Oskar Roehler

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Oskar Roehler (2009)

Oskar Roehler (* 21. Januar 1959 in Starnberg) ist ein deutscher Filmregisseur, Journalist und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Roehler ist der Sohn der Schriftstellerin Gisela Elsner und des Schriftstellers Klaus Roehler. Er wuchs ab dem vierten Lebensjahr bei seinen Großeltern und dann wieder bei seinem Vater in Darmstadt auf. Von 1969-1978 besuchte er im unterfränkischen Wiesentheid das dortige Internatsgymnasium, wo er auch sein Abitur ablegte. Heute lebt er in Berlin und ist seit Beginn der 1980er-Jahre als Autor tätig. Zu seinen Werken zählen unter anderem Drehbücher für Niklaus Schilling, Christoph Schlingensief und Mark Schlichter.

Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde Roehler vor allem als Spielfilmregisseur bekannt. Sein bislang erfolgreichster Film war Die Unberührbare mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle, in dem Roehler die letzten Jahre im Leben seiner Mutter beschreibt. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet.

Nach 2003 und 2006 erhielt Roehler 2010 für Jud Süß – Film ohne Gewissen seine dritte Einladung in den Wettbewerb der 60. Filmfestspiele von Berlin. Der Film dramatisiert die Entstehung des antisemitischen Propagandafilms Jud Süß (1940) mit Tobias Moretti als Titelheld Ferdinand Marian, Justus von Dohnányi als Regisseur Veit Harlan und Moritz Bleibtreu als Joseph Goebbels.

Unter dem Titel Herkunft veröffentlichte er 2011 einen autobiografisch geprägten Roman, den er unter dem Titel Quellen des Lebens (2013) auch verfilmte.[1]

Oskar Roehler ist seit August 2000 mit der Modedesignerin Alexandra Fischer-Roehler verheiratet. Das Paar lebt in Berlin und auf Mallorca.[2]

Filme[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kerstin Decker: Oskar Roehler: Das verratene Kind, tagesspiegel.de, 20. Februar 2013
  2. Interview mit Filmregisseur Oskar Roehler und der Modedesignerin Alexandra Fischer-Roehler im SZ-Magazin