Lindsay Anderson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lindsay Gordon Anderson (* 17. April 1923 in Bangalore, jetzt Bengaluru, Indien; † 30. August 1994 in Angoulême, Charente, Frankreich) war ein britischer Theater-, Spiel- und Dokumentarfilmregisseur.

Anderson, der als Sohn eines britischen Offiziers in Indien geboren wurde, besuchte das Cheltenham College und die Universität Oxford.

Karriere[Bearbeiten]

Seine ersten Filme waren Dokumentar-Kurzfilme. Andersons Film Thursday's Children wurde 1954 mit einem Oscar für den besten Dokumentarkurzfilm ausgezeichnet. Anderson beteiligte sich in den 1950ern mit Karel Reisz und Tony Richardson an der britischen Bewegung des Free Cinema. Er erwarb sich durch die "Mick Travis"-Trilogie mit Malcolm McDowell als Travis in If…, O Lucky Man! and Britannia Hospital internationales Ansehen. Für If… gewann er 1969 den Hauptpreis (Grand Prix) beim Filmfestival Cannes. Aus der Free-Cinema–Bewegung ging die British New Wave hervor.

Als bedeutender britischer Theaterregisseur gehörte er lange Zeit dem Royal Court Theatre an und produzierte Stücke u.a. von David Storey.

Anderson war auch ein angesehener Filmkritiker der Zeitschrift Sequence (1947-52), später Sight & Sound. Er war eng verbunden mit John Ford.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Dokumentar- und Fernsehfilme[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

  • About John Ford (1983), ISBN 0859650146
  • The Diaries of Lindsay Anderson (2004), ed. Paul Sutton, ISBN 0413773973
  • Lindsay Anderson, Paul Ryan: Never Apologise: The Collected Writings of Lindsay Anderson (2004), Plexus Publishing Ltd., ISBN 085965317X

Weblinks[Bearbeiten]