Marie Egner

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Marie Egner: Selbstporträt, 1878
Marie Egner: Blick aus dem Atelier in der Klagbaumgasse im 4. Bezirk, Wien, um 1890

Marie Egner (* 25. August 1850 in Bad Radkersburg, Steiermark; † 31. März 1940 in Wien) war eine österreichische Malerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Steirerin Marie Egner studierte zunächst in Graz beim Zeichenlehrer Hermann von Königsbrunn und ging anschließend nach Düsseldorf, wo sie von 1872 bis 1875 Schülerin von Carl Jungheim (1830-1886) war. 1882 kam sie nach Wien, wo sie sich mit ihrer Mutter niederließ. Hier war sie bis 1887 Schülerin von Emil Jakob Schindler, in dessen Kreis sie in den Sommermonaten auf Schloss Plankenberg in Niederösterreich malte. Studienaufenthalte führten sie durch Europa, wobei sie von 1887 bis 1889 in England weilte. Danach stellten sich erste Erfolge ein; Egner hatte Ausstellungen im Wiener Künstlerhaus, in Deutschland und England. Eine eigene Malschule für Frauen musste sie 1910 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte sie der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) an, die 1926 eine große Ausstellung für Marie Egner organisierte. Ab 1930 verlor sie zusehends ihr Augenlicht und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Leistung[Bearbeiten]

Marie Egner war neben Tina Blau, Olga Wisinger-Florian und Broncia Koller die wichtigste Künstlerin Österreichs um 1900. Sie wird als Schülerin von Emil Jakob Schindler dem österreichischen Stimmungsimpressionismus zugeordnet. Thematisch befasste sie sich zum Großteil mit der Landschaftsmalerei in Öl und Aquarell sowie Blumenstücken. Ihre Motive entstanden vor der Natur in Plein-Air-Malerei.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kornfeld bei St. Georgen bei Melk (St. Pölten, Niederösterreichisches Landesmuseum, Inv. Nr. 4536), um 1895, Öl auf Karton, 55 × 74,6 cm
  • Blühendes Mohnfeld in der Steiermark (Graz, Neue Galerie Graz), um 1896
  • Herbstlicher Wald bei Purkersdorf (St. Pölten, Niederösterreichisches Landesmuseum, Inv. Nr. 127/81), nach 1900, Öl auf Karton, 30,5 × 36,8 cm
  • Frühling an der Donau mit Blick gegen Stift Melk (St. Pölten, Niederösterreichisches Landesmuseum, Inv. Nr. 248/85), um 1906, Öl auf Leinwand, 53 × 71 cm
  • In der Pergola (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 1546), um 1910, Öl auf Karton, 68 × 86,7 cm
  • Dünenlandschaft in der Bretagne (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 2920), um 1910, Tempera auf Papier, 48,5 × 66,8 cm

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Fenz: Marie Egner 1850-1940. Landschaften, Blumenbilder. Ausstellungskatalog. Graz: Neue Galerie, 1979
  • Martin Suppan: Marie Egner. Eine österreichische Stimmungsimpressionistin. 2 Bände. Wien: Galerie Suppan, 1981-93 (darin Tagebücher, Erinnerungen, Biographisches)
  • Agatha Dahm-Rihs: Das Stillleben im Werk Marie Egners. Diplomarbeit. Wien, 1995
  • Egner Marie. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 225.
  • Claus Jesina: Marie Egner Galerie 16 Wien 2006 Katalog
  • Künstlerbund "Segantini" Wien. Ausstellungskatalog o.J.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marie Egner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien