Langeneß
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Nordfriesland | |
| Amt: | Pellworm | |
| Höhe: | 1 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,57 km² | |
| Einwohner: |
134 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 12 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25863 | |
| Vorwahl: | 04684 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NF | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 54 074 | |
| NUTS: | DEF07 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Uthlandestr. 1 25849 Pellworm |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Friedrich Nissen (WG-LA) | |
| Lage der Gemeinde Langeneß im Kreis Nordfriesland | ||
Langeneß [laŋəˈnɛs] (dänisch Langenæs, friesisch Nees) ist eine Hallig im Bereich der Nordfriesischen Inseln vor der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste und eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland. Die Gemeinde Langeneß umfasst neben der Hallig Langeneß auch die Hallig Oland und hat über diese eine Schienenverbindung über die Halligbahn Dagebüll–Oland–Langeneß zum Festland.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Vor der Burchardiflut von 1634 war Langeneß mit der Hallig Oland verbunden.
1802 bestand das heutige Langeneß noch aus drei einzelnen Halligen: Langeneß (Osten), Butwehl (Südosten) und Nordmarsch (Westen), die bis 1869 durch Dammbauten, Lahnungen und natürlichen Anwuchs zusammenwuchsen. Der ursprüngliche Name der zusammengewachsenen Insel lautete Nordmarsch-Langeneß.
Butwehl ist möglicherweise die in Waldemars Erdbuch erwähnte Insel Hwäler.
Langeneß wurde über die Jahrhunderte kleiner. Vor der Flut von 1825 wurden noch 70 Häuser und 187 Einwohner gezählt. 1850 standen auf 14 Warften 50 Häuser, 1905/06 30 Häuser. 1873 war die Hallig 1179 ha groß. Nach der Vermessung von 1882 waren es nur noch 1025 ha. Heute ist Langeneß mit einer Länge von etwa 10 km, einer Breite von bis zu 1400 m und einer Gesamtgröße von 956 ha die größte der Halligen.
1941 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Nordmarsch (frühere Hallig Nordmarsch), Langeneß (frühere Halligen Langeneß und Butwehl) und Oland zu einer Gemeinde Langeneß zusammengelegt. Das Gemeindehaus liegt auf Oland, deren einzige Warft die bevölkerungsreichste der Gemeinde ist. Die Verwaltung dagegen befindet sich auf Pellworm, da die Gemeinde Langeneß zum Amt Pellworm gehört und keine eigene Verwaltung besitzt.
Die Gemeinde Langeneß hat 118 Einwohner,[2] davon auf Langeneß rund 100, die auf 16 Warften in 58 Haushalten leben, die in der folgenden Tabelle von Ost nach West dargestellt sind. Die Angaben beziehen sich auf die letzte Volkszählung vom 25. Mai 1987, da Bevölkerung und Haushalte nicht auf Wohnplatzebene fortgeschrieben werden.
NASA-Satellitenbild von Langeneß mit Warften nummeriert, rechts oben Oland, rechts unten Gröde, links oben Föhr |
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| Wohn- platz- Nr.1 |
Warft | Topografische Bezeichnung |
Volkszählung 1987 | |
|---|---|---|---|---|
| Bevölkerung | Haushalte | |||
| Ehemalige Hallig Langeneß (Osten) | ||||
| 1 | Bandixwarf | Häusergruppe | 5 | 3 |
| 10 | Neuwarf | Häusergruppe | 4 | 2 |
| 12 | Peterhaitzwarf | Hof | 2 | 1 |
| 5 | Hunnenswarf | Häusergruppe | 15 | 7 |
| 13 | Peterswarf2 | Häusergruppe | 1 | 1 |
| 4 | Honkenswarf | Häusergruppe | 12 | 4 |
| 8 | Kirchwarf | Kirche | 4 | 1 |
| 6 | Ketelswarf | Häusergruppe | 18 | 9 |
| Ehemalige Hallig Butwehl (Süden) | ||||
| 16 | Tadenswarf | Häusergruppe | 6 | 4 |
| 2 | Christianswarf | Häusergruppe | 7 | 3 |
| 17 | Tamenswarf | Haus | 1 | 1 |
| Ehemalige Hallig Nordmarsch (Westen) | ||||
| 11 | Norderhörn | Häusergruppe | 11 | 5 |
| 18 | Treuberg | Hof (unbewohnt) | - | - |
| 15 | Süderhörn | Häusergruppe | 3 | 2 |
| 3 | Hilligenley | Häusergruppe | 9 | 5 |
| 14 | Rixwarf3 | Häusergruppe | 5 | 1 |
| 9 | Mayenswarf | Häusergruppe | 12 | 5 |
| 7 | Kirchhofswarf | Häusergruppe | 4 | 2 |
| (20) | Halge Huus4 | (Holzhäuschen) | - | - |
| (21) | Neupeterswarf5 | Haus (zerstört) | - | - |
| (22) | Alte Peterswarf | (Leuchtturm Nordmarsch) | - | - |
| Langeneß | Hallig | 119 | 56 | |
Die größte Warft auf der Hallig Langeneß ist die Ketelswarf, wo sich auch das Tourismusbüro befindet.
Politik[Bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl 2008 hat die Wählergemeinschaft WG-LA alle sieben Sitze in der Gemeindevertretung.
Verkehr, Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten]
Die Hallig ist mit einer nur bei Niedrigwasser benutzbaren Lorenbahn durch das Wattenmeer mit der Hallig Oland und von dort weiter mit dem Festland bei Dagebüll verbunden. Der „Lorenbahnhof“ befindet sich im Nordosten der Hallig nahe der Bandixwarft. Am anderen Ende von Langeneß im Südwesten bei der Rixwarft gibt es die einzige Anlegestelle mit regelmäßige Fährverbindungen. Die Fähre Hilligenlei der Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum verkehrt von hier nach Wittdün auf der Insel Amrum (nur im Sommerhalbjahr) und über die Hallig Hooge zum Fährhafen Schlüttsiel auf dem Festland. Das Übersetzen mit dem Auto und die Nutzung des Autos auf der Insel ist möglich. Allerdings gibt es auf Langeneß praktisch nur eine Straße zwischen dem Fähranleger und dem Lorenbahnhof mit kurzen Abzweigungen zu den einzelnen Warften. Eine Tankstelle ist nicht vorhanden.
Langeneß wird seit 1954 über ein Kabel vom Festland mit Strom versorgt. Auch die Trinkwasserversorgung ist heutzutage über eine Verbindungsleitung zur Küste sichergestellt.
Neben der Landwirtschaft (überwiegend im Nebenerwerb) und/oder einer Beschäftigung im Küstenschutz (beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein) stellt der Tourismus eine wichtige Einkommensquelle der Bewohner dar.
Ganz im Westen steht auf der alten Peterswarft der 1902 errichtete Leuchtturm Nordmarsch mit einer Höhe von 11,50 Metern.
Darstellung in Museen, Kunst und Literatur[Bearbeiten]
Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost stellt in seinem Ausstellungsteil „Reise“ als letzte Station auf dem 8. Längengrad Langeneß vor. Als „Botschafterin“ und „Gesicht von Langeneß“ wird eine ehemalige Gemeindeschwester auf Peterhaitzwarf porträtiert. Tatsächlich liegt Langeneß allerdings näher am 9. Längengrad.
Anfang der 1990er Jahre siedelte der Hamburger Filmregisseur Tevfik Başer seine deutsch-türkische Liebesgeschichte Lebewohl Fremde, die 1993 in die Kinos kam, auf der Hallig an.
Größtenteils auf Langeneß spielen die Sönke-Hansen-Krimis von Kari Köster-Lösche, zu deren Rahmenhandlung die Veränderung des Halliglebens am Ende des 19. Jahrhunderts durch Uferbefestigung und Tourismus gehört.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Einwohnerstatistik des Statistikamts Nord zum 31. Dezember 2011 (PDF-Datei; 423 kB)
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