Nashik

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Nashik
Nashik (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Maharashtra
Distrikt: Nashik
Lage: 20° 0′ N, 73° 48′ O20.00138888888973.791666666667560Koordinaten: 20° 0′ N, 73° 48′ O
Höhe: 560 m
Einwohner:
– Agglomeration:
1.486.973 (2011)[1]
1.562.769 (2011)[2]

d1

Nasik
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: India Meteorological Department
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nasik
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,2 31,4 35,2 37,8 37,7 33,0 28,9 27,7 29,6 32,1 30,7 28,8 Ø 31,8
Min. Temperatur (°C) 10,3 11,9 15,8 19,5 21,7 22,6 21,8 21,1 20,1 17,5 13,6 10,7 Ø 17,2
Niederschlag (mm) 1,9 1,2 1,3 6,7 19,7 125,1 154,8 132,2 129,2 54,9 22,7 5,5 Σ 655,2
Regentage (d) 0,3 0,2 0,4 0,4 1,5 8,2 20,4 20,5 11 4,3 2,4 0,7 Σ 70,3
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Nashik oder Nasik (Marathi: नाशिक, Nāśik; Hindi: नासिक, Nāsik) ist eine indische Stadt nordöstlich von Mumbai im Bundesstaat Maharashtra. Nashik hat knapp 1,5 Millionen Einwohner (Volkszählung 2011) und ist damit nach Mumbai und Pune die drittgrößte Stadt in Maharashtra.

Lage[Bearbeiten]

Nashik liegt am heiligen Fluss Godavari in einer Höhe von etwa 560 Meter ü. d. M. Mumbai befindet sich etwa 165 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich; die indische Hauptstadt Delhi liegt etwa 1250 Kilometer nordöstlich.

Einwohner[Bearbeiten]

Von den knapp 1,5 Millionen Einwohnern sind etwa 64% Hindus, 23% Moslems, 10% Buddhisten, 1,5% Jainas, 1% Sikhs und 0,5% Christen. Die Analphabetenquote beträgt immer noch etwa 25%, was im Wesentlichen auf die anhaltende Zuwanderung aus ländlichen Gebieten zurückzuführen ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region um Nashik ist das Zentrum des Weinanbaus in Indien.[3][4] Außerdem werden in der ländlichen Umgebung Zwiebeln, Tomaten und Zuckerrohr angebaut. Doch Nashik ist auch eine aufstrebende Industriestadt – viele nationale und internationale Firmen (darunter auch Bosch) haben Zweigstellen in Nashik. Wichtigster industrieller Arbeitgeber mit über 7000 Beschäftigten ist der Flugzeughersteller Hindustan Aeronautics (HAL).

Geschichte[Bearbeiten]

Einige Episoden aus dem Ramayana-Epos sollen sich in Nashik (ehemals Nasika oder Nasikya) abgespielt haben. Ausgrabungen haben ergeben, dass der an einem alten Handelsweg zwischen den Häfen an der Küste und den Städten der Gangesebene gelegene Platz seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. kontinuierlich besiedelt war. In der Zeit der politischen Dominanz des Islam erhielt die Stadt den Namen Gulshanabad; kurz vor der britischen Machtübernahme in Indien wurde der Name der Stadt unter den Peshwas in Nashik zurückbenannt. Während der Unabhängigkeitsbewegung Indiens spielte die Stadt eher eine Nebenrolle.

Kumbh Mela[Bearbeiten]

Neben Allahabad, Haridwar und Ujjain gehört Nashik zu den vier Städten Indiens, in denen alle 12 Jahre ein Kumbh-Mela-Fest gefeiert wird. Am 27. August 2003 kam es beim rituellen Bad von Millionen von Hindus am Ufer des heiligen Flusses Godavari in Nashik zu einer Massenpanik, 43 Menschen wurden zu Tode getrampelt. Die nächste Kumbh Mela wir im Jahr 2015 stattfinden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Trotz seiner langen Geschichte und kulturellen Bedeutung hat Nashik keine bedeutenden kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Stadt[Bearbeiten]

Kalaram-Tempel
Der Kalaram-Mandir ist wahrscheinlich der älteste Tempel der Stadt, doch wurde der Vorgängerbau in islamischer Zeit zerstört und erst im ausgehenden 18. Jahrhundert in einem anikonischen hinduistisch-islamischen Mischstil wiederaufgebaut. Im Innern werden drei kleine schwarze Statuen von Rama, Sita und Lakshmana verehrt.
Neelkanteshwar-Tempel
Der dem Gott Shiva geweihte Neelkanteshwar-Tempel steht nahe dem Flussufer (ghat) und ist ebenfalls ein Wiederaufbau des 18. Jahrhunderts.

Umgebung[Bearbeiten]

Pandavleni-Höhlen
Gegenüber dem etwa 8,5 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums gelegenen Vorort Ambad liegen die hauptsächlich buddhistischen Pandavleni-Höhlen aus dem 3./4. Jahrhundert n. Chr.
Dharmachakra-Jain-Tempel
Der erst in den Jahren 2007–2011 errichtete Dharmachakra-Jain-Tempel liegt auf einem künstlichen angeschütteten Hügel etwa zwölf Kilometer nordöstlich der Stadtmitte innerhalb eines großen parkartigen Geländes mit vier Torbauten (toranas). Der Tempel hat einen zentralen Shikhara-Turm und Eingänge aus allen vier Himmelsrichtungen. Die Jainas betreiben auch eine Futterstelle für freilaufende Kühe (gaushala).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nashik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Cities having population 1 lakh and above. (PDF; 154 kB)
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Urban Agglomerations/Cities having population 1 lakh and above. (PDF; 141 kB)
  3. Nashik, the wine capital of India bei rediff.com am 16. März 2005
  4. Australian companies eye Nashik wine market in The Times of India vom 4. Mai 2012