Nationalpark Semenic-Cheile Carașului

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nationalpark Semenic-Cheile Carașului
Auf dem Semenik
Auf dem Semenik
Nationalpark Semenic-Cheile Carașului (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
45.1426501221.97871728Koordinaten: 45° 8′ 34″ N, 21° 58′ 43″ O
Lage: Caraș-Severin, Rumänien
Nächste Stadt: Kreis Caraș-Severin, Reșița, Caransebeș
Fläche: 362 km²
Gründung: 2000
i3i6
Das Karasch-Tal
Die Karasch
Baia Vulturilor auf dem Semenik

Der Nationalpark Semenic-Cheile Carașului (auch Nationalpark Semenik-Karasch-Klamm, rumänisch Parcul Național Semenic-Cheile Carașului) erstreckt sich auf einem Areal von 36.214 Hektar im Semenic-Gebirge und im Anina-Gebirge, im Kreis Caraș-Severin, im Südwesten Rumäniens.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Nationalpark Semenik-Karasch Klamm weist eine typische Karst- und Waldlandschaft auf und zeichnet sich durch den 300 Jahre alten, einzigen Buchen-Bannwald Europas aus.

Zum Nationalpark Semenik gehören die Naturschutzgebiete Karaschklamm (Cheile Carașului), die Karaschquellen (Izvoarele Carașului), sowie Tropfstein- und andere Höhlen. Die Karasch-Klamm ist eine der längsten, wildesten und schönsten auf Landesebene, mit einer reichen Flora und Fauna, mit vielen Höhlen zu denen man teilweise nur unter Wasser Zugang hat, mit fast senkrechten Kalksteinwänden und den sogenannten „Kesseln“ an der oberen Karasch. Am rechten Ufer der Karasch, oberhalb der Karasch-Klamm, liegt die mittelalterliche Burgruine Grat (1230). Eine der schönsten Höhlen in dieser Zone, mit vielfältigen Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten, ist die Tropfsteinhöhle von Comarnic.[1]

Im Nationalpark Semenik-Karasch Klamm wurden 20 archäologische Fundorte entdeckt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1955 wurde die Karasch-Klamm (Cheile Carașului) auf einem Areal von 800 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt, 1973 folgte das Forstschutzgebiet Neraquellen (Rezervația Forestieră Izvoarele Nerei), 1982 kamen die Naturschutzgebiete Buhui-Mărghitas, die Karaschquellen (Izvoarele Carașului), die Gârliștei Klamm (Rezervația Cheile Gârliștei) und das Forstschutzgebiet Groposu (Rezervația Forestieră Groposu) hinzu, 1991 wurden die Höhlen zum Naturschutzgebiet erklärt und 1993 erhielt der Forst Rezervația Bârzăvița den Status Naturschutzgebiet.

Im Jahr 2000 wurde der Nationalpark Semenik-Karasch Klamm per Gesetz (Legea nr. 5/2000) wie folgt festgelegt:[2]

  • Das Naturschutzgebiet Karasch Klamm (Rezervația Cheile Carașului) - 2988,67 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Gârliștei Klamm (Rezervația Cheile Gârliștei) - 582,18 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Buhui-Mărghitaș (Rezervația Buhui- Mărghitaș) - 217,64 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Karaschquellen (Rezervația Izvoarele Carașului) - 1.384,06 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Neraquellen (Rezervația Izvoarele Nerei) - 5.012,32 Hektar
  • Das Forstschutzgebiet Bârzavița (Rezervația Bârzavița)
  • Das Forstschutzgebiet Groposu (Rezervaţia Groposu)
  • Das Naturschutzgebiet Buhui-Höhle (Rezervația Peștera Buhui) - 217,64 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Comarnic Höhle (Rezervația Peștera Comarnic) - 26,9 Hektar
  • Das Naturschutzgebiet Popovăț Höhle (Rezervația Peștera Popovăț) – 4,5 Hektar

Ungefähr 40 % der Fläche des Nationalparks sind Naturschutzgebiete: Buhui, Mărghitaș, Karasch-Klamm und die Karasch-Quellen, die Nera-Quellen, die Garliștea-Klamm. Groposu und Bârzavița sind Waldschutzgebiete.

Flora[Bearbeiten]

Über 1200 Pflanzenarten stehen unter Naturschutz, wie:

Fauna[Bearbeiten]

Der Nationalpark Semenik-Karasch-Klamm beherbergt über 690 Tierarten, darunter 29 wirbellose Tiere, die nur in dieser Region leben, und 45 andere seltene Arten. Diese verleihen dem Park eine besondere Bedeutung. Die Wirbellosen im Karst werden durch seltene Arten von Hundertfüßern (Chilopoda) vertreten:

Verschiedene Arten von längst ausgestorbenen Schnecken, überlebte die Kleine Eiszeit hier:

Die Welt der Fische ist durch folgende seltene Arten vertreten:

Amphibien sind vertreten durch:

Unter den Reptilien sind zu erwähnen:

Die Vogelwelt ist vertreten durch Arten, die hier nisten aber auch Zugvögel trifft man an:

Die Säugetiere sind durch folgende Arten vertreten:

Die Höhlen beherbergen zahlreiche Arten von Fledermäusen. Insgesamt wurden 16 Arten identifiziert:

  • Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrum-equinum)
  • Meheley-Hufeisennase (Rhinolophus mehelyi)
  • Mittelmeer-Hufeisennase (Rhinolophus euryale)
  • Blasius-Hufeisennase (Rhinolophus blasii)
  • Wimperfledermaus (Myotis emarginatus)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • rumaenien-tourismus.de (PDF; 2,1 MB), Naturtourismus Rumänien. Entdecke den Garten der Karpaten.
  • dfbb.ro, Die Karasch-Klamm und die Comarnic-Höhle
  • pnscc.ro, Offizielle Website des Nationalparks Semenic-Cheile Carașului (rumänisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dfbb.ro, Die Karasch-Klamm und die Comarnic-Höhle
  2. pnscc.ro, Istoricul parcului