Lopo Soares de Albergaria

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Lopo Soares de Albergaria, dritter Generalgouverneur des Estado da India

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Lopo Soares de Albergaria (* um 1460 in Portugal; † um 1520 in Torres Vedras, Portugal) war ein portugiesischer Seefahrer und dritter Generalgouverneur des Estado da India.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Vieles aus dem Leben von Soares de Albergaria bleibt im Dunkeln. Was man weiß ist, dass er 1504 Kapitän einer Armada war, die nach Kozhikode nach Indien fuhr, (dem früheren Calicut) und dort die Muslime besiegen sollte, was ihm auch gelang. 1505 kehrte er nach Portugal zurück und wurde 1515 zum dritten Generalgouverneur von Indien gewählt, als Nachfolger für Afonso de Albuquerque. Seine Amtszeit von drei Jahren wurde als unglücklich und ungeschickt bewertet. Wegen diverser militärischer Niederlagen wurde er als Gouverneur abgezogen, unter anderem war er von den Osmanen 1517 in einer Schlacht im Roten Meer vernichtend geschlagen worden. 1518 hatte er auf Ceylon (dem heutigen Sri Lanka) ein Fort errichten lassen, dass als die Begründung der Besiedlung und Eroberung der Insel durch die Portugiesen galt. 1518 wurde er schließlich als Generalgouverneur abgelöst.

In Portugal wurde er wegen des Verdachts der Korruption auf Betreiben der Krone zunächst vor Gericht gestellt, später aber in allen Punkten freigesprochen. Er zog sich auf sein Landgut nach Torres Vedras zurück, wo er nach einigen Jahren verstarb.

In der Stadt Barreiro ist eine Straße nach ihm benannt.

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