Leonrod (Dietenhofen)

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Leonrod
Koordinaten: 49° 24′ N, 10° 40′ O49.40472222222210.670277777778348Koordinaten: 49° 24′ 17″ N, 10° 40′ 13″ O
Höhe: 348–375 m ü. NN
Einwohner: 187 (31. Dez. 2005)
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824
Vorgelagerter Turm der Burgruine Leonrod

Leonrod ist ein Ortsteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Leonrod liegt im Naturpark Frankenhöhe zwischen den Städten Nürnberg und Ansbach etwa einen Kilometer nordwestlich von Dietenhofen, im Biberttal zwischen zwei Ausläufern der Frankenhöhe.

[Bearbeiten] Geschichte

Leonrod wurde erstmals 1218 als Lewenrode urkundlich erwähnt und war das Dorf bei der Ganerbenburg. Leonrod entwickelte sich aus drei ursprünglich eigenständigen Orten, die zu Leonrod zusammengewachsen sind. Das waren das nördlich der Bibert gelegene Heylingsdorff, Heiligendorf oder Seeligendorff sowie das südlich der Bibert gelegene Moosdorf. Heylingsdorff wurde um 1700 erstmals urkundlich erwähnt, allerdings tauchten im 18. Jahrhundert immer wieder Urkunden mit der Ortsbezeichnung Seeligendorf auf. In einem Urkunde von 1739 wurde von einer Kapelle in dem Ort berichtet. Moosdorf müsste sich dort befunden haben, wo das Gasthaus steht. Im Gasthaus wurde bis 1923 auch Bier gebraut.

Am südwestlichen Ortsrand steht die Ruine Leonrod, eine Ganerbenburg der Familie von Leonrod. Die im 13. Jahrhundert erbaute Wasserburg überstand den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet und brannte im Jahr 1651 ab, als Gestrüpp im Burggraben verbrannt werden sollte. Die Burg befindet sich im Besitz einer Erbengemeinschaft, die auf das 1951 ausgestorbene Geschlecht zurückgeht.

Leonrod unterstand zwei Halsgerichtsbarkeiten, der Teil südlich der Bibert gehörte nach Ansbach, der nördliche nach Markt Erlbach.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Leonrod zur politisch eigenständigen Gemeinde. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese nach Dietenhofen eingemeindet.

[Bearbeiten] Baudenkmäler [1]

  • Burgruine Leonrod: Wasserburg, Hauptburg, vier Gebäude um einen Bergfried, 13.–16. Jahrhundert; Vorburg, ehemalige Kapelle St. Georg, kleiner Saalbau, um 1327.
  • Haus Nr. 1: Jägerhaus, Walmdachhaus mit Fachwerkobergeschoss, 17./18. Jahrhundert
  • Haus Nr. 19: Gasthaus Weinländer, zweigeschossiges, verputztes Mansarddachhaus, 18. Jahrhundert

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung der Gemeinde Leonrod

  • 1910: 123 [2]
  • 1933: 118
  • 1939: 127 [3]
  • 1987: 202 [4]
  • 2005: 187 [5]

[Bearbeiten] Verkehr

Die Kreisstraße AN 24 führt an der Stolzmühle vorbei nach Ebersdorf bzw. nach Dietenhofen. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neudorf, Rüdern und Dietenhofen.

Zwischen dem 1. Juni 1915 und dem 26. September 1971 verkehrte die Bibertbahn durch das Ortsgebiet, zum Winterfahrplan 1931/32 wurde ein Haltepunkt im Ort eingerichtet. Schon vor der Stilllegung des Zugverkehrs verband der Bahnbus den Ort mit Nürnberg und Fürth. Zum Start des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg im September 1987 wurde der Bahnbus als Linie 113 vollständig in den Verbund integriert. 1988 übernahm die 100%ige Bahntochter Omnibusverkehr Franken die Konzession.

Zum Schuljahresbeginn 1992 wurde die aus Dietenhofen kommende Schulbuslinie zur Staatlichen Realschule in Heilsbronn und dem Laurentius-Schulzentrum Neuendettelsau in die Buslinie 717 ab Neudorf umgewandelt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1801, Sp. 331, DNB 790364301.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Baudenkmäler in Dietenhofen
  2. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/neustadt.htm
  3. http://geschichte-on-demand.de/bay_neuaisch.html
  4. http://gov.genealogy.net/item/show/LEOROD_W8501
  5. http://www.dietenhofen.de/php/ortsteile.php
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