Nathanael Bonwetsch

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Gottlieb Nathanael Bonwetsch (* 5. Februarjul./ 17. Februar 1848greg. in Norka, Saratow, Russisches Kaiserreich; † 18. Juli 1925 in Göttingen) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben[Bearbeiten]

Die Vorfahren Bonwetschs können ab 1550 als Landwirte, Handwerker und Winzer in Metzingen nachgewiesen werden. Seine Eltern waren der Pfarrer Christoph Heinrich Bonwetsch, der von 1804 bis 1876 lebte und Sohn des Hutmachers Johann Christoph Heinrich war, und dessen Frau Beate Christine Bonwetsch, die wiederum von 1802 bis 1888 lebte und Tochter eines Pfarrers war.

Nathanael Bonwetsch wurde am 17. Februar 1848 in Norka geboren. Er besuchte ein Gymnasium in Tallinn und studierte Theologie und Geschichte in den Jahren 1866 bis 1870 an der Universität Dorpat. Im Folgejahr war er als Propstadjunkt an der Wolga tätig, 1874/1875 setzte er sein Studium an der Universität Göttingen fort und wurde dann Pfarrvertreter in Norka. 1877/1878 verbrachte er noch auf der Universität Bonn; an der Universität Dorpat wurde er 1878 sowohl zum Doktor promoviert als auch habilitiert. Während seiner Studienjahre in Dorpat und Göttingen wurde er Mitglied des Wingolf.[1]

Ab 1882 war er dort als außerordentlicher Professor der Kirchengeschichte tätig und im folgenden Jahr zum ordentlichen Professor befördert. In dieser Stelle wechselte Bonwetsch 1891 nach Göttingen und verstarb dort am 18. Juli 1925 im Alter von 77 Jahren.

In Dorpat hatte er sich im Jahr 1883 mit Lydia Degeller verheiratet und hatte einen Sohn namens Gerhard (1885–1956), der Historiker wurde.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Geschichte des Montanismus (1881)
  • Das slavische Henochbuch (1897)
  • Die Apokalypse Abrahams (1897)
  • Die Theologie des Methodios von Olympus (1903)
  • Gotthilf Heinrich Schubert in seinen Briefen (1918)
  • Die Theologie des Irenäus (1925)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vademecum Wingolfiticum. Jahrgang 1925. S. 302.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]