Nguyễn Cao Kỳ

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nguyễn Cao Kỳ (1967)

Nguyễn Cao Kỳ (* 8. September 1930 in Sơn Tây, Tonkin, Indochinesische Union; † 23. Juli 2011 in Kuala Lumpur) war ein südvietnamesischer Luftwaffen-General und Politiker.

Wirken[Bearbeiten]

Er war 1963 am Militärputsch gegen den südvietnamesischen Präsidenten Ngô Đình Diệm beteiligt, 1965 wurde er als Nachfolger von Phan Huy Quát Premierminister Südvietnams. Der damals 35-Jährige wurde als hervorragender Fliegeroffizier französischer Schulung beschrieben, dem es jedoch an jedwedem politischen Verständnis zu fehlen scheine. Seine positive Bezugnahme auf Adolf Hitler in einem Interview habe in Europa einen peinlichen Eindruck hinterlassen.[1]

Während der Amtszeit Kỳs verstärkten die Vereinigten Staaten ihre Beteiligung am Vietnamkrieg zugunsten der südvietnamesischen Seite erheblich. Kỳ glaubte damals an einen baldigen Sieg. 1967 trat eine neue Verfassung in Kraft, Nguyễn Văn Thiệu wurde zum Präsidenten gewählt, woraufhin Kỳ seinen politischen Einfluss weitgehend verlor. Er war noch bis 1971 Vizepräsident und wanderte nach der Niederlage der südvietnamesischen Truppen, ebenso wie Thiệu, 1975 in die Vereinigten Staaten aus.

Werke[Bearbeiten]

  • Twenty years and twenty days. Stein and Day, New York NY 1976, ISBN 0-8128-1908-X.
  • mit Marvin J. Wolf: Buddha's Child. My Fight to Save Vietnam. St. Martin's Press, New York NY 2002, ISBN 0-312-28115-3.
  • How We Lost the Vietnam War. Cooper Square Press, New York NY 2002, ISBN 0-81-541222-3.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fernand Oosten: Die neue Phase in Südvietnam. In: Außenpolitik. Jg. 16.1965, S. 718–725.
  • Spencer Tucker: Encyclopedia of the Vietnam War. A Political, Social, and Military History. ABC-CLIO, Santa Barbara, 2011, ISBN 978-1-85109-960-3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oosten, S. 719.