Xfce
| Xfce | |
|---|---|
Xfce 4.10 |
|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Xfce Team |
| Aktuelle Version | 4.10.0 (28. April 2012) |
| Betriebssystem | Unix-ähnliche (GNU/Linux, ...) |
| Kategorie | Arbeitsumgebung |
| Lizenz | GPL, LGPL, BSD |
| Deutschsprachig | ja |
| www.xfce.org | |
Xfce (englische Aussprache: [ɛks ɛf siː iː][1]; ugs. oft auch „X-Face“ als „Gesicht für X“) ist eine modular aufgebaute freie Desktop-Umgebung für Unix und unixartige Betriebssysteme. Sie ist als freie Software unter GPL, LGPL und 2-Klausel-BSD-Lizenz veröffentlicht.
Xfce basiert wie Gnome, LXDE und ROX auf dem GTK+-Toolkit, unterstützt derzeit über 40 Sprachen und kann mittels Themes im Aussehen angepasst werden. Da Xfce 4 zu den Standards von freedesktop.org konform ist, kann es auch mit GNOME- und KDE-Programmen umgehen – und umgekehrt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Entwicklung von Xfce als Panel für fvwm wurde 1996 von Olivier Fourdan begonnen. Anfangs basierte Xfce auf der XForms-Bibliothek, daher stand das Akronym ursprünglich für XForms Common Environment, entsprechend war die Schreibweise XFCE. Da neuere Versionen von Xfce nicht mehr auf XForms aufbauen, ist das Akronym inzwischen ohne Bedeutung.
Mit der 1997 erschienenen Version 2.0 wurde erstmals der eigens für Xfce entwickelte Fenstermanager xfwm mitgeliefert.
1999 erschien mit Version 3 dann eine unter der Verwendung von GTK+ komplett neu geschriebene Version. Bis zu dieser Version lehnte sich Xfce an das Common Desktop Environment (CDE) an, das mit vielen kommerziellen Unix-Betriebssystemen ausgeliefert wurde.
Version 4.0 ist datiert auf den September 2003, wobei die Architektur von Xfce beinahe komplett geändert wurde. Dabei wurde die optische Erscheinung verbessert und die Modularität erhöht. Seit dieser Version steht auch ein Framework zur Entwicklung neuer Xfce-Applikationen zur Verfügung.
Mit der nach zweijähriger Entwicklung am 21. Januar 2007 vorgestellten Version 4.4 von Xfce hielt die Unterstützung der neuen Composite-Funktionen von X.Org, wie Schatten und echte Transparenz, Einzug (wobei schon Version 4.2 diese teilweise unterstützte). Neu ist ebenfalls die Unterstützung von Icons auf dem Desktop. Eine weitere Neuerung ist, dass der bisherige Dateimanager xffm durch Thunar ersetzt wurde, und der auf Leafpad-basierende mitgelieferte Texteditor Mousepad.
Version 4.6 wurde am 27. Februar 2009 veröffentlicht. Diese bringt einige Neuerungen, etwa mit Xfconf ein auf D-Bus aufbauendes Konfigurationssystem.
Version 4.8 wurde am 16. Januar 2011 nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit freigegeben. Es wurde stark an aktuelle, moderne Desktop Frameworks angepasst, sodass ThunarVFS und HAL durch konsequenten Einsatz von GIO, udev, ConsoleKit und PolicyKit nicht mehr benötigt werden. Der Dateimanager Thunar unterstützt zudem nun nativen Zugriff auf SFTP-, SMB- und FTP-Freigaben. Hinzu kommen eine Reihe von anderen kleineren Neuerungen.[2]
Version 4.10 wurde am 28. April 2012 freigegeben.[3]
Komponenten des Xfce-Projekts [Bearbeiten]
Zuzüglich der Kernkomponenten (Sitzungsverwaltung, Programmleiste usw.) gehören zum Xfce-Projekt noch die folgenden Programme:
- Mousepad
- Ein auf Leafpad basierender Texteditor.
- Terminal
- Ein auf die Xfce-Arbeitsumgebung abgestimmter Terminal-Emulator.
- Thunar
- Ein schlanker und schneller Dateimanager, der mit Plug-ins erweitert werden kann.
- Xfburn
- Ein CD und DVD Brennprogramm auf Basis des libburnia-Projektes.
- Orage
- Ein einfacher Kalender mit Erinnerungsfunktion, der das iCalendar-Format nutzt.
- Anwendungsfinder
- Ermöglicht es, Anwendungen zu suchen und auszuführen, und stellt Informationen über installierte Programme bereit.
- Mixer
- Ein Lautstärkeregler für das Benachrichtigungsfeld (Systray) in der Programmleiste (Panel).
- Ristretto
- Ein einfacher und schneller Bildbetrachter.
- Midori
- Ein auf WebKitGTK+ aufbauender Webbrowser.
Hinzukommen noch die folgenden Community-Anwendungen aus Xfce Goodies:
- Eatmonkey
- Ein Frontend für aria2.
- Gigolo
- Ein auf GIO basierender Betrachter für entfernte Netzwerke.
- Parole
- Ein Multimediaspieler auf Basis von GStreamer
- Xfbib
- Ein schlanker BibTeX-Editor
- Taskmanager
- Ein Taskmanager
Außerdem mehrere Plugins zu Erweiterung der obigen Komponenten.
Distributionen mit Xfce [Bearbeiten]
Die folgenden Distributionen verwenden Xfce als Standarddesktop oder bieten es als Installationsoption für den Standarddesktop an:
- aptosid[4]
- ALT Linux[5] (Simply Linux)
- Arch Linux[6]
- CrunchBang[7]
- Debian (businesscard, netinst und DVD)[8]
- Dreamlinux[9]
- dyne:bolic
- Fedora (Xfce Spin)[10]
- Foresight Linux (Xfce Edition)[11]
- Gentoo[12]
- Linux Mint (XFCE Community Edition und Linux Mint Debian Edition (LMDE))[13]
- Mythbuntu[14]
- openSUSE (Xfce Live CD)[15]
- OS4[16]
- PCLinuxOS (XFCE Desktop)[17]
- Salix OS[18]
- Slackware
- SystemRescueCd
- Xubuntu[19]
- Yellow Dog Linux
- Zenwalk Linux (Standard Edition, Live Edition)[20]
- ZevenOS[21]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://wiki.xfce.org/de/faq
- ↑ Neuerungen/Tour durch XFCE 4.8
- ↑ Xfce 4.10 released
- ↑ Projektseite aptosid
- ↑ http://www.altlinux.com/en/news/archive/2011/10/item/646/
- ↑ Projektseite Arch Linux
- ↑ Development release: CrunchBang 10 “Statler” Alpha 1
- ↑ BUG #511287 - debian-installer: Should have a task for installing KDE or XFCE instead of Gnome
- ↑ Overview Desktop-Edition
- ↑ Your desktop. Speedier.
- ↑ Foresight Xfce
- ↑ Projektseite Gentoo Linux
- ↑ Community Editions of Linux Mint
- ↑ Projektseite Mythbuntu
- ↑ Projektseite OpenSUSE
- ↑ http://www.os4online.com/
- ↑ Projektseite XFCE Desktop
- ↑ About Salix OS
- ↑ Projektseite Xubuntu
- ↑ Projektseite Zenwalk
- ↑ Which desktop environment does ZevenOS come with?