Mandø

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Mandø
Mandø mit Koresand im Südwesten, Fanø im Norden, Rømø im Süden und die Festlandsküste Jütlands im Osten
Mandø mit Koresand im Südwesten, Fanø im Norden, Rømø im Süden und die Festlandsküste Jütlands im Osten
Gewässer Deutsche Bucht, Nordsee
Inselgruppe Dänische Wattenmeerinseln
Geographische Lage 55° 16′ 50″ N, 8° 33′ 10″ O55.2805555555568.55277777777782Koordinaten: 55° 16′ 50″ N, 8° 33′ 10″ O
Mandø (Dänemark)
Mandø
Länge 3,2 km
Breite 2,6 km
Fläche 7,63 km²
Höchste Erhebung m
Einwohner 40 (1. Januar 2014[1])
5,2 Einw./km²
Hauptort Mandø By
Mandø und Koresand auf einer Karte von 1880
Mandø und Koresand auf einer Karte von 1880

Mandø ist eine dänische Gezeiteninsel an der Westküste Jütlands. Die 7,63 km² große Insel[2] liegt zwischen den beiden Inseln Rømø und Fanø und gehört zu den dänischen Wattenmeerinseln. Die Insel bildet eine der kleinsten Kirchspielsgemeinden (dän.: Sogn) Dänemarks (Mandø Sogn) und gehörte bis 1970 zur Harde Ribe Herred im damaligen Ribe Amt, danach zur Ribe Kommune im erweiterten Ribe Amt, die mit der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Esbjerg Kommune in der Region Syddanmark aufgegangen ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach Sturmfluten, die die Insel überfluteten und den einzigen Ort zerstörten, siedelten sich die Bewohner im 17. Jahrhundert im Schutze einer natürlichen Düne an und gewannen in den folgenden 200 Jahren ihre Insel durch Landgewinnungsmaßnahmen zurück. Mandø war einst die einzige Hallig Dänemarks und ist seit 1937 durch einen Seedeich geschützt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Südwestlich der Insel befindet sich der Hochsand Koresand. Dieser ist bei Niedrigwasser per Wattwanderung oder Traktorwagen erreichbar.

Es gibt einen kleinen Campingplatz, einige wenige Ferienhäuser und -wohnungen und Übernachtungsmöglichkeiten im örtlichen Restaurant sowie dem Mandøcenter. Dort ist auch eine Ausstellung über das Wattenmeer zu sehen.

Verkehr[Bearbeiten]

Erreichen kann man Mandø mit dem Auto über den Låningsvej, eine Art Damm, der bei normalem Hochwasser nicht passierbar ist, da er nur aus flach aufgeschütteten Schotter besteht und durch Buhnen befestigt ist. Neben den Gezeiten richtet sich die Passierbarkeit auch nach dem herrschenden Wind - bei starkem westlichem Wind ist der Zeitraum um das Niedrigwasser, in dem der Låningsvej passierbar ist, deutlich kürzer.

Weiter südlich gibt es außerdem den Ebbevej, der aber nur für Traktoren passierbar ist, die mit Anhängern zum Transport von Touristen versehen sind. Sie werden „Mandø-Busse“ genannt und fahren von Vester Vedsted aus auf die Insel.

Die Einwohner von Mandø lehnen den Bau eines gezeitenunabhängigen Dammes ab, da durch diese Maßnahme eine große Zahl an Touristen auf die Insel käme, wofür Mandø jedoch zu klein ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mandø – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien