Mageia

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Mageia
Mageias Logo
Bildschirmfoto
Mageia 4
Mageia 4 mit der KDE SC Oberfläche
Basisdaten
Entwickler Mageia-Community [1]
Aktuelle Version 4
(1. Februar 2014)
Abstammung GNU/Linux
↳ Red Hat Linux
↳ Mandrake
↳ Mandriva Linux
↳ Mageia
Architekturen x86, x86-64
Lizenz GPL und andere
Sonstiges Sprache: mehrsprachig, u. a. Deutsch
Website mageia.org

Mageia ist eine Linux-Distribution, die im September 2010 als Abspaltung von Mandriva Linux ins Leben gerufen wurde.[2] Der Name ist griechisch (μαγεία) und bedeutet „Magie“.[3]

Im Juni 2011 arbeiteten über 100 Personen, organisiert in mehr als 10 Teams, innerhalb der internationalen Mageia-Community an der Entwicklung.[1] Träger des Projekts ist eine Non-Profit-Organisation, die von gewählten Mitgliedern geleitet wird.[1]

Besonderheiten der Distribution[Bearbeiten]

Die Systemkonfiguration wird bei Mageia Linux mit eigenen Werkzeugen im Rahmen der „Drak-Tools“ konfiguriert – hierzu steht eine zentrale grafische Oberfläche (genannt „Mageia-Kontrollzentrum“) zur Verfügung.

Paketverwaltung[Bearbeiten]

Mageia nutzt zum Installieren von RPM-Paketen als Standard-Paketverwaltung urpm, welches Abhängigkeiten selbstständig auflöst und auch zum Aktualisieren des Systems dient. Die zur Verfügung stehende Auswahl an Software ist in folgende Repositorys unterteilt:

  • Core – Enthält ausschließlich Freie Software
  • Nonfree – Enthält kostenlose, aber proprietäre Software- hauptsächlich Treiber von Hardware-Herstellern.
  • Tainted – Enthält problematische Software, die zwar teilweise auch unter freier Lizenz steht, allerdings möglicherweise Patente und/oder Urheberrechtsgesetze in einigen Ländern verletzen könnte. Tainted ist daher standardmäßig deaktiviert.

Veröffentlichungszyklen, Unterstützung und Pläne[Bearbeiten]

Vor Erscheinen der ersten Version von Mageia wurden eine Alpha-, zwei Beta- und eine RC-Version veröffentlicht. Eine Portierung auf die ARM-Architektur ist in Arbeit.[4]

Es ist geplant, alle neun Monate eine neue Version zu veröffentlichen. Diese soll dann 18 Monate lang unterstützt werden. Wenn die Planung einzuhalten ist, soll alle 18 Monate eine Version mit langfristiger Unterstützung von 36 Monaten veröffentlicht werden.[5]

Die finale Version von Mageia 2 wurde am 22. Mai 2012, nach je drei Alpha- und Betaversionen und einer RC-Version,[6] veröffentlicht.[7] Ein Update von Version 1 wird unterstützt.[8]

Boot- und Installationsmöglichkeiten[Bearbeiten]

  • Die DVD-ISO und die Dual-arch-CD-ISO mit Benutzung des Drakx-Installers.
  • Eine Live-Version zum Testen des Systems, die auf die Festplatte installiert werden kann.

Versionen[Bearbeiten]

Version Veröffentlichung Kernelversion Anmerkung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1 1. Juni 2011 2.6.38 erste Version nach der Abspaltung von Mandriva Linux[2]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2 22. Mai 2012 3.3.6 [9] zweite Version
Ältere Version; noch unterstützt: 3 19. Mai 2013 3.8.13 [10] dritte Version[11][12]
Aktuelle Version: 4 1. Februar 2014 [13] 3.12.8 [14] vierte Version
Zukünftige Version: 5 19. Dezember 2014 [15]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Desktop-Umgebungen und Windowmanager[Bearbeiten]

(Versionen bezogen auf die finale Veröffentlichung von Mageia 3)

Eine vollständige Liste der Desktop-Umgebungen und Windowmanager findet sich in den Release-Notes.[17][18]

Verbreitung[Bearbeiten]

Mageia ist bei Distrowatch seit einem Jahr mindestens auf Platz vier der aufgerufenen Distributionsseiten.[19] Auf den Coverdiscs 148, 160 und 173 der englischen Zeitschrift Linux Format wurde sie mit ausgeliefert.[20]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mageia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Etwas über Mageia 1. mageia.org, abgerufen am 31. März 2014.
  2. a b Andrea Müller: Die Woche: Mageia mausert sich. heise.de, 29. April 2011, abgerufen am 26. März 2014.
  3. Magie,el:Μαγεία
  4. Neue Kleider für Mageia: Vorschau des ARM-Ports ist jetzt verfügbar. mageia.org, 23. Juni 2011, abgerufen am 31. März 2014.
  5. Mageia 2: Veröffentlichungszyklus, Support und Planungen
  6. Mageia 2 Development (englisch)
  7. Unser Baby wächst und gedeiht: Mageia 2 ist da!
  8. Mageia 2 Release-Notes (englisch)
  9. Mageia 2 Release Notes (englisch)
  10. Mageia 3 Release Notes (englisch)
  11. Carla Schroder: The Elegant Mageia Linux Prepares a New Release. linux.com, 3. Mai 2013 (englisch)
  12. Jim Lynch: Mageia 3. Desktop Linux Reviews, 14. Oktober 2013, abgerufen am 26. März 2014 (englisch).
  13. Mageia 4 Development (englisch)
  14. Mageia 4 Release Notes (englisch)
  15. Mageia 5 Development (englisch)
  16. Oliver Diedrich: Mageia 3 mit KDE-Desktop. In: c't Linux: Sonderheft der Zeitschrift c't (ISSN 0724-8679) Ausgabe (2013), S. 18-19
  17. Mageia 2 Release Notes (englisch)
  18. Mageia 3 Release Notes (englisch)
  19. Mageia bei distrowatch.com (englisch)
  20. Suche nach Text:Mageia