New Wave of British Heavy Metal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) ist ein Terminus aus den späten 1970er und frühen 1980er Jahren, den der Londoner Heavy-Metal-DJ Neal Kay erfand und damit einer musikalischen Sparte ihren Namen gab. Er subsumiert die jungen britischen Bands, die sich in die Tradition der frühen Heavy-Metal-Bands wie Black Sabbath, Judas Priest oder Deep Purple stellten, ohne dabei auf die Energie des Punk verzichten zu wollen.[1]

Die klassischen Vertreter der NWoBHM sind u. a. Angel Witch, Praying Mantis, Samson, Tygers of Pan Tang, Holocaust oder Diamond Head, aber auch noch heute erfolgreiche Bands wie Iron Maiden, Def Leppard oder Saxon. Black Sabbath, Judas Priest und Motörhead werden zwar nicht zur NWoBHM im engeren Sinne gezählt, da sie schon seit den frühen bzw. mittleren 1970ern aktiv waren, jedoch waren diese Bands 1980 mit wichtigen Alben ebenfalls maßgeblich am Aufschwung der britischen Metal-Szene beteiligt bzw. profitierten selbst davon. Motörheads Sänger Lemmy Kilmister distanziert seine Musik allerdings vom Metal und bezeichnet sie als Rock ’n’ Roll.[2][3] Er betrachtet Bands wie Judas Priest und Black Sabbath als den eigentlichen Metal, schnellere Bands wie die der New Wave of British Heavy Metal oder Metallica klingen für ihn mehr nach Punk als nach Metal.[3]

Die Musik der ursprünglichen NWoBHM wird heute allgemein als Heavy Metal bezeichnet, als Abgrenzung zu Untersparten wie zum Beispiel Thrash Metal, Glam Metal, Speed Metal oder Power Metal.

Wichtige Alben[Bearbeiten]

1979

1980

1981

  • Iron Maiden – Killers
  • Praying Mantis – Time Tells No Lies
  • Raven – Rock Until You Drop
  • Tygers of Pan Tang – Spellbound

1982

1983

  • Satan – Court in the Act

Folgende Alben stammen zwar nicht von NWoBHM-Bands, waren jedoch von diesem Subgenre geprägt und beeinflussten dessen weitere Entwicklung:

1980

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walser, Robert (1993): Running with the Devil. Power, Gender, and Madness in Heavy Metal Music. Middletown, Conn.: Wesleyan Univ. Press. ISBN 0-8195-6260-2, S. 21.
  2. Ronnie: Motorhead. Interview with Lemmy 6-20-2000. Ear Candy Mag, 20. Juni 2000, abgerufen am 16. September 2010 (englisch).
  3. a b Jeb Wright: Better Motorhead Than Dead: An Interview with Lemmy Kilmister. Classic Rock Revisited, archiviert vom Original am 2. Februar 2008, abgerufen am 16. September 2010 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  • Malc Macmillan: The N.W.O.B.H.M. Encyclopedia. I.P. Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-931624-16-1
  • Matthias Mader, Otger Jeske, Manfred Kerschke et al: NWoBHM Vol. 2 I.P. Verlag, Berlin 1997, ISBN 978-3-931624-03-3