das Karoo-Hauptbecken im Nordosten. Die Gebirgskette liegt zwischen dem präkambrischen Kaapvaal-Kraton und dem ebenfalls präkambrischen, aber jüngeren Mosambik-Gürtel. Im Süden wird sie durch den Natal-Namaqua-Gürtel begrenzt. Sie entstand vor etwa 180 Millionen Jahren, vor dem Zerfall des Ostteils des damaligen Kontinents Gondwana. Sie sind eine nach Osten geneigte Monoklinale. Die untere Schicht besteht aus Basalt der Sabie-River-Formation, die Schicht darüber aus Abfolgen von Rhyolithen, Tuffen und Ignimbriten der Jozini-Formation (Lebombo-Gruppe, Karoo-Supergruppe). Das Gebiet ist von zahlreichen Dolerit-Dykes durchzogen. An ihrer westlichen Flanke überdecken sie Basaltgesteine der Letaba-Formation (Lebombo-Gruppe, Karoo-Supergruppe).[2][3]

Geschichte[Bearbeiten]

In einer Höhle in den Lebombobergen fand man Siedlungsspuren aus der mittleren Steinzeit.[4] Der Zulukönig Dingane wurde 1840 in den Lebombobergen ermordet. Das Flugzeug des mosambikanischen Präsidenten Samora Machel stürzte am 19. Oktober 1986 beim Rückflug von Verhandlungen in Lusaka mit der südafrikanischen Apartheidsregierung unter ungeklärten Umständen in den Lebombobergen ab. Machel starb zusammen mit weiteren 34 Insassen. Am 19. Januar 1999 weihte man bei Mbuzini ein Denkmal nach dem Entwurf des mosambikanischen Architekten Joes Foraz ein, das seither an diesen Flugzeugabsturz erinnert.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Große Weltatlas. RV, München 1985
  2. Abstract zu Artikel über die Geologie der Lebomboberge (englisch), abgerufen am 18. September 2010
  3. Nick Norman, Gavin Whitefield: Geological Journeys. Cape Town (Struik Publishers) 2006, S. 166 ISBN 1-77007-062-1
  4. Abstract zu Artikel über Ausgrabungen in den Lebombobergen 1945 (englisch), abgerufen am 18. September 2010
  5. Kurznotiz zum Denkmal. auf www.umjindi.org (englisch)