Lipp (Bedburg)

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50.9954555555566.5632277777778Koordinaten: 50° 59′ 44″ N, 6° 33′ 48″ O

Lipp
Stadt Bedburg
Höhe: 60–77 m ü. NN
Fläche: 6,02 km²
Einwohner: 2259 (30. Sep. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 50181
Vorwahl: 02272

Lipp ist ein Stadtteil von Bedburg im Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen. Ortsbürgermeister von Lipp und Millendorf ist Helmut Breuer (SPD)[1].

Lage[Bearbeiten]

Lipp ist ein nördlicher Stadtteil Bedburgs. Es grenzt an Bedburg, Königshoven und Kaster. Lipp ist nur durch die Landstraße 279 von Königshoven und Kaster getrennt. Die Kreisstraße 37 und die Landstraße 361 führen am Ort vorbei. Westlich des Stadtteils verläuft die A61.

Geschichte[Bearbeiten]

Lipp ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Darauf deutet der vom Bachnamen Luppa hergeleitete Ortsname. Erstmals erwähnt wird das Dorf 1131, als der Kanoniker Werinbold seinem Stift St. Gereon in Köln „molendinum unum in Gilgove inter Trosthorp et Luppe“ schenkt.

Bis zum Zweiten Weltkrieg gehörten Etgendorf, Millendorf und Oppendorf mit dem Schunkenhof und der Gaulshütte zur damals noch selbstständigen Gemeinde Lipp.

Am 1. Januar 1975 wurde der Ort in die Stadt Bedburg eingegliedert.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Ursula wurde ursprünglich als romanische Pfeilerbasilika im 12. Jahrhundert erbaut. Sie wurde 1242 schon als Pfarrkirche erwähnt. Erweiterung des Südschiffes um 1503. Flachdecke um 1781. An Chor und Wänden Malereien aus um 1230. Farbige Verglasung des dreiteiliges Ostfensters des Südschiffes 1503
  • Alte Burg: Motte aus dem 12.Jh., nur noch als kleine Kuppe erkennbar.
  • Gut Etgendorf westlich von Lipp, eine frühere Wasserburg und ehemaliges Lehnsgut des Kölner Gereonsstiftes. Heutiger Baukörper aus dem 17.Jh. Dreigeschossiger Vierkanttrum mit Schweifhaube.
  • Das Kriegerdenkmal 1914-18 auf dem Friedhof schuf der Bildhauer Blondiau aus Brühl.

Sonstiges[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Die Denkmäler des Rheinlandes, Kreis Bergheim, Bd.3 Düsseldorf 1971, ISBN 3-508-00186-5, S.11-17
  • Hermann Hinz: Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes Bd. 2, Kreis Bergheim, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S.286-289

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ortsbürgermeister der Stadt Bedburg
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 300.

Weblinks[Bearbeiten]