Lucretia Mott

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Lucretia Mott

Lucretia Mott (* 3. Januar 1793 auf Nantucket; † 11. November 1880 bei Philadelphia; geb. Coffin) war eine US-amerikanische Abolitionistin und Frauenrechtlerin.

Biographie[Bearbeiten]

Coffin wuchs in einem Umfeld auf, in dem weibliche Selbständigkeit eine Selbstverständlichkeit war. Ihr Vater war Kapitän auf einem Walfangschiff, ihre Mutter leitete selbständig das elterliche Landgut. Die Familie gehörte zudem zu den Quäkern, deren Glaube die Gleichwertigkeit aller Menschen vor Gott beinhaltet. Coffin heiratete James Mott und zog mit ihm nach Philadelphia, wo sie 1821 zur Predigerin der dortigen Quäkergemeinde ernannt wurde.

James und Lucretia Motts Haus war das Zentrum der Anti-Sklaverei-Bewegung in Philadelphia und eine Station der Underground Railroad. In der damaligen Zeit galten Frauen als von Geburt an ungeeignet für öffentliches Auftreten, weshalb sie in den nationalen Anti-Sklaverei-Organisationen nur ungern als Aktivistinnen akzeptiert wurden. Mott gründete 1833 die Female Anti-Slavery Society. Als exponierte Frau in der Öffentlichkeit wurde sie oftmals bedroht, was sie jedoch nicht von ihren zahlreichen Aktivitäten abhielt.

1840 fand in London der Weltkongress für die Abschaffung der Sklaverei statt. Mott und ihren Mitstreiterinnen wurde die Teilnahme versagt. Gemeinsam mit Elizabeth Cady Stanton mobilisierte sie andere Abolitionistinnen, was 1848 zu einem Frauenrechtskongress in Seneca Falls und der dort verabschiedeten Seneca Falls Declaration führte. Der Kongress und die Deklaration gelten als Beginn der US-amerikanischen Frauenbewegung.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lucretia Mott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien