Paradorn Srichaphan

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Paradorn Srichaphan Tennisspieler
Paradorn Srichaphan
Nationalität: ThailandThailand Thailand
Geburtstag: 14. Juni 1979
Größe: 185 cm
Gewicht: 82 kg
1. Profisaison: 1997
Rücktritt: 2010
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 3.459.655 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 239:193
Karrieretitel: 5
Höchste Platzierung: 9 (12. Mai 2003)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 25:61
Höchste Platzierung: 79 (8. September 2003)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Paradorn Srichaphan (thailändisch: ภราดร ศรีชาพันธุ์, * 14. Juni 1979 in Bangkok) ist ein ehemaliger thailändischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Paradorn begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennis. Unter dem Training seines Vaters Chanachai Srichaphan entwickelte er sich zu einem der besten Spieler seines Landes.

1998 schloss sich Paradorn dem Profizirkus an. In den ersten Jahren platzierte er sich in der Weltrangliste im hinteren Bereich der Top 100. Im Jahr 2000 nahm er an den Olympischen Spielen in Sydney teil, schied dort aber bereits in der zweiten Runde aus.

Mit seinem Überraschungssieg 2002 beim Tennisturnier von Wimbledon über Andre Agassi rückte Paradorn unter die 30 Besten der Weltrangliste vor. Im Jahr 2003 zählte er sogar kurzzeitig zu den Top Ten.

Paradorn wurde vom thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zum kulturellen Botschafter seines Landes ernannt. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen führte er die thailändische Olympiamannschaft bei der Eröffnungsfeier als Fahnenträger an. Im Herreneinzel war er an Nummer 12 gesetzt, unterlag aber bereits in der ersten Runde dem Schweden Joachim Johansson in zwei Sätzen (2:6, 3:6).

2007 musste Paradorn an einer Sehnenscheidenentzündung, die er sich im Frühjahr bei einem Turnier in Miami zugezogen hatte, eine längere Pause einlegen. Erst am 30. September 2009 beim Turnier in Bangkok konnte er an der Seite von Danai Udomchoke im Doppel sein Comeback feiern. Sie unterlagen Michael Kohlmann und Alexander Peya mit 6:2, 1:6 und [6:10].

Im November 2007 heiratete Paradorn die kanadische Schönheitskönigin Natalie Glebova, die Miss Universe des Jahres 2005. Das Paar ließ sich 2011 wieder scheiden.

Im Juni 2010 beendete Paradorn aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme seine Profikarriere. Zuvor hatte er sich bei einem Motorradunfall auch noch Brüche an beiden Händen zugezogen. Nach dem Ende seiner Karriere nahm er ein Studium der Politikwissenschaft an der Ramkhamhaeng-Universität, einer zulassungsfreien Fernuniversität, auf, das er 2011 abschloss. Er gründete zusammen mit seinem Bruder in seiner Heimatstadt Khon Kaen eine Tennisakademie. Außerdem engagierte er sich für verschiedene Geschäftsprojekte, unter anderem der Vermarktung von Unterwäsche und eines Potenzmittels auf natürlicher Basis. Bei der thailändischen Parlamentswahl 2011 trat er für die Chart-Pattana-Puea-Pandin-Partei an, die vom Präsidenten des thailändischen Tennisverbands LTAT, Suwat Liptapanlop, angeführt wurde.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Titel und Endspiele)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (5)

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 25. August 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Long Island (1) Hartplatz ArgentinienArgentinien Juan Ignacio Chela 5:7, 6:2, 6:2
2. 27. Oktober 2002 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz (i) ChileChile Marcelo Ríos 6:72, 6:0, 6:3, 6:2
3. 25. August 2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Long Island (2) Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Blake 6:2, 6:4
4. 5. Januar 2003 IndienIndien Chennai Hartplatz SlowakeiSlowakei Karol Kučera 6:3, 6:1
5. 20. Juni 2004 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Rasen SchwedenSchweden Thomas Johansson 1:6, 7:6, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 5. Dezember 2001 IndienIndien Chennai (1) Hartplatz ArgentinienArgentinien Guillermo Cañas 4:6, 6:72
2. 12. August 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Blake 6:1, 6:75, 4:6
3. 21. Juli 2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indianapolis Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Roddick 6:7, 4:6
4. 5. Januar 2004 IndienIndien Chennai (2) Hartplatz SpanienSpanien Carlos Moyá 4:6, 6:3, 6:75
5. 3. Januar 2005 IndienIndien Chennai (3) Hartplatz SpanienSpanien Carlos Moyá 6:3, 4:6, 6:75
6. 10. Oktober 2005 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Blake 1:6, 6:76

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paradorn Srichaphan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. François Oosthuizen: Bouncing Back (Interview with Paradorn Srichaphan). In: 2Magazine, Juni 2011, S. 104–107
Anmerkung zu thailändischen Namen: Dieser Artikel spricht Personen mit ihrem Vornamen an.