Neobyzantinische Architektur

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Kazankirche im Nowodjewitschi (Sankt Petersburg)

Die neobyzantinische Architektur knüpft stilistisch an die Byzantinische Architektur an und wird in die Zeit zwischen dem Ende des 18. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts eingeordnet. Der neobyzantinische Baustil prägte das Aussehen vieler Kirchen, Klöster, Regierungs- und anderer öffentlicher Gebäude in Osteuropa und Russland. Neobyzantinisch werden aber auch Kirchengebäude des westlichen Historismus genannt, die sich der byzantinischen Formensprache bedienen.

Ursprung[Bearbeiten]

Der neobyzantinische Baustil vereint Elemente des klassischen byzantinischen Stils mit den Elementen des christlichen Baustils Osteuropas, der bis auf das 5. Jahrhundert n. Chr. zurückgeht.

Der neobyzantinische Baustil entwickelte sich in Osteuropa und Russland. Einer der größten Vertreter dieses Baustils war sicherlich Konstantin Thon. Bei seiner Arbeit bediente er sich auch neoklassischer und traditionell russischer Stilelemente. Bauwerke des neobyzantinischen Stils sind das Neue Athos-Kloster Nowy Afon (georgisch: ახალი ათონი/Achali Atoni) bei Sochumi, die Nikolaus-Kathedrale in Kronstadt (gehört zu St. Petersburg), die Wladimirkathedrale von Kiew und die Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia.

Ein typischer Vertreter des westlichen Neobyzantinismus war der Franzose Pierre Bossan.

Merkmale[Bearbeiten]

Der neobyzantinische Baustil wird, genau wie der klassische byzantinische Baustil, von Rundbögen, Gewölben und Kuppelbauten dominiert. Wände wurden mit Sichtmauerwerk oder Stuckverzierungen hergestellt, Böden wurden häufig mit Mosaik ausgelegt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neobyzantinische Architektur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]