Lodi (Lombardei)

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Lodi
Wappen
Lodi (Italien)
Lodi
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Lodi (LO)
Lokale Bezeichnung: Lòd
Koordinaten: 45° 19′ N, 9° 30′ O45.3166666666679.587Koordinaten: 45° 19′ 0″ N, 9° 30′ 0″ O
Höhe: 87 m s.l.m.
Fläche: 41 km²
Einwohner: 43.465 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.060 Einw./km²
Stadtviertel Vedi elenco
Angrenzende Gemeinden Dovera (CR), Boffalora d'Adda, Tavazzano con Villavesco, Montanaso Lombardo, Corte Palasio, Lodi Vecchio, San Martino in Strada, Cornegliano Laudense, Pieve Fissiraga
Postleitzahl: 26900
Vorwahl: 0371
ISTAT-Nummer: 098031
Volksbezeichnung: Lodigiani oder Laudensi
Schutzpatron: San Bassiano
Website: Lodi
Lodi; Piazza della Vittoria
Lodi; Piazza della Vittoria

Lodi (dt. veraltet: Lauden) ist eine Stadt mit 43.465 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der gleichnamigen Provinz (Provinz Lodi) in der italienischen Region Lombardei. Lodi liegt etwa 30 km südöstlich von Mailand am Fluss Adda.

Ortsteile[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet liegen neben dem Hauptort die Fraktionen Fontana, Olmo und San Grato, sowie die Wohnplätze Bottedo, Mozzanica, Pesalupo, Portadore Alto, Riolo, Tre Cascine und Vigadore[2].

Geschichte[Bearbeiten]

Lodi wurde als Dorf namens Alauda („Feldlerche“) von den Boiern gegründet. Später wurde das Dorf zur römischen Municipium und trug den Namen Laus Pompeia nach Gnaeus Pompeius Strabo.

Seit dem 4. Jahrhundert war die Stadt Bischofssitz, allerdings liegt die Frühzeit des Bistums bis ins 9. Jahrhundert vollkommen im Dunkeln. Bedeutung gewann sie unter den späten Ottonischen Kaisern Ende des 10. Jahrhunderts. Durch den dadurch verbundenen Aufschwung des Handels geriet Lodi in Konflikt mit Mailand. Nach mehreren Kriegen wurde Lodi durch Mailänder Truppen zerstört und 1158 ca. 7 km vom alten Siedlungskern (heute als Lodi Vecchio - altes Lodi - eine eigenständige Gemeinde) entfernt mit Hilfe des Kaisers Friedrich Barbarossa neu gegründet und befestigt. Erst 1198 kam es zu einem Friedensschluss mit Mailand, von dem beide Städte auch wirtschaftlich profitierten.

Das 13. Jahrhundert war durch soziale Unruhen und Parteikämpfe zwischen Ghibellinen und Guelfen geprägt, in die Mailand mehrfach intervenierte. Während der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gewann die Familie der Visconti die Macht in der Stadt. Lodi blieb damit Teil des Territoriums von Mailand.

In der Nähe der Stadt fand, während des Ersten Koalitionskrieges, am 10. Mai 1796 die Schlacht von Lodi zwischen französischen und österreichischen Truppen statt.

1859 wurde die Provinz Lodi abgelöst und die Stadt in der Provinz Mailand untergeordnet.

Im Jahr 1992 wurde das Gebiet um Lodi von der Provinz Mailand abgetrennt und die Provinz Lodi geschaffen.

Lodi ist seit ältesten Zeiten Bischofssitz (Bistum Lodi). Zum neuen Bischof ernannte Papst Benedikt XVI. am 14. November 2005 den bisherigen Weihbischof aus dem Erzbistum Mailand, Giuseppe Merisi, der bis dahin Titularbischof von Drusiliana gewesen war.

San Francesco
Palazzo Modignani
Giardini Pubblici

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Plätze und Straßen[Bearbeiten]

  • Piazza Vittoria
  • Broletto
  • Piazza Mercato
  • Piazza Castello
  • Piazza Ospitale
  • Piazza San Lorenzo
  • Corso Roma
  • Corso Vittorio Emanuele
  • Corso Umberto
  • Viale IV Novembre
  • Viale Dante

Kirchen[Bearbeiten]

  • Dom, Kathedrale des Bistums Lodi
  • Santuario dell'Incoronata
  • San Francesco
  • San Lorenzo
  • Sant'Agnese
  • San Cristoforo

Wichtigste Residenzpaläste[Bearbeiten]

  • Palazzo Mozzanica
  • Palazzo Vistarini
  • Palazzo Barni
  • Palazzo Modignani

Parkanlagen[Bearbeiten]

  • Giardini Pubblici
  • Parco dell'Isola Carolina
  • Parco di Villa Braila

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 2005 gibt es in Lodi ein technisch-wissenschaftliches Zentrum, bestehend aus dem Technologiepark Padano und einiger Einrichtungen der Universität Mailand, hauptsächlich der Fakultät für Veterinärmedizin mit einer Tierklinik für große Tiere.

Der Bahnhof Lodi liegt an der von RFI betriebenen Bahnstrecke Mailand–Bologna.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Ada Negri

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. ISTAT - Dettaglio località abitate