LXDE
| LXDE | |
|---|---|
Desktop Environment |
|
| Basisdaten | |
| Entwickler | LXDE-Community |
| Aktuelle Version | 0.3.2 (15. Januar 2013 [1]) |
| Betriebssystem | Unix, Linux, BSD |
| Kategorie | Arbeitsumgebung |
| Lizenz | LGPL, GPL (Freie Software) |
| Deutschsprachig | ja |
| lxde.org | |
LXDE ist eine freie Desktop-Umgebung für Unix und andere POSIX-konforme Plattformen, wie Linux oder BSD. Der Name LXDE steht für „Lightweight X11 Desktop Environment“ und „LX“ steht gleichzeitig für Linux.
LXDE ist ein im Jahr 2006 begonnenes Projekt,[2] um eine Arbeitsumgebung zu schaffen, welche schnell und energiesparend arbeitet.[3] Sie eignet sich daher gut für den Einsatz auf Netbooks oder auf älteren PCs, bei denen die heute üblichen Leistungsanforderungen nicht aufgebracht werden können. Im Gegensatz zu anderen Arbeitsumgebungen wie KDE oder GNOME funktionieren die einzelnen Komponenten in LXDE mit nur wenigen Abhängigkeiten voneinander und können so einfach nach und nach auf andere Systeme übertragen werden.[4]
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Das Projekt wurde 2005 von dem Taiwaner Hong Jen Yee (PCMan) gestartet und brachte 2006 seine erste Veröffentlichung hervor. Nachdem LXDE in Mandriva und Fedora aufgenommen wurde und auch in Debian als Standard-Desktop zur Verfügung steht, gibt es Projekte wie U-Lite (ehemals Ubuntulite) und Linux Mint LXDE. Im Februar 2009 wurde das Projekt Lubuntu ins Leben gerufen, welches auf Ubuntu basiert. Im September desselben Jahres entstand dann die erste Testversion. Auf dem Ubuntu Developer Summit wurde Mitte Mai 2011 bekannt gegeben, dass Lubuntu ein offizieller Abkömmling von Ubuntu wird. Mit der Veröffentlichung von openSUSE 11.3 ist es auch dort als offiziell unterstützte und wählbare Desktop-Umgebung verfügbar.
System-Anforderungen[Bearbeiten]
LXDE hat folgenden minimalen Hardwarebedarf:
| CPU | RAM | HDD | |
|---|---|---|---|
| Architektur | Takt | ||
| Pentium II[5] | 266 MHz[6] | 45 MB[5] | ca. 16 MB[7] |
LXDE-Komponenten[Bearbeiten]
Wie ROX oder Xfce ist auch LXDE modular aufgebaut, die folgenden Komponenten bietet LXDE an:
- GPicView
- Ein schlanker und schneller Bildbetrachter.
- Leafpad
- Ein schneller Texteditor (externes Projekt).
- LXAdmin
- Eine Sammlung von Python-Skript-Anwendungen, zur Handhabung einiger Einstellungen und Prozessaufgabenstellungen von LXDE (Diese Komponente befindet sich noch in der Erprobungsphase und kann zur Zeit nur über den entsprechenden git-Entwicklungszweig bezogen werden. Die Bereitstellung eines tar-Pakets steht noch aus).
- LXAppearance
- Ein Programm für die Themenverwaltung.
- LXDE Common
- Eine Konfigurationsdatei für Default-Einstellungen zur vereinheitlichenden Integration der unterschiedlichen LXDE-Komponenten.
- LXDE Icon Theme
- Ein gleichförmiger Set an Miniaturbildern - den sogenannten Icons, welche bestimmte Programme symbolisieren sollen und die durch ihre Ausgestaltung das äußere Erscheinungsbild des Desktops mitbeeinflussen.
- LXine
- Eine LXDE-Version zu dem Mediaplayer xine, welcher nach Bedarf Video- und Audiodateien abspielt. Für die Kompilierung von LXine via Makefile muss vor dem Kompiliervorgang das Backend, bestehend aus dem Objektcodebibliothekspaket xine-lib, bereitgestellt sein (Die Komponente LXine befindet sich noch in der Erprobungsphase und kann zur Zeit nur über den entsprechenden git-Entwicklungszweig bezogen werden. Die Bereitstellung eines tar-Pakets steht noch aus).
- LXInput
- Ein Werkzeug, um Tastatur und Maus zu konfigurieren.
- LXLauncher
- Ein Anwendungsstarter.
- LXMenu Data
- Eine Dateiensammlung zur Anpassung der Menüs von LXDE an die freedesktop.org-Menü-Richtlinie.
- LXMusic
- Ein Frontend für den Musikspieler XMMS2.
- LXPanel
- Ein Desktop Panel.
- LXPolkit
- Ein Authentifizierungsagent auf der Grundlage einfacher Sicherheits-"Policies". Unter anderem prüft diese Komponente, ob der Gebrauch bestimmter Programme durch bestimmte Nutzer oder Nutzergruppen gemäß der vorliegenden Policies statthaft ist oder nicht, und schaltet, wenn der Gebrauch statthaft, jedoch sicherheitskritisch ist, eine Authentifizierungsabfrage.
- LXRandR
- Ein Frontend für den Screenmanager xrandr, der für die Wahl der graphischen Bildauflösung und für die graphische Konfiguration sowie für die Handhabung externer Monitore zuständig ist.
- LXSession
- Leitet die Sitzung.
- LXSession Edit
- Ein Programm zur Sitzungsverwaltung auf Basis von Xfce4-session.
- LXShortCut
- Ein Werkzeug zur Festlegung von Tastentenkombinationen für die Auslösung besonderer Funktionen.
- LXTask
- Ein Taskmanager auf Basis des Xfce-Taskmanagers.
- LXTerminal
- Ein Terminal-Emulator auf Basis des Xfce-Terminals.
- LXDM
- Ein X-Window Displaymanager.
- Menu-Cache
- Ein Beschleuniger der Darstellung von freedesktop.org-konformen Menüs.
- Openbox
- Ein Fenstermanager (externes Projekt).
- PCManFM
- Ein Dateimanager (externes Projekt). Zur Realisierung von Remote-Desktop-Funktionen sowie eines Papierkorb-Systems auf LXDE benötigt PCManFM zusätzlich das gvfs-Paket.
- Xarchiver
- Ein Archivmanager (externes Projekt).
Komponenten mit ungewisser Perspektive im Hinblick auf Weiterentwicklung[Bearbeiten]
Bei einigen Komponenten von LXDE ist deren Weiterentwicklung unklar, beziehungsweise sind diese im Begriff, wieder aufgegeben zu werden:
- GtkNetCat
- Ein Frontend für Netcat.
- LXNM
- Ein leichtgewichtiger Netzwerkmanager, der das Erstellen von WLAN-Netzwerkverbindungen unterstützt.
Während GtkNetCat bloß als obsolet gilt, hat man die Fortführung des Netzwerkmanagers LXNM so gut wie aufgegeben.
Systemdienste von LXDE[Bearbeiten]
Systemdienste, die eine LXDE-spezifische Rolle spielen, sind:
- lxde-settings-daemon
- Ein Daemon, der für Themenverwaltung, Tastatur und Maus zuständig ist und mit dem LXInput-Konfigurationswerkzeug zusammenarbeitet.
Distributionen mit LXDE[Bearbeiten]
Bei den folgenden Distributionen ist LXDE in den offiziellen Paketquellen oder als Standard-Benutzeroberfläche enthalten:
- Arch Linux (Paket: lxde)[8]
- BLAG GNU/Linux
- Debian (businesscard, netinst und DVD)[9][10]
- Fedora (LXDE Spin)[11]
- Gentoo[12]
- Knoppix[13]
- Linux Mint[14]
- Mageia
- Mandriva Linux
- openSUSE[15]
- Parted Magic[16]
- PCLinuxOS
- Raspbian, Debian-Distribution für den Raspberry Pi
- Sabayon Linux
- Salix OS (LXDE Edition)
- Siduction
- SliTaz[17]
- Ubuntu (Lubuntu,[18] Greenie)
- VectorLinux
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Projektseite Sourceforge, Stand: 12. März 2013
- ↑ Hauptseite – Seite beim LXDE-Wiki, Stand: 21. März 2010
- ↑ LXDE may let netbooks run even faster (englisch) – Artikel bei Geek.com, vom 8. August 2008
- ↑ About LXDE (englisch) – Seite bei SourceForge.net, Stand: 21. August 2008
- ↑ a b LXDE: System Requirements (englisch) – Seiten-Abschnitt bei LXDE.org; Stand: 21. März 2010
- ↑ Download (englisch) – Seite bei LXDE.org; Stand: 21. März 2010
- ↑ Summe der Größen der stabilen LXDE-Pakete von Debian, Stand 15. Juli 2010
- ↑ http://wiki.lxde.org/de/Arch_Linux
- ↑ BUG #511287 - debian-installer: Should have a task for installing KDE or XFCE instead of Gnome
- ↑ NewInLenny. Debian Project. Abgerufen am 3. September 2008.
- ↑ Features/LXDE. Fedora Project. 31. Oktober 2008. Abgerufen am 8. November 2008.
- ↑ http://www.gentoo.org/proj/en/desktop/lxde/index.xml
- ↑ Golem: Knoppix 6.0 wurde geschrumpft, 29. Januar 2009
- ↑ Linux Mint 9 LXDE released!, 18. Juli 2010
- ↑ http://de.opensuse.org/LXDE
- ↑ Marius Nestor: Parted Magic 3.1 Offers Hard Disk Install Method. Abgerufen am 19. Oktober 2008.
- ↑ Gary Richmond: SliTaz live CD: small but beautifully marked. Abgerufen am 13. August 2008.
- ↑ Lubuntu-Homepage. Abgerufen am 3. September 2009.