Mnichovo Hradiště

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Mnichovo Hradiště
Wappen von Mnichovo Hradiště
Mnichovo Hradiště (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Mladá Boleslav
Fläche: 3331 ha
Geographische Lage: 50° 32′ N, 14° 58′ O50.52722222222214.971388888889240Koordinaten: 50° 31′ 38″ N, 14° 58′ 17″ O
Höhe: 240 m n.m.
Einwohner: 8.433 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 294 11 - 295 01
Verkehr
Bahnanschluss: Praha–Turnov
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 12
Verwaltung
Bürgermeister: Arnošt Vajzr (Stand: 2010)
Adresse: Masarykovo náměstí 1
29521 Mnichovo Hradiště
Gemeindenummer: 536326
Website: www.mnhradiste.cz
Blick auf die Stadt

Mnichovo Hradiště (deutsch Münchengrätz) ist eine Stadt mit 8.500 Einwohnern im Okres Mladá Boleslav, Tschechien.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt 17 Kilometer von der Kreisstadt Mladá Boleslav entfernt am westlichen Rand des Naturschutzgebietes Český ráj (Böhmisches Paradies). Im Westen fließt die Jizera (Iser) am Ort vorbei. Mnichovo Hradiště hat Anschluss an die Schnellstraße R 10 von Prag nach Turnov.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Städtchen entstand in der Mitte des 13. Jahrhunderts als unbefestigter Marktflecken an der Stelle einer älteren Siedlung. Es gehörte zur Herrschaft des Zisterzienser-Ordenshauses Kloster Hradiště im benachbarten Klášter Hradiště nad Jizerou. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1279. Das Kloster wurde im Frühjahr 1420 von den Orebiten zerstört und nie wieder aufgebaut. Die Besitzungen gingen an den katholischen Adligen Johann von Wartemberg. Um 1440 kam der Hussitenführer Jan Čapek ze Sán in den Besitz der Stadt und der umliegenden Güter mit den Einnahmen aus erbuntertänigen Ortschaften. Nachfolgend wurde Mnichovo Hradiště mehrfach verpfändet. Die Böhmische Kammer verkaufte die Herrschaft 1556 an die Adligen Jiří von Labouň und Jindřich Žibřid. Die Nachkommen Zibřids veräußerten Stadt und Herrschaft 1582 an Christoph Budovec z Budova, dessen Sohn Václav Budovec z Budova im Ort einen Herrensitz erbauen ließ. Er wurde als einer der Anführer des Ständeaufstand in Böhmen (1618) nach der Schlacht am Weißen Berg am 21. Juni 1621 am Altstädter Ring in Prag hingerichtet. Sein konfiszierter Besitz ging 1623 an den kaiserlichen Feldherrn Albrecht von Wallenstein. Nach dessen Ermordung 1634 wurden Stadt und Herrschaft Mnichovo Hradiště erneut konfisziert und an Wallensteins Vetter Max von Waldstein vergeben. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss großzügig umgebaut und blieb bis 1945 im Besitz der Familie Waldstein.

Im Jahr 1833 kam es zur Konferenz von Münchengrätz, in der Preußen, Russland und Österreich sich auf eine gemeinsame Politik gegenüber dem Osmanischen Reich verständigten. Im Deutschen Krieg fand am 28. Juni 1866 zwischen dem österreichischen Korps Clam-Gallas und dem preußischen 4. Korps der ersten Armee sowie der Avantgarde der Elb-Husarenarmee zur Schlacht bei Münchengrätz, in der die Preußen und seine Verbündeten siegten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

Zur Stadt gehören die 12 Ortsteile Mnichovo Hradiště, Veselá, Hněvousice, Hoškovice, Dneboh, Olšina, Lhotce, Dobrá Voda, Podolí, Hradec, Kruhy und Sychrov.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mojmír Horyna, Luboš Lancinger, Vojtěch Láska: Mnichovo Hradiště. Schloß - Stadt - Umgebung. Zentrum für Staatliche Denkmalpflege und Naturschutz, Bezirk Mittelböhmen, 1984.
  • Hans-Ulrich Engel: Burgen und Schlösser in Böhmen. Frankfurt am Main 2. Auflage 1978, ISBN 3-8035-8013-7, S. 58f, Abbildung S. 183.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hradiště – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)