Lost and Delirious

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Lost and Delirious
Originaltitel Lost and Delirious
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Léa Pool
Drehbuch Judith Thompson
Produktion Greg Dummett
Louis Laverdière
Lorraine Richard
Louis-Philippe Rochon
Musik Yves Chamberland
Gordon Gano
Kamera Pierre Gill
Schnitt Gaétan Huot
Besetzung

Lost and Delirious ist ein dramatischer Jugendfilm der Regisseurin Léa Pool aus dem Jahr 2001. In den Hauptrollen sind Mischa Barton und Piper Perabo zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Mary, ein junges Mädchen, dessen Mutter vor drei Jahren gestorben ist, wird vom Vater und der Stiefmutter in ein Mädcheninternat geschickt. Sie teilt sich ein Zimmer mit Pauline (Spitzname: Paulie) und Victoria (Spitzname: Tori). Paulie und Tori sind mehr als nur gute Freundinnen, sie sind ineinander verliebt. Als Toris jüngere Schwester die beiden zusammen im Bett ertappt, fürchtet Tori ihre erzkonservativen Eltern. Sie beendet ihre Beziehung zu Paulie und wendet sich einem an ihr interessierten Jungen zu, um den normalen Konventionen zu entsprechen.

Die rebellische Paulie verkraftet den Verlust nicht. Sie stürzt immer mehr in Verzweiflung, auch weil ihre von ihr nie gekannte leibliche Mutter den ersehnten Kontakt ablehnt. Sie fühlt sich mit einem von ihr gesund gepflegten Falken eins und stürzt sich vom Dach des Schulgebäudes.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Handlung basiert auf dem Roman Böse Mädchen (The Wives of Bath, 1993) der kanadischen Jugendbuchautorin Susan Swan. Es ist der erste englischsprachige Film der aus der Schweiz stammenden kanadischen Regisseurin Léa Pool. Gedreht wurde in der kanadischen Provinz Québec vom 23. Mai bis 8. Juli 2000.

Der Fernsehtitel lautet Lost and delirious – Verrückt nach Liebe bzw. Lost and Delirious – Bezaubernde Biester. Der Film erschien in deutscher Sprache auf DVD und VHS-Kassette.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt den Film als „Bereicherung im Angebot des anspruchsvollen Jugendfilms, die sich recht unsentimental darstellt, wenn auch nicht frei von Klischees ist.“[1] Laut Duane Byrge (im Hollywood Reporter, 2. Februar 2001) regt die Handlung zum Nachdenken an und lädt zum Mitleiden ein.[2]

Roger Ebert bezeichnete in der Chicago Sun-Times vom 13. Juli 2001 den Film als inspirierend und bewegend.[3]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

2001 gewann Léa Pool beim Stockholm International Film Festival den Publikumspreis. Kameramann Pierre Gill erhielt 2001 einen Preis beim Festival Internacional de Cine de Mar del Plata sowie 2002 einen Genie Award für die beste Kameraarbeit. Der Film wurde zudem mit dem Prix Jutra ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lost and Delirious im Lexikon des Internationalen Films
  2. Duane Byrge: Lost and Delirious. In: The Hollywood Reporter. 2. Februar 2001, archiviert vom Original, abgerufen am 23. August 2011 (englisch).
  3. Roger Ebert: Lost And Delirious. In: Chicago Sun-Times. 13. Juli 2001, abgerufen am 23. August 2011 (englisch).