Masayoshi Son

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Masayoshi Son

Masayoshi Son (jap.: 孫正義; * 11. August 1957 in Tosu, Präfektur Saga, Japan) ist ein japanischer Unternehmer. Er ist ein Angehöriger der koreanischen Minderheit in Japan[1] in zweiter Generation, Gründer und CEO des Unternehmens SoftBank Capital, und CEO von SoftBank Mobile. Nach der Forbes-Magazine-Liste von 2006 war er mit einem Gesamtvermögen von geschätzt 7 Mrd. Dollar der wohlhabendste Mann Japans vor Takei Yasuo.[2].

Biographie[Bearbeiten]

Einem Ratschlag des japanischen McDonald’s-Präsidenten Den Fujita folgend, wollte Son Englisch und Informatik studieren. Mit 16 zog er nach San Francisco in Kalifornien und schloss dort die High School ab. An der University of California, Berkeley studierte er Ökonomie und besuchte Informatik-Vorlesungen. Er war überzeugt davon, dass die Informationstechnik die nächste Wirtschaftsrevolution auslösen würde.

Son ließ sich ein Übersetzungsgerät patentieren, dass er für eine Million Dollar an Sharp Electronics verkaufen konnte. Mit dem verdienten Geld importierte Son das Arcade-Spiel Space Invaders und verbreitete es am Berkeley-Campus. Nach dem Abschluss als BA in Ökonomie 1980 gründete Son das Unternehmen Unison in Oakland, die später von Kyocera gekauft wurde.

SoftBank[Bearbeiten]

1981 kehrte Son nach Japan zurück und gründete dort mit einem Eine-Million-Dollar-Kredit der Dai-Ichi Kangyo Bank die Software-Unternehmen SoftBank Capital. Zunächst war er mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nach einigen Skandalen kündigte die Bank den Kredit, woraufhin Son einen neuen Kredit von der Industrial Bank of Japan erhielt. In dieser Zeit bandelte er mit Microsoft Japan an und erwarb einen 25 %-Anteil an Novell Japan.

Nach seiner Heirat mit einer Japanerin wurde Son japanischer Staatsbürger. 1994 verlor Son den Bieterstreit um Ziff-Davis, konnte das Unternehmen ein Jahr später aber doch für 2,1 Milliarden Dollar – etwa eine halbe Milliarde mehr, als er 1994 geboten hatte – kaufen.

1995 besaß SoftBank 37 Prozent von Yahoo, 1996 wurde COMDEX für 900 Millionen Dollar gekauft, Kingston Technology für 2,1 Milliarden. 1997 investierte SoftBank in viele Internet-Unternehmen. Dadurch wurde SoftBank zu einem der Hauptgewinner der New Economy. Auf dem Zenit der sog. Dotcom-Blase war SoftBank etwa 140 Milliarden Dollar wert. Son gehörten zu dieser Zeit 53 Prozent von SoftBank.

SoftBank verleibte sich weitere Unternehmen ein, auch wenn diese damals völlig überbewertet waren. Finanziert wurden die zahlreichen Käufe mit einer Reduzierung des Anteils an Yahoo auf 22,58 Prozent. Eines der spektakulärsten übernommenen Unternehmen war die Nippon Credit Bank, später Aozora Bank. Außerdem wollte Son den Ausbau von Breitband-Internetzugängen vorantreiben und damit Marktführer werden. Die dazu gegründeten Unternehmen Softbank Networks und BB Technologies wurden bald zu einer erfolgreichen Konkurrenz zu Nippon Telegraph and Telephone (NTT), das sich mit dem Ausbau von breitbandigen Anschlüssen zu viel Zeit gelassen hat.

Nachdem die New Economy und damit auch SoftBank in den folgenden Jahren stark an Wert verlor, konzentrierte sich Son auf Yahoo BB and BB Phone. Yahoo BB besaß 4,3 Millionen ADSL-Kunden, schrieb aber Verluste. SoftBank hatte mittlerweile Schulden von über einer Milliarde Dollar angehäuft.

Mittlerweile hat sich SoftBank gefestigt. Nach der Übernahme von Japan Telecom ist Yahoo BB Japans führender Breitband-Internet-Provider.

Am 17. März 2006 übernahm SoftBank Vodafone Japan für etwa 15 Milliarden Dollar, mit Masayoshi Son als CEO.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handelsblatt: „Smartphones mischen den Mobilfunkmarkt in Japan auf“, Autor: Jan Keuchel, Ausgabe vom 28. September 2011, S. 30
  2. The 400 Richest Japanese, Forbes Magazine (2006), abgerufen am 28. Januar 2007
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Son der Familienname, Masayoshi der Vorname.