Nigerianischer Film

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Der Nigerianische Film entsteht meist in Lagos und Umgebung, da hier auch die nigerianische Filmindustrie ansässig ist. Seit den 1970er Jahren werden in Nigeria Filme gedreht, doch erst seit den 1990er Jahren in größerem Umfang. In Anlehnung an Hollywood wird der nigerianische Film auch unter dem Namen Nollywood vermarktet. Als einer der ersten Vorreiter des Nollywood-Booms gilt Living in Bondage aus dem Jahre 1992.[1] Schätzungen zufolge werden etwa 400 bis 2000 Filme pro Jahr in Nigeria produziert. Damit ist Nigeria inzwischen die zweitgrößte Filmnation der Welt nach Indien und vor den USA.[2] Seit 2004 kommen die nigerianischen Filmemacher zur Berlinale.[3]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vermarktung und Aufführung

Nollywood-Filme werden heutzutage vorwiegend mit einfachen DV-Camcordern in nur wenigen Tagen gedreht und kommen mit etwa einem durchschnittlichen Budget um die 10.000 US-Dollar, inklusive Gehälter und Gagen, aus. Produziert wird vorwiegend für den heimischen Markt und für weite Teile Westafrikas und darüber hinaus (z. B. Südafrika). Ein durchschnittlicher Nollywood-Film verkauft ungefähr 50.000 Kopien. Der überwiegende Teil der nigerianischen Filme werden in englischer Sprache gedreht, aber es wird auch in Yoruba, Igbo oder Hausa gedreht. Außerhalb Afrikas erlebte das nigerianische Kino bisher nur wenig Resonanz, hauptsächlich unter der afrikanischen Diaspora. Im kleinen Umfang gelangen die Filme auf einige Filmfestivals.

Inzwischen hat sich der nigerianische Film allerdings prägend für das afrikanische Kino fest etabliert und das Konzept der billigen Videoproduktionen greift inzwischen auf andere afrikanische Länder über, beispielsweise auf Ghana. Die Filme erreichen durch Video-Clubs, direkten Verkauf (aber auch im erheblichen Rahmen durch "Raubkopien") und das afrikanische Fernsehen meist ein Millionenpublikum im eigenen Land und darüber hinaus. Der spätere Erfolg bzw. der Bekanntheitsgrad eines Films hängt vor allem von der Besetzung und den damit verbundenen Starkult ab. Es werden möglichst viele bekannte nigerianische Filmstars auf den Video-Covers platziert, um so einen eindeutigen Reiz zu setzen. Häufig findet man im nigerianischen Film Fortsetzungen, die gleichzeitig mit dem eigentlichen Film produziert werden. Das senkt die Film- und Personalkosten, zudem kann das Publikum direkt im Abspann des Filmes auf die Fortsetzung aufmerksam gemacht werden.

[Bearbeiten] Filmstil und Filminhalt

Produziert werden häufig vor allem Genre-Mischungen aus Dramatik, Tragik, Romantik und etwas Action. Wichtige Themen sind Religion, Liebe, Aberglaube, Verrat, Betrug, Intrigen, Prostitution, Mord, Kannibalismus, Korruption und post-koloniale Konflikte sowie die nigerianische Politik. Daher meist nur von Landsleuten verstanden.

Die Kritik an Nollywood-Filmen ist zum einen die Sprache und zum anderen die Themen, die für Aussenstehende meist nicht zu begreifen sind. Durchaus sind Nollywood-Filme sehr zu empfehlen, da sie einen gewissen Unterhaltungswert haben.

[Bearbeiten] Filmstars in Nigeria

  • Filmschauspieler:
    • Fred Amata
    • Segun Arinse
    • Richard Mofe Damijo (kurz RMD)
    • Sam Loco Efe
    • Desmond Elliot
    • Emeka Ike
    • Jim Iyke
    • Olu Jacobs
    • Ramsey Noah (Ramsey Nouah)
    • Nkem Owoh
    • Ken Saro-Wiwa
    • Sahid Balogun
    • Taiwo Hassan
  • Filmschauspielerinnen:
    • Idowu Phillips
    • Bimbo Akintola
    • Eucharia Anunobi-Ekwu
    • Regina Askia
    • Liz Benson
    • Stella Damasus-Aboderin
    • Precious Dede
    • Rita Dominic
    • Dakore Egbuson
    • Kate Henshaw Nuttal
    • Omotola Jalade Ekeinde
    • Genevieve Nnaji
    • Stephanie Okereke
    • Uche Osotule
    • Cossy Ojiakor
    • Joke Silva
    • Fathia Balogun
    • Tonto Dike
    • Patience Ozokwo

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise/Belege

  1. Kurzbericht über den ersten erfolgreichen Nollywood Film 1992
  2. Unesco, Institut Für Statistik, Jahresreport 2006
  3. Interview mit Don Pedro Agbonifo-Obaseki
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen