Kronstadt (Russland)

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Kronstadt
Кронштадт
Flagge
Flagge
Föderationskreis Nordwestrussland
Stadt mit
Subjektstatus
Sankt Petersburg
Stadtbezirk Kronstadt (Russland)
Gegründet 1703
Bevölkerung 42.999 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)812
Postleitzahl 19776x
Kfz-Kennzeichen 78, 98
OKATO 40 280 501
Website gov.spb.ru
Geographische Lage
Koordinaten 60° 0′ N, 29° 46′ O6029.766666666667Koordinaten: 60° 0′ 0″ N, 29° 46′ 0″ O
Kronstadt (Russland) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Kronstadt (Russland) (Sankt Petersburg)
Red pog.svg
Sankt Petersburg
Liste großer Siedlungen in Russland

Kronstadt (russisch Кронштадт) ist eine Stadt und frühere Festung auf der Ostseeinsel Kotlin vor Sankt Petersburg in Russland. Die Insel ist durch den „Petersburger Damm“ mit der Stadt verbunden. Kronstadt mit seinen 42.999 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] bildet einen nicht weiter untergliederten Stadtbezirk (Rajon) von Sankt Petersburg. Der Kronstädter Pegel dient als Bezugspunkt für das Höhensystem HN Osteuropas, das von 1945 bis 1993 auch für Ostdeutschland galt.

Die historische Altstadt sowie die vielen Forts, die die Hafenstadt umgeben, wurden 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Deutsche Partnerstadt ist seit 1995 Mühlhausen/Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Marine-Dom Kronstadt mit Ewiger Flamme im Vordergrund

Zar Peter I. gründete die Stadt 1703 als Marinestützpunkt an der Ostsee. Kronstadt verteidigte den Zugang zur damaligen russischen Hauptstadt von der Ostsee her und wurde daher lediglich im Norden, Westen und Süden mit Befestigungen und Küstenbatterien versehen.

1803 startete von Kronstadt aus die erste russische Weltumsegelung unter Kapitän Adam Johann von Krusenstern.

Bekanntgeworden ist die Stadt auch durch die Matrosenaufstände von 1905/1906 gegen die Zustände in der Kaiserlich Russischen Marine.

Am 18. August 1919 versenkten britische Schnellboote bei einem Angriff auf den Hafen ein russisches Schiff.

1921 kam es zu einer weiteren Rebellion der Kronstädter Matrosen gegen die bolschewistische Herrschaft; der Kronstädter Matrosenaufstand wurde nach Ablauf eines Ultimatums von der Roten Armee unter Leitung des Volkskommissars für Militär- und Marinewesen, Leo Trotzki, gewaltsam niedergeschlagen.

Im Zweiten Weltkrieg konnte die Rote Armee Kronstadt von 1941 bis 1944 gegen die anrückende deutsche Wehrmacht halten. Zusammen mit den Stellungen des Kessels von Oranienbaum schützte es Leningrad während der Blockade vor deutschen Angriffen von der Meeresseite.

In der sowjetischen Zeit war Kronstadt als Militärstadt Sperrgebiet. Zutritt wurde mit einem Passierschein gewährt. Diesen hatten üblicherweise nur dort stationierte Soldaten und deren Angehörige. 1996 wurde dieser Status aufgehoben. Seitdem kann die Stadt auch von Touristen besucht werden.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kronstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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