Menahem

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Dieser Artikel befasst sich mit dem König von Israel Menahem. Für weitere Bedeutungen siehe Menahem (Begriffsklärung).

Menahem (auch: Menachem, hebr.מנחם‎, deutsch „Tröster“) war König von Israel. Seine Regierungszeit wird von Albright auf die Jahre 745 v. Chr. bis 738 v. Chr., nach anderen Exegeten auf die Zeit von 752 v. Chr. bis 742 v. Chr. datiert.

Menahem, der Sohn des Gadi, kam an die Macht, indem er von Tirza kommend den erst seit einem Monat regierenden Schallum in Samaria stürzte und der Erzählung 2 Kön 15 LUT zufolge eigenhändig erschlug. Auch seine weitere Herrschaft war dieser Quelle zufolge von äußerster Brutalität geprägt. So habe er den schwangeren Frauen in Tiphsach (oder Tappuah) als Strafe dafür, dass die Stadt ihm zunächst nicht die Tore öffnen wollte, den Bauch aufgeschlitzt.

Menahem war mit den Expansionsbestrebungen des Tiglat-Pileser III. von Assyrien, der in der Bibel „Pul“ genannt wird (2 Kön 15,19 LUT), konfrontiert. Einer Invasion begegnete er, indem er den Assyrern einen Tribut in Höhe von 1000 Zentnern Silber zahlte, den er durch eine Steuer finanzierte, die die Reichsten im Land mit jeweils 50 Silberstücken belastete. Dieser Tribut ist durch eine assyrische Inschrift auf der Iran-Stele von Tiglatpileser III belegt: „Menahem von Samaria … legte ich Tribut und Abgabe … auf.“

Nachfolger Menahems wurde dessen Sohn Pekachja.

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Schallum König von Israel
745–738 v. Chr.
Pekachja